Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
lüsternheit f.
lüsternheit , f. appetentia, appetitio. Steinbach 1, 1085 ; mit einer älteren nebenform lüsterkeit, die auf ein lüster für das adj. lüstern deutet ( vgl. daselbst no. 1): das fleisch ist lüstern nach der welt, wie Simplicissimus fürstellt an seinen eignen lüsterkeiten. Simpl. 1 (1713) 50 ; es ist eine eigenschaft der vernunft, dasz sie begierden nicht allein ohne einen darauf gerichteten naturtrieb, sondern sogar wider denselben erkünsteln kann, welche im anfang den namen der lüsternheit bekommen. Kant 4, 344 ; lüsternheit ist ein spiel mit dem zu genieszenden und mit dem genossenen. Göthe 56,…