Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kopieren
Kopie f. ‘Abschrift, Nachbildung’ (eines Kunstwerks), in der 2. Hälfte des 14. Jhs. aus mlat. copia ‘Abschrift’, lat. cōpia ‘Vorrat, Menge, Fülle’ entlehnt. Sowohl mlat. copia als auch frühnhd. copie, copy (vom 14. bis 18. Jh. auch diphthongiert copei; Schreibung mit k erst im 19. Jh.) gehören ursprünglich der Kanzleisprache an (den Vorrat vermehrende ‘Vervielfältigung, Abschrift eines Schriftstücks’). In der 2. Hälfte des 17. Jhs. wird Kopie auch auf Nachbildungen von Kunstgegenständen übertragen und allgemein als Gegensatz von Original gebraucht. – kopieren Vb. ‘abschreiben, nachbilden, nach…