Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
muoen
Gl. und bei O, N: ‚jmdn. seelisch oder körper-
lich quälen, peinigen, etw./jmdn. hetzen, trei-
ben, jmdn. schwächen, jmdn. vernichten, etw.
schütteln, sich abmühen; afficere, affligere,
agere, agitare, exagitare, exercere, fatigare,
infestare, inquietare, lacessere, lassare, mo-
vēre, quassare, quatere‘ <〈Var.: mo-, moa-,
mua-, mu-, mu(o)h-, muog- (zu -h- und -g-
als Hiattilger vgl. Braune-Reiffenstein 2004:
§ 152b und Anm. 3)>〉. Die Form muotin in H
gehört mit Lühr 1982: 391–394 nicht zu diesem
Verb, sondern zur Sippe um ae. gemētan ‚sich
begegnen‘. – Mhd. müejen, müewen, müen
sw.v. ‚beschweren, quälen, bekümmern, ver-
drießen‘, frühnhd. müen, mühen, mügen sw.v.
‚abarbeiten, jmdn. ärgern, sich ärgern, anfallen,
überfallen, jmdn. belästigen, jmdn. quälen, sich
grämen, jmdn. bedrängen‘, nhd. mühen sw.v.
‚sich anstrengen, sich um jmdn./etw. bemühen‘.