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Nerve

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Nerve Der

Bd. 3, Sp. 478a
Der Nerve, — n, Mz. — n, auch die Nerve, Mz. — n, ein Wort, womit man gewisse Theile in den thierischen Körpern bezeichnet. 1) Die festen bandartigen Theile, welche die Gelenke mit einander verbinden; die Sehnen, Flechsen, Spannadern, Bänder, (Liga- menta). So heißt besonders die Sehne, welche hinten am Beine eines Pferdes am Röhrbeine hinunterläuft, der Nerve. Da diese Nerven oder Sehnen viele Spannkraft besitzen, so bedient man sich derselben auch den Bogen damit zu bespannen und den Pfeil damit fortzuschnellen, und nennt auch wol die Saiten, wegen ihrer Spannkraft, Nerven. — nicht eitles Geschoß von der Nerve versendend. Voß. — — — Nur einzle Starke Schütt'rungen rauscheten nach durch die Nerven der Harfe. Klopstock. I der Pflanzenlehre nennt man die Adern oder die Theile, Äste des Stieles, die sich auf dem ganzen Umfange des Blattes verbreiten, und mehr oder weniger merklich sind, auch Nerven. Am häufigsten und gewöhnlichsten aber versteht man unter Nerven 2) weiche, weiße, markige Fäden, die entweder aus dem Gehirne oder aus dem Rückenmarke entspringen, sich durch den ganzen Körper in Zweigen verbreiten, und die von einer Scheide von weißem Zellgewebe, die gewöhnlich eine dünne gallertartige Feuchtigkeit enthält, umgeben sind (Nervi); bei Einigen unschicklich auch Spannadern. Die Nerven sind der Sitz der Empfindung und der Bewegung, und haben verschiedene Namen, z. B. Sehnerve, Geruchnerve  — — indem des Todes Gefühl ihm Jede Nerve beschleicht. — — Klopstock. Denn ob in mir auch jede Nerve zuckt. Collin. Der dreiästige Nerve (Nervus trigeminus) entspringt nahe an der untern Wand der vierten Hirnhöhle, und theilt sich in den Augen=, Thränen= und Stirnzweig; der zurücklaufende Nerve (N. recurrens), der in der Brust erst abwärts, dann wieder aufwärts läuft; die weichen Nerven (N. molles) sind Zweige des Mitleidungsnerven und röthlich, bilden ein Geflecht und gehen vorzüglich an die Blutgefäße. Andere Nerven bekommen Namen von den Theilen, zu oder durch welche sie laufen  Irer Gestalt wegen vergleicht man die Nerven mit Bäumen, und nennt die feinen Nerven am Ursprunge der größern Wurzeln, die dicken, die aus mehrern einzelnen neben einander liegenden Nervenfäden bestehen, Stämme, Nervenstämme, welche sich wieder in kleinere Nerven, in Nervenäste und Nervenzweige theilen. 3) Bei den Walkern werden die falschen Falten, welche beim Walken in das Tuch kommen, auch Nerven genannt; Walkrippen.
2449 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nêrve

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Nêrve , des -n, plur. die -n, ein Wort, welches an den Körpern der Menschen und Thiere in einem zwiefachen Verstande…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nerve

178 Bildungen · 153 Erstglied · 25 Zweitglied · 0 Ableitungen

nerve‑ als Erstglied (30 von 153)

Nervenarzt

SHW

Nerven-arzt Band 4, Spalte 959-960

nervenäther

DWB

nerven·aether

nervenäther , m. : Rabette kam mit dem thee-zeug und einer flasche, worin für den hauptmann thee-mark und elementar-feuer oder nervenäther w…

nervenanfang

DWB

nerven·anfang

nervenanfang , m. : tief bis an die nervenanfänge getroffen, stand Albano auf. J. Paul Titan 1, 150 .

Nervenapparat

GWB

nerven·apparat

Nervenapparat zu ‘Nerv,Nerve’ 1a; Nervengewebe als funktionelle Einheit [ an einem fossilen Stier ] finden wir daß bei demselben die Kapsel …

nervenarm

DWB

nerven·arm

nervenarm , m. nerviger arm: und ihr nervenarme .. die Nemeas löwen würgten mit gewalt. Stolberg 14, 148 .

Nervenarzt

PfWB

nerven·arzt

Nerven-arzt m. : wie schd., Neʳveaʳzt [LA-Gommh, verbr.]; vgl. Nervendoktor . Südhess. IV 954 . —

nervenast

DWB

nerve·nast

nervenast , m. , nervenästchen , n. : jedes nervenästchen dieser thierpflanze. J. Paul Hesp. 4, 9 .

nervenaufreibend

RDWB1

nervenaufreibend нервный (не имеет отношения к "тереть") Das war eine ~e Woche! - Нервная была неделя!

nervenbau

DWB

nerven·bau

nervenbau , m. der bau, die verzweigung und einrichtung der nerven, das nervensystem: wenn ein unvermutheter schreck unsern nervenbau erschü…

nervenbaum

DWB

nerven·baum

nervenbaum , m. : der umgekehrte nervenbaum entsprieszet aus dem geschwollnen fötus-gehirn wie aus einem kerne. J. Paul Hesp. 4, 8 .

Nervenbehagen

GWB

nerven·behagen

Nervenbehagen zu ‘Nerv,Nerve’ 1b; metasprachl iS selbst erzeugter (schwärmerischer) geistig-seelischer Erregung, anstelle relig Empfindungen…

nerve als Zweitglied (25 von 25)

binnenerve

KöblerMnd

binne·nerve

binnenerve , M. nhd. Erbeingesessener E.: s. binnen (1), erve (2) L.: MndHwb 1, 280 (binnenerve) Son.: örtlich beschränkt

gā̆nerve

MNWB

gan·erve

gā̆nerve , m. , Ganerbe, Miterbe. — „ Sven aver en erve versüsteret unde verbruderet, alle de sik gelike na to der sibbe gestüppen mögen, de…

Gehörnêrve

Adelung

gehoer·nerve

Der Gehörnêrve , des -n, plur. die -n, in der Zergliederungskunst, ein Nerve, welcher durch das Loch des Felsenbeines zu den Höhlen des Ohre…

Gerúchsnêrve

Adelung

geruch·s·nerve

Der Gerúchsnêrve , des -n, plur. die -n, Nerven, welche aus dem Gehirne durch die Löcher des siebförmigen Beines gehen und sich in den Häute…

Gesichtsnêrve

Adelung

gesicht·s·nerve

Der Gesichtsnêrve , des -n, plur. die -n, in der Zergliederungskunst, diejenigen Nerven, welche zum Sehen erfordert werden; die Sehenerven, …

gānerve

KöblerMnd

gān·erve

gānerve , M. nhd. Ganerbe, Miterbe ÜG.: lat. coheres Hw.: vgl. mhd. ganerbe Q.: SSp (1221-1224) (ganerve) E.: s. gā (1)?, āne (2)?, erve (2)…

hūsgenōtenerve

KöblerMnd

hūsgenōte·nerve

hūsgenōtenerve , N. nhd. Erbgut eines hofpflichtigen Dienstmanns E.: s. hūsgenōte, erve (1) L.: MndHwb 2, 396 (hûsgenôtenerve) Son.: örtlich…

kō̆tsātenerve

KöblerMnd

kō̆tsāte·nerve

kō̆tsātenerve , N. nhd. Kätnerstelle zu Erbzins Hw.: s. kō̆tsātæreerve E.: s. kō̆tsāte, erve (1) L.: MndHwb 2, 654 (kō̆tsâtenerve)

lêᵉnerve

MNWB

lee·nerve

lê e nerve (lehen- , lehn-) , lê(e)ns- (lehens- , lehns-) , lê(e)nes- , m. , 1. zur erblichen Übernahme eines erledigten Lehens Berechtigter…

lîfmanerve

MNWB

lif·manerve

° lîfmanerve , m. , männlicher Leibeserbe (Ub. Hildesh. 4, 62). S. auch manlîveserve.

lēenerve

KöblerMnd

lēenerve , M. Vw.: s. lēhenerve*

lēhenerve

KöblerMnd

lēhen·erve

lēhenerve , M. nhd. „Lehnerbe“, zur erblichen Übernahme eines erledigten Lehens Berechtigter, erblich zur Weiterverleihung erledigten Lehens…

līfmanerve

KöblerMnd

līf·manerve

līfmanerve , M. nhd. männlicher Leibeserbe Hw.: s. manlīveserve, līferve Q.: UB. Hildesh. 4 62 E.: s. līf (1), man (1), erve (2) L.: MndHwb …

līveslēenerve

KöblerMnd

līveslēenerve , M. Vw.: s. līveslēhenerve*

līveslēhenerve

KöblerMnd

līveslēhenerve , M. nhd. leiblicher Erbe (M.) von verlehntem Gut Hw.: s. līveslēheneserve, lēheneslīferve E.: s. līf (1), lēhenerve L.: MndH…

līveslēnerve

KöblerMnd

līveslēnerve , M. Vw.: s. līveslēhenerve*

manerve

MNWB

man·erve

manerve , mannes- , mans- , m. , männlicher Erbe. —

Sehenêrve

Adelung

sehen·erve

Der Sehenêrve , des -n, plur. die -n, Nerven, welche in das Auge gehen, und das Sehen verursachen; Gesichtsnerven.

sȫnerve

KöblerMnd

sȫnerve , M. Vw.: s. sȫneerve

ēgenerve

KöblerMnd

ēgenerve , M. nhd. eingesessener Grundeigentümer E.: s. ēgen (2), erve (2) L.: MndHwb 1, 517 (ê[i]generve) Son.: örtlich beschränkt