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Mull

nhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
19 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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48
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30

Eintrag · Rheinisches Wb.

Mull

Bd. 5, Sp. 1378
Mull, Müll Sg. t.: 1. weicher, lockerer Humusboden, u. zwar mol, –ǫ-, mo·l. f. Wend, Saarbr, Saarbg, Bitb, Prüm, Bernk-Lösnich, Koch verbr., Goar-Morshsn, Simm-Laub; -u- Trier-Mehring; -e- Koch-Ernst; -ø- Koch-Lutzerath; m. -ǫ- Ahrw-Sinzig, Dür-Langerwehe, Aach-Kohlschd; -ø- Altk-Betzd; -y- Sieg-Honnef, Sol; -u- Elbf, Lennep-Windgassen; -ø- Eup [-- Raeren], in Monsch, Aach [-- Walh] verbr., MüEif, Köln-Stdt u. in Klev; -ō- n. Mörs-Neuk; wenn kän M. do as, kan et och kän Fruicht gen; die Schüffelshaufen sen zu M. gebrannt. RA.: das Kore in die M. un de Wäss (Weizen) nore in die Scholl, Bur, so wird de Schir (Scheune) wohl voll! Saarbr-KlBlittersd, Bernk-Lösnich, — Scholl un de Hower an (in) de Pohl (Pfuhl), setzt de Bauer op de Stohl! Bitb-NWeis. — 2.a. mo·l. f. mit zersetzten Abfällen der Küche u. Werkstatt gemischte Stauberde, Kehricht, Holzstaub; der Bodem hot en gout M. Saarbg-Nennig, Bitb-Mettend. — b. mo·l. f. feine Erde, entstanden aus dem vermoderten Innern alter Buchenstämme, meist Buchemoll; Asche, die übrig bleibt beim Schüffeln (s. d.), oder wenn man im Frühjahr im Garten Laub, alte Pflanzen, Unkraut verbrannt hat Koch. — c. mil, –e-, –y-, –ø- m. Kehricht bei der städtischen Müllabfuhr Verbr. in den Städten, aus dem Nhd. nach Bed. u. Form übernommen. — S. Malm, Melm, Mulm.
1344 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mull

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Mull , des -es, plur. inus. in den gemeinen Sprecharten, besonders Niedersachsens, lockere Erde, Stauberde, zerriebe…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mull

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Mull , Insel der Hebriden, 16 1 / 2 QM. groß, gebirgig u. haidig, holzarm, mit 18000 E., die von Schafzucht, Gerstenbau,…

  3. modern
    Dialekt
    Mull

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    Mull Band 4, Spalte 184 Mull 4,184

  4. Sprichwörter
    Mull

    Wander (Sprichwörter)

    Mull He geit na Junker Mull. – Kern, 775. D.h. er wird bald ins Grab steigen müssen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mull

124 Bildungen · 120 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

mull‑ als Erstglied (30 von 120)

Mull(i)ch

SHW

Mull(i)ch Band 4, Spalte 811-812

Mulles

SHW

Mull-es Band 4, Spalte 811-812

Mullwatz

SHW

Mull-watz Band 4, Spalte 811-812

Mullcheⁿ

Idiotikon

Mullcheⁿ Band 4, Spalte 207 Mullcheⁿ 4,207

mullachtig

RhWB

mull·achtig

mull-achtig mǫlətiχ Dür Adj.: samtartig, weich, sanft, fleischig.

Mullafär

PfWB

Mullafär m. : ' Mensch, der alle möglichen Geschäfte macht, sich in alles einmischt ', Mullafäʳ [Land ( Keiper 65/66)]. — Zu frz. (un homme …

Mullbarg

MeckWB

mull·barg

Mullbarg m. Komposthaufen Ha Red ; Ro; auch FN. Kü. 2, 411; Me. 3, 701.

Mullbinde

Pfeifer_etym

mull·binde

Mull m. ‘dünnes Baumwollgewebe, Verbandszeug’, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. engl. mull. Ausgangsform ist Hindi malmal, eine Art Mussel…

Mullbodem

RhWB

mull·bodem

Mull-bodem mølbǫdəm Dür-Frauwüllesh m.: lockerer Ackerboden.

Mullch

SHW

Mullch Band 4, Spalte 809-810

Mullche

RhWB

Mullche mǫlχə, Pl. -lχən Altk-Hellert f.: heimliches Obst-, Geldversteck, Mauche, Mautsche.

Mullducks

MeckWB

mull·ducks

Mullducks m. Name für einen Schäferhund Gü Gülz u. a. O.; vgl. Ducks 2 (Bd. 2, 540); auf einen Menschen von kleiner Gestalt übertragen Wa; M…

Mullewatz

SHW

Mulle-watz Band 4, Spalte 811-812

Mulledder

MeckWB

mull·edder

Mul-ledder n. Maulwerk: dee hett banniges Mulledder Schill. Nachl.

Mulleimer

RhWB

mulle·imer

Mull-eimer (s. S.) myl-, –ø-, –i- in den Städten m.: E. für Kehrichtabfuhr.

mullen

DWB

mul·len

mullen , verb. locker werden: wenn trockne erde entweder vom frost mürbe und lose gemacht, oder vermöge einer starken vermischung mit sand, …

Mullenkopf

SHW

Mullen-kopf Band 4, Spalte 809-810

mullen1

MeckWB

mullen 1 Verb 1. Erde, Sand aufwühlen, zerbröckeln: dee mullt pflügt schlecht, obenhin Ro Ribn ; Wa; buddelt nach Altertümern Sta NStrel ; d…

mullen2

MeckWB

mullen 2 Verb s. mollen .

mullen I

RhWB

mullen I = schwatzen s. bei Maul;

mull als Zweitglied (1 von 1)

simull

KöblerAn

sim·ull

simull , st. M. (a) nhd. Ochs, Ochse Hw.: s. simul (1) L.: Vr 476a

Ableitungen von mull (3 von 3)

gemulle

KöblerMhd

gemulle , st. N. Vw.: s. gemülle

Mulle

Campe

Die Mulle , Mz. — n . 1) Nach Klein der Name eines Fischgeschlechtes, welches durch offene Ohren athmet, zwei wahre Rückenflossen, die mit s…

vermullen

MeckWB

vermullen 1. trans. zu Grus zerstoßen: sei hebben dat Schott vermullt Ro Kühl . 2. intrans. zu Grus zerfallen: de Stein sünd vermullt Ro Küh…