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Leiblich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Leiblich adj, adv

Bd. 3, Sp. 84a
Leiblich, adj. u. adv. mit einem Leibe oder Körper versehen, dem Leibe nach, den Leib angehend, betreffend, körperlich; in Gegensatz von geistig und geistlich. I leiblicher Gestalt. Einem leiblich erscheinen. Leibliche Eigenschaften, Fehler, Gebrechen. Etwas mit leiblichen Augen betrachten, mit den Augen des Leibes; in Gegensatz von den Augen des Geistes oder dem Verstande. Der leibliche Tod, bei den Gottesgelehrten, der Tod des Leibes, der natürliche Tod; zum Unterschiede von dem geistlichen und ewigen Tode. I weiterer Bedeutung, und besonders in der biblischen Schreibart, wird oft Alles, was zur Körperwelt gehört, leiblich genannt. Leibliche Dinge, Güter, d. h. irdische, zeitliche. Sofern Leib oft für die Person selbst gebraucht wird, bedeutet leiblich oft auch von einer Person herkommend, gezeugt, und in dieser Herkunft gegründet. Leibliche Kinder, welche man selbst gezeugt hat, eheleibliche Kinder, wenn sie in rechtmäßiger Ehe erzeugt worden sind; zum Unterschiede von den Stiefkindern oder angenommenen Kindern. Leibliche Geschwister, die von denselben Ältern oder doch von demselben Vater oder derselben Mutter gezeugt und geboren sind; zum Unterschiede von den Stiefgeschwistern oder Halbgeschwistern. Ein leiblicher Bruder, oder rechter, vollbürtiger. Leibliche Ältern, von welchen man gezeugt und geboren ist; zum Unterschiede von den Stiefältern. Ein leiblicher Erbe oder Leibeserbe, der das leibliche Kind des Erblassers oder der Erblasserinn ist. Ein leiblicher Eid wird ein Eid genannt, welchen man in eigner Person ableget; auch, ein körperlicher Eid. S. Körperlich. Ehemahls bedeutete leiblich auch lebendig, nach der veralteten Bedeutung des Wortes Leib für Leben. S. Leib.
1714 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leiblich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Leiblich , adj. et adv. 1) Dem Leibe nach, in dem Leibe gegründet, körperlich; im Gegensatze des geistlich. Etwas mit le…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    leiblich

    Goethe-Wörterbuch

    leiblich 1 körperlich a den menschlichen Körper betreffend; oft iUz ‘geistig, geistlich’; einmal ‘l-e Bedürfnisse’ Könnt…

  3. modern
    Dialekt
    leïblich

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    leïblich s. lieblich.

  4. Spezial
    leiblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    leib|lich adj. 1 (den Leib betreffend) dl corp, corporal (-ai, -a) 2 (körperlich) fisich (-cs, -ca ) 3 (blutsverwandt) c…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leiblich

7 Bildungen · 2 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von leiblich

leib + -lich

leiblich leitet sich vom Lemma leib ab mit Suffix -lich.

leiblich‑ als Erstglied (2 von 2)

leiblichkeit

DWB

leiblich·keit

leiblichkeit , f. körperlichkeit, leben auf dieser körperwelt: da selbige .. den heutigen abend schwerlich überleben, sondern aus dieser lei…

leiblich als Zweitglied (3 von 3)

unausbleiblich

DWB

unau·s·bleiblich

unausbleiblich , verbaladj. adv. , für frz. immanquable, it. immancabile. ausbleiblich ist nicht gebildet. während unausbleiblich seit ende …

unbleiblich

DWB

unbleiblich , adj. adv. , nicht bleiblich. mhd. unblîbelich; mnl. onblijflijc. vereinzelt dafür unbleibend Paracelsus 1, 668 A , und öfter u…

Ableitungen von leiblich (2 von 2)

unleiblich

DWB

unleiblich , adj. , gth. v. leiblich. mhd. unlîplich incorporalis, incorporeus, mnl. onliflijc, cheit. von persönlich vorgestelltem, gott, g…

verleiblichung

DWB

verleiblichung , f. verkörperung, umformung in leibliche darstellung: der stier Apis würde für eine verleiblichung der seele des Osiris geha…