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Laute

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Adelung
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17 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Laute

Bd. 2, Sp. 1947
Die Laute, plur. die -n. 1) Ein musikalisches Saiten-Instrument von sehr angenehmen Klange, dessen Saiten mit beyden Händen geschlagen werden. Die Laute spielen. Die Laute schlagen. Eine gute Laute spielen, gut auf der Laute spielen. Er schickt sich dazu, wie der Esel zum Lautenschlagen, sagt man im gemeinen Leben von einem Menschen, welcher zu einer Sache höchst ungeschickt ist. Was die Laute, deren Dan. 3, 5, 15, nach Luthers Übersetzung gedacht wird, für ein Instrument gewesen, wird wohl nicht leicht bestimmt werden können. Indessen war doch die Laute, obgleich noch sehr einfach, schon den Griechen und Römern bekannt. Sie hieß daselbst Testudo, weil sie aus zusammen gefügten Schildkrötenschalen bestand. Boethius brachte sie in den spätern Zeiten wieder in Flor, und in den neuern Zeiten haben der Böhmische Graf Logi, welcher 1721 starb, und der bekannte Sylvio Leopold Weiß ihr diejenige Vollkommenheit gegeben, welche sie jetzt hat. Die Pandore oder Mandore und Zitther sind unvollkommene Arten der Laute. 2) Bey den Wollfärbern, eine lange hölzerne Krücke, womit man die Farbe in der Blauküpe herauf rühret. Vielleicht wegen einiger Ähnlichkeit, oder auch als eine verderbte Aussprache für Latte.[]Anm. Die Laute in der ersten Bedeutung heißt schon im mittlern Lat. Laudis und Lautus, im Engl. Lute, im Ital. Liuto. im Span. Laud, im Dän. und Schwed. Lut, im Böhm. Lautna, im mittlern Griech. λαουτο, λαβουτο und im Arab. mit vorgesetztem Artikel Alaud. Dem Scaliger zu Folge haben die Mohren dieses Werkzeug in Europa bekannt gemacht, welches aber wohl noch einer nähern Prüfung bedarf, da es vielmehr scheinet, daß sie dieses Instrument erst in Europa kennen gelernet. Wenigstens wird wohl niemand die Abstammung des Nahmens desselben von unserm Laut und lauten verkennen.
1790 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Laute

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Laute , plur. die -n. 1) Ein musikalisches Saiten-Instrument von sehr angenehmen Klange, dessen Saiten mit beyden Hä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Laute

    Goethe-Wörterbuch

    Laute Saiteninstrument Violen, L-n und Harfen 43,21,7 Cell I 1 24,358,10 Wj II 7 27,198,24 DuW 8 uö Ira Schimpf I.S.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Laute

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Laute (ital. liuto ), sehr altes Saiteninstrument, das bis auf den gewölbten Körper in Form und Spielart der Guitarre se…

  4. modern
    Dialekt
    Laute

    Rheinisches Wb.

    Laute lū·ə. Aach-Stdt Sg. t. f.: Gerücht; de L. gong dörch de Nobberschaff.

  5. Sprichwörter
    Laute

    Wander (Sprichwörter)

    Laute 1. Die Laute wird nicht gehört, wenn (man) die Trommel stört (schlägt). 2. Mancher will die Laute schlagen vnd wei…

  6. Spezial
    Laute, alternierendempl

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    Laute , mpl , alternierende звуки , мн , чередующиеся

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laute

107 Bildungen · 106 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

laute‑ als Erstglied (30 von 106)

Lauteinsatz

FiloSlov

laute·insatz

Lauteinsatz , m приступ , м → FiloSlov Eingang, m → FiloSlov Anglitt, m

lauteln

RhWB

laut·eln

lauteln luəln Mörs-Binsf schw.: schreien.

Lauteltag

Campe

† Der Lauteltag , — es, Mz. — e , im Osnabrückschen, ein Tag, aus dessen Beschaffenheit man die künftige Witterung voraussagt, z. B. Medardu…

lauten

FWB

1. allgemein: ›in unterschiedlicher Weise Töne, Laute von sich geben, klingen; großen Lärm, Geschrei machen; jammern, wehklagen; rauschen (v…

Lautenbach

Meyers

lauten·bach

Lautenbach (L. im Elsaß ), Dorf im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis und Kanton Gebweiler, an der Lauch im Blumental der Vogesen und an der …

Lautenbach, Konr

DWBQVZ

[---] ( übers. unter der vorr. ) Egesippi, des hochberhmten ... geschichtschreibers fnff bcher: vom jdischen krieg vnd endlicher zerstOe…

lautenbuch

DWB

lauten·buch

lautenbuch , m. lehr- und übungsbuch für die laute oder das lautenspiel: 1536 erschien zu Nürnberg ein newgeordnet künstlich lautenbuch von …

Lautenburg

Meyers

lauten·burg

Lautenburg , Stadt im preuß. Regbez. Marienwerder, Kreis Strasburg, an der Welle, die hier durch den Lautenburger See fließt, und an der Sta…

lauteneinklang

DWB

lauten·einklang

lauteneinklang , m. : träume mir wonne, du kind! holdseliger lauteneinklang hallt ins herz dir hinab zärtlichkeit! Voss 2, 17 .

lautener

DWB

laut·ener

lautener , m. lautenspieler: süszere wehmut lohnt auch dem lautener hier heiliger liebe gesang. Voss 2, 18 .

lautenhart

RhWB

lauten·hart

lauten-hart lǫudənha(r)t  Merz-Nunk , Trier-Euren , Daun-Neroth , Prüm-Birresborn , logdən- Prüm-Ihren ; lędən- Bitb-Mettend Adj.: sehr l…

lauten I

RhWB

lauten I = läuten (s. d.).

lauten II

RhWB

lauten II schw.: 1. laut sein, u. zwar lrhn. n. einschl. Malm-Weywertz Bütgenb Wirtzf , Prüm-Schüller Steffeln Hallschlag , Schleid-Dreiborn…

lautenist

DWB

laute·nist

lautenist , m. lautenspieler, aus der mittellateinischen form lutanista, lutinista ( voc. inc. theut. n 2 b ) herübergenommen: mit zwaien se…

lautenkasten

DWB

lauten·kasten

lautenkasten , m. kasten zur aufbewahrung einer laute: Bardolph stahl einen lautenkasten. Shakesp. Heinrich V, 3, 2 (Bardolph stole a lute-c…

lautenklang

DWB

lauten·klang

lautenklang , m. : dennoch in verliebtem drange wandl ich durch das grause dunkel mit gesang und lautenklange. Uhland ged. 151 .

lautenklavier

DWB

lauten·klavier

lautenklavier , m. eine gattung der alten klaviere, mit darmsaiten bezogen und von lautenähnlichem tone.

lautenkübel

DWB

lauten·kuebel

lautenkübel , m. trinkgeschirr von der form einer laute: ( dasz man auch beim trinken ) darnach, wann man inn die sprüng kommen, die mutwill…

Lautenkunst

Wander

lauten·kunst

Lautenkunst Die schön lautenkunst macht bey Jungfrawen gunst. – Gruter, III, 22; Lehmann, II, 85, 174; Sailer, 71.

lautenlied

DWB

lauten·lied

lautenlied , n. lied auf der laute zu spielen: lautenlieder, versz oder lieder auf seitenspil zuo schlahen, socianda verba chordis Maaler 26…

lautensack

DWB

lauten·sack

lautensack , m. behälter für die laute: lutensack, forulus, saccus in quo portatur luta. voc. inc. theut. n 2 b .

lautenschläger

DWB

lauten·schlaeger

lautenschläger , m. der die laute schlägt, lautenspieler: lutenschlaher, lutanista, lutinista. voc. inc. theut. n 2 b ; lautenschlaher fidic…

laute als Zweitglied (1 von 1)