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Metáll

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Adelung
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Metáll

Bd. 3, Sp. 191
Das Metáll, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e. 1. Überhaupt, ein aus seinem Erze geschiedener schwerer, glänzender mineralischer Körper, welcher sich im Feuer schmelzen und unter dem Hammer ausdehnen lässet. Edle Metalle, dergleichen Gold und Silber sind, im Gegensatze der unedlen, oder des Kupfers, Zinnes, Bleyes und Eisens. Ein Halbmetall, welches einige Eigenschaften der Metalle, aber nicht alle hat, wie das Quecksilber, der Zink, der Spießglaskönig u. s. f. Reines Metall, welches mit keinem andern Körper vermischet ist. Unvermischtes Metall, welches mit keinem Metalle anderer Art vermischt ist; im Gegensatze des vermischten. 2. In engerer Bedeutung. 1) In einigen Fällen führen die unedlen Metalle nur schlechthin diesen Nahmen, im Gegensatze der edlen. So wird das zu zarten Blättern geschlagene Messing, welches den Gold- und Silberblättern in der Farbe und Dünne gleicht, Metallgold und Metallsilber, oder auch nur Metall schlechthin genannt. 2) Noch häufiger sind unter dem Nahmen des Metalles verschiedene Arten vermischter Metalle bekannt. (a) Das Metall der Stückgießer ist ein Gemenge von Kupfer, Zinn und Messing. Das Glockengut oder die Glockenspeise, das Gießerz, die Bronze sind ähnliche Vermischungen, und werden daher im gemeinen Leben auch zuweilen Metall genannt. (b) Das Metall der Orgelhauer ist eine Mischung von zwey Theilen Zinn und Einem[] Theile Bley, woraus diejenigen Pfeifen, welche nicht im Gesichte stehen, gegossen werden. Anm. Es stammet mit dem Lat. Metallum aus dem Griech. μεταλλον, dieß aber aus dem Hebr. מטיל, Metil, Metall, her. Eustathius und Plinius hatten die Grille, daß es von μετα und αλλος abstamme, ob sie gleich verschiedene Ursachen davon angeben. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Begriff der Masse, des Zusammenhanges, der Geschmeidigkeit, und Schwere, der Stammbegriff in diesem Worte ist, so daß es zu Materie, Masse, 2. und 4. Matz, und 4. Matte gehöret. Die Endsylbe -all, im Hebr. -il, kommt mit unserer Ableitungssylbe -el überein, ein Ding, Subject zu bezeichnen, so daß Metall ein zusammen hängendes, schweres, dehnbares Ding bedeutet. Im mittlern Lat. wurde daher Metallum auch für Materie gebraucht, so daß Metallum ligneum Zimmerholz bedeutet. Ohne Ableitungssylbe heißt Erz, oder vermischtes Metall im Pers. Mis, im Pohln. Meidz, und im Dalmat. Mido, dagegen im Böhm. Med Kupfer bedeutet. So fern Metall in manchen Fällen ein vermischtes Metall bedeutet, kann auch der verwandte Begriff der Mischung mit in Betrachtung kommen. S. Messing.
2528 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Metáll

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Metáll , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e. 1. Überhaupt, ein aus seinem Erze geschiedener schwerer,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Metall

    Goethe-Wörterbuch

    Metall vereinzelt abgekürzt ‘Met.’, zB N13,420,8 ; zum einen als Stoffname im Sg gebraucht wie für einen einheitlichen S…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Metall

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Metall , s. Metalle .

  4. modern
    Dialekt
    Metall

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Metall [Metâl Ingenh. ] n. Metall. — Schweiz. 4, 555.

  5. Sprichwörter
    Metall

    Wander (Sprichwörter)

    Metall 1. Es ist kein Metall so hart, das Feuer schmilzt es. 2. Metall bringt die Frau zum Fall. 3. So mancherlei Metall…

  6. Spezial
    Metall

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Me|tall n. (-s,-e) metal (-ai) m. ▬ Metall bearbeiten lauré le metal; edle Metall e metai nobli pl .; Metall verarbeiten…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit metall

169 Bildungen · 165 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von metall 2 Komponenten

met+all

metall setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

metall‑ als Erstglied (30 von 165)

Metallader

GWB

metal·lader

Metallader sich durch Felsen ziehendes Erzvorkommen; einmal im Bild [ Montan: ] Wer andere lehren will..darf nicht halbwissend sein. — [ Wil…

Metallager

GWB

metal·lager

*Metallager -lll- Dicht am Granite kommt die Grauwacke vor, ein Name für viele Bildungen. Sie trägt große M. in sich N10,82,4 DynamismGeol […

Metallarbeit

GWB

metall·arbeit

Metallarbeit Kunstwerk in Metall; pl Trunz/Loos 180 Sammlg antiker geschnSteine 1807 [Meyer/G] Herbert Küstner H.K.

Metallarbeiter

GWB

metall·arbeiter

Metallarbeiter a in der Metallverarbeitung Tätiger; pl 48,153,15 Zwei dtAltertümer b ‘plastischer M.’ für einen mit Metallen arbeitenden bil…

Metallart

GWB

metall·art

Metallart [ aus Eger ] Steinkasten werden von Zeit zu Zeit bey dir eintreffen; von Gebirgsarten wurden schöne Dinge gewonnen. Doch auch an G…

Metallauflösung

GWB

metall·aufloesung

Metallauflösung wäßrige Metallsalzlösung, im experimentellen Vergleich mit anderen Flüssigkeiten im Zshg mit Lichtbrechung; pl N4,267,11 FlH…

Metallausbringen

GWB

metall·ausbringen

*Metallausbringen Zutagefördern von Erz; im Hinblick auf den zu erwartenden (und zur Ausgabendeckung benötigten) Erlös A(LA I 1,46,36) Nachr…

Metallausguß

GWB

metall·ausguss

Metallausguß wohl für im Gußverfahren erzeugte Gerätschaften T6,159,18 v 18.1.18 Herbert Küstner H.K.

Metallbäume

Meyers

Metallbäume , metallische Ausscheidungen in dendritischen Formen, meist baumartige Verzweigungen etc., die sich in Metallsalzlösungen (Blei,…

Metallbaum

Campe

metall·baum

Der Metallbaum , — es, Mz. — bäume ; Vw. das Metallbäumchen , baumähnliche Anschüsse, welche bei zweckmäßiger Behandlung dargestellt werden …

Metallbearbeitung

Meyers

metall·bearbeitung

Metallbearbeitung ( Metallotechnik ), die Gestaltung der Metalle zu den verschiedenen Gebrauchszwecken durch Gießen, Walzen, Schmieden, Schw…

Metallbecken

GWB

metall·becken

Metallbecken Lebhafter Tanz zu fünfen mit Castagnetten und M. 17,32,16 TriumphEmpfindsamk III Regiebem Herbert Küstner H.K.

Metallbildung

GWB

metall·bildung

*Metallbildung die von ChHSchlosser postulierte Entstehung von Metall durch von ihm angenommene Metamorphose des Granits N10,81,2 DynamismGe…

Metallblättchen

GWB

metall·blaettchen

Metallblättchen Bei dem Fassen der Edelsteine behandelte man die Folien mit der äußersten Sorgfalt. Es sind dieses gewöhnlich dünne, glänzen…

Metallblech

GWB

metall·blech

Metallblech hier als Ausgangsmaterial für das Treiben von Medaillen 43,72,6 Cell I 5 Herbert Küstner H.K.

metallblüte

DWB

metall·bluete

metallblüte , f. benennung der flockigen federichten theile, die sich auf der oberfläche der erze ansetzen, wenn diese verwittern. Campe.

Metallbrei

Campe

metall·brei

○ Der Metallbrei , — es, Mz . von mehrern Arten, — e , Metall in Gestalt eines Breies, Metall durch Quecksilber aufgelöset (Amalgama ). Clud…

metall als Zweitglied (2 von 2)

halbmetall

DWB

halb·metall

halbmetall , n. semimetallum: die glänzenden halbmetalle unserer verwundenen münzen. Möser werke (1798) 1, 165 .

prinzmetall

DWB

prinz·metall

prinzmetall , n. , franz. metall de prince Robert, eine von dem pfälzischen prinzen Ruprecht ( gestorben 1682) erfundene und nach ihm benann…

Ableitungen von metall (2 von 2)

metalle

Lexer

metalle stn. metallum Dfg. 359 b . gemachet ûʒ metalle Wh. v. Öst. 50 a , von metele gegoʒʒen Albr. 28,14.

urmetall

DWB

-metall Novalis 3, 259 M. ( übertragen D. Fr. Strausz 2, 211 ),