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leiblich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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15

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

leiblich

leiblich

Leib m. ‘(menschlicher, tierischer) Körper, Unterleib, Bauch, Magen’, ahd. līb ‘Leben, Lebensweise’ (8. Jh.), mhd. līp ‘Leben, Körper, Magen’, umschreibend ‘Person, Mensch’, asächs. mnd. līf, mnl. nl. lijf, aengl. līf, engl. life, anord. līf, schwed. liv gehört wie leben (s. d.) zu der unter bleiben (s. d.) angeführten Wurzel. Leib wird in seiner alten Bedeutung ‘Leben’ vom substantivierten Infinitiv Leben n. verdrängt; vgl. dazu die paarige Rechtsformel Leib und Leben (16. Jh.). – beileibe Adv. ‘bestimmt, wirklich’, meist beileibe nicht ‘wahrhaftig, wirklich nicht, unter keinen Umständen’, eigentlich ‘beim Leben (nicht)’, frühnhd. (16. Jh.) bey leyb, bei leib, beyleib (nicht). leibeigen Adj. ‘persönlich unfrei, hörig’, spätmhd. līpeigen, entstanden aus der Formel mhd. eigen von dem lībe ‘mit dem Leben, dem Leibe jmdm. zugehörig’; Leibeigenschaft f. ‘völlige rechtliche Abhängigkeit der Bauern (und Handwerker) vom Feudalherrn’ (15. Jh.). leiben Vb. ‘einen Körper bilden, leben’ (16. Jh.), nur noch in der Wendung wie er leibt und lebt. einverleiben Vb. ‘zu einem Ganzen verbinden, in etw. aufgehen lassen, eingliedern’ (15. Jh.), für spätlat. incorporāre, Kontamination aus gleichbed. einleiben und verleiben (beide 15. Jh.). entleiben Vb. ‘ums Leben bringen, töten’, mhd. entlīben, mnd. entlīven, reflexiv ‘sich selbst umbringen, Selbstmord begehen’ (17. Jh., vereinzelt 14. Jh.). Entleibung f. ‘Mord, Todschlag, Selbstmord’ (16. Jh.), mhd. entlībunge ‘Tod’. Leibrente f. ‘Rente auf Lebenszeit’, frühnhd. leyprente (1400), mnd. līfrente (14. Jh.). leibhaft Adj. ‘wirklich und wahrhaftig, echt’, ahd. lībhaft(i) ‘lebend’ (um 800), mhd. līphaft ‘Leben habend, lebend, mit Körper versehen, wohlgestaltet, persönlich’. leibhaftig Adj., mhd. līphaftic. leiblich Adj. ‘den Leib betreffend, körperlich, wirklich, blutsverwandt’, ahd. līblīh ‘lebend, lebendig’ (9. Jh.), mhd. līplich ‘körperlich, persönlich, leibhaftig’. beleibt Adj. euphemistisch für ‘dick, korpulent’ (Campe 1807). Leibchen n. ‘(den Leib bedeckendes) westenartiges Kleidungsstück, Mieder’, anfangs auch ‘kleiner Körper’ (17. Jh.), wohl nach dem Vorbild frz. corselet m. (abgeleitet von frz. corps m. ‘Körper, Leib’). Leibesübung f. ‘Übung zur körperlichen Ertüchtigung, Sport’ (16. Jh.). Leibgarde f. ‘militärische Einheit zum persönlichen Schutz, besonders eines regierenden Fürsten’ (um 1600); vgl. älteres Leibgewardi (16. Jh.), mfrz. frz. garde du corps.
2434 Zeichen · 102 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leiblich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Leiblich , adj. et adv. 1) Dem Leibe nach, in dem Leibe gegründet, körperlich; im Gegensatze des geistlich. Etwas mit le…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    leiblich

    Goethe-Wörterbuch

    leiblich 1 körperlich a den menschlichen Körper betreffend; oft iUz ‘geistig, geistlich’; einmal ‘l-e Bedürfnisse’ Könnt…

  3. modern
    Dialekt
    leïblich

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    leïblich s. lieblich.

  4. Spezial
    leiblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    leib|lich adj. 1 (den Leib betreffend) dl corp, corporal (-ai, -a) 2 (körperlich) fisich (-cs, -ca ) 3 (blutsverwandt) c…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leiblich

7 Bildungen · 2 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von leiblich

leib + -lich

leiblich leitet sich vom Lemma leib ab mit Suffix -lich.

leiblich‑ als Erstglied (2 von 2)

leiblichkeit

DWB

leiblich·keit

leiblichkeit , f. körperlichkeit, leben auf dieser körperwelt: da selbige .. den heutigen abend schwerlich überleben, sondern aus dieser lei…

leiblich als Zweitglied (3 von 3)

unausbleiblich

DWB

unau·s·bleiblich

unausbleiblich , verbaladj. adv. , für frz. immanquable, it. immancabile. ausbleiblich ist nicht gebildet. während unausbleiblich seit ende …

unbleiblich

DWB

unbleiblich , adj. adv. , nicht bleiblich. mhd. unblîbelich; mnl. onblijflijc. vereinzelt dafür unbleibend Paracelsus 1, 668 A , und öfter u…

Ableitungen von leiblich (2 von 2)

unleiblich

DWB

unleiblich , adj. , gth. v. leiblich. mhd. unlîplich incorporalis, incorporeus, mnl. onliflijc, cheit. von persönlich vorgestelltem, gott, g…

verleiblichung

DWB

verleiblichung , f. verkörperung, umformung in leibliche darstellung: der stier Apis würde für eine verleiblichung der seele des Osiris geha…