klosz,
m. ,
zuweilen n. gleba, klumpe, geballte runde oder formlose masse. II.
Formen und verwandtschaft. I@aa)
ahd. chlôʒ,
mhd. klôʒ,
noch nhd. mit langem vocal (
daher kloosz
z. b. Fleming, Rist);
pl. klösze,
vom n. klöszer (Steinbach 1, 876),
mhd. aber klôʒe,
ahd. chlôʒâ (Weigand 1, 600),
und so ohne umlaut noch im 16.
jh., s. z. b. aus Soltau
unter II, 4,
a. nd. klôt (
gött. klât),
mnd. clôt, cloet,
nrh. kloit Dief. 265
c,
nl. kloot.
auch schwed. klot
n., dän. klod, klode,
norw. klôt
m. (klte
f.),
altn. isl. klôt
n., in der bed. freilich vielfach eigen entwickelt. auch sind bes. reiche nebenformen da (
s. d ff.). I@bb)
nächstverwandt ist klotz (
s. d.),
und da auch klosz
urspr. von holzstücken galt (
s. II, 8),
so deuten beide auf ein altes chlioʒan, klieʒen
spalten, das zwar selbst nicht nachgewiesen ist, aber es lebt noch jetzt bair., östr. in kleuzen, kloizen
spalten Schm. 2, 365;
das eu
ist wie in kleuben
u. a. (
s. sp. 1161
unten),
das z
wie in waizen
für mhd. weiʒe.
es gilt besonders vom spalten des holzes zu dauben für salzkufen, das danach kleuzholz, kleuzelholz
heiszt, der spalter kleuzer, kleuzler (kleizer, kleizholz
in urk.),
vergl. Scheuchenstuel 140.
eine nebenform klötzen (klêzen),
holz zu dauben, schindeln u. dgl. spalten stellt sich unmittelbar zu klosz
oder klotz.
man sehe auch II, 8,
b a. e. I@cc)
auch auf englischem boden sind spuren jenes starken verbums in nordengl. clut
keil Halliw. 258
b,
altengl. clote
und eigen auch clite 257
a, 256
a,
auch clate 252
b, 'clete,
cleat, clate, cuneus' Stratm. 111,
der keil als werkzeug zum spalten. die formen deuten als ags. neben cleótan
auch ein starkes clîtan
an (
vgl. sp. 1162 klîben
neben klieben). I@dd) klosz
selbst hat eine nebenform mit anderm vocal im nd. gebiete, die jetzt dort vorherschend ist für klumpe und von klôt
geschieden, das nur hie und da noch für kugel oder haufe besteht: clute massa 15.
jh. Diefenb. 350
c, erdenkludt
gleba (klütich
glebosus) Chytraeus
nom. c. 9, klute
brem. wb. 2, 809 (klutern
sich ballen, osnabr. klütern
mit schneeballen werfen), klût
m. Frommann 5, 152. 527; klûten
m. Schambach 105
a,
ditm. klutt,
ostfries. klute Stürenburg 114
a, klût Frommann 4, 357,
in Ostpreuszen klute
erdklosz (klüzig
klöszig) Hennig
preusz. wb. 126,
nrh. cluyt
Teuth., nl. kluit
f. vgl. kleuder 3. I@ee)
eine zweite nebenform erscheint in nl. kloet (
s. 7. 8,
d),
fläm. kloet
klump von klei u. ä. (Schuerm. 254
b),
neben kloot
und kluit
mit eignem vocal (
es würde mhd. kluoʒ
sein).
sie kann auch nd. vorliegen in klôt,
md. in der volksm. form klusz,
schon in Diefenb.
Erfurter wb. von 1470
sp. 141
kluesz globus, kluslicht
globalis; in einem thür.-sächs. kinderspruche heiszt es Luischen, koch klüszchen, koch gundermann dran,
schles. sind klüszel
klösze. I@ff)
eine dritte nd. nebenform zeigt sogar s
im auslaut: mnd. clûs massa Dief. 350
c neben obigem clute,
westf. klos
klotz Fromm. 5, 169, klosse
klotz Stürenburg 112
b,
nl. klos, klosken
gleich kloot
testiculus Kilian, klossen
mit kugeln spielen; da liegt auch wieder doppelter vocal vor, ähnlich wie in klôsz
und klotz.
auch nord. in schwed. dial. klosa, klysja
f. klümpchen Rietz 330
a. 331
a,
dän. dial. klöse,
norw. klysa
f. klümpchen. wegen des s
vgl. klinse a. e., katze I, 3, klunsbirne.
s. auch klessen. IIII.
Bedeutung und gebrauch. II@11)
die gewöhnliche bed. ist klumpe. so II@1@aa)
früher klosz von gold, blei, eisen, goldklosz, bleiklosz, eisenklosz,
vergl.klotz II, 7: S. Nicolaus als ein biscoff mit einer korkappen und hute, ein stab und iij klosz gold in den henden
erscheint in der Zerbster procession Haupts
zeitschr. 2, 293,
der klosz gold
hat die geschäftliche bedeutung der heutigen goldbarren, denn es ward das gold in klôʒen, knollen
aufbewahrt und verschenkt Parz. 10, 5. 17, 23,
wie auch in apfelform (Dietrich
bei Haupt 11, 420. 12, 251),
der apfel hat ja kloszform. geld reimt sich in die welt, dort in Abrahams schosz gilt mehr ein eitrich schwer als wol ein göldner klosz. Logau 1, 9, 43. II@1@bb)
von andrer masse aller art: ich wolt und solte schreiben, doch hatt ich gleichwol nicht was dint und feder ist. ich must ein schwarzes kloosz in meine trähnen reiben. Fleming 113,
muszte mir aus meinen thränen und einem klumpen schwärze die tinte bereiten. ein klosz schnee Rädlein 546
b, eisklösze
beim eisgang Bronner
fischerged. (1787) 140. 144. klosz
aus lehm, thon, feuchter erde u. dgl., geballtes stück, klösze
von koth, schnee die sich beim gehen an die füsze hängen ( Campe),
ein klosz butter,
rundliches stück ( Campe). klösze, klöszer
pl. heiszen in den salzkoten die stücksteine womit die wirker den raum zwischen der pfanne und dem herd mit gassenkoth verkleiben, das feuer abzuschlieszen. Frisch 1, 524
c. II@1@cc)
besonders gleba closz Trochus, klosz erden, erdenklosz,
scholle: wenn der staub begossen wird (
vom regen), das er zu hauf leuft und die klösze an einander kleben.
Hiob 38, 38; ich ward wie staub, der auf der flur zusammen läuft, wann deine wolken ihn begossen und klosz an klosz sich nun zusammen häuft. Karschin 8; da war kein klosz der ruhig blieb, man warf die erde gar durchs sieb. Bürger 77
a; (
der kobold, der) doch sonst die leute neckt und schändet, mit klöszen wirft und schnarcht und knurrt. Voss 6, 198; die klösze auf dem acker zerschlagen. Steinbach 1, 876 (
nd. kluten
brem. wb. 2, 810).
ein recht landbäuerliches sächs., thür. sprichwort 'von zwanzig (
oder hundert) ackern ein klosz'
bezeichnet ein weitschichtiges, unsicheres verwandtschaftsverhältnis, thür. auch von zwanzig (hundert) suppen eine weichel (
brotschnitte in der suppe). II@1@dd)
dieser klosz
erhielt durch eine bibelstelle höhere bed.: gott der herr machet den menschen aus dem erdenklos.
1 Mos. 2, 7; der den klos zum menschen beseelet. Fr. Müller 1, 19; der wild', ein kaum belebter klosz, wird mensch, blickt um sich und empfindet. Voss (1825) 3, 175. II@1@ee)
auch das ganze erdreich wird danach so genannt: die erd ist sauber und beleckt .... und wird vom himmel liebgewonnen, der sich herab in ihren schosz durch einen warmen regen machet und schwängert ihren dürren klosz, dasz alles fröhlich steht und lachet. S.
Dach bei Albert 2, 11; schauet nach oben dann, ihr lieben, nicht auf den bunten blühenden klosz, der euch nährt, beschränket den blick. Kosegarten
Jucunde (1808) 118. II@1@ff)
selbst die erdkugel, mit beimischung der bed. 4: gott, der du den kloosz der erden ... durch dein wort hast lassen werden. Rist
himl. lieder 56; auf den erdenklos, auf dem wir alle wallen. Wieland 9, 113. II@1@gg)
eigen selbst die hölle: darum wir uns schreiben also mächtiglich wir Tod ain gewaltiger herr auf erden grosz, herr im luft, im mör und in der hellen klosz.
spil vom aigen gericht und sterbenden menschen, München 1510 (
Calvarys antiqu. kat. 45
s. 12). II@22)
klumpige masse, wie eben auch klumpen
gebraucht wird; schon ahd. 'chlôʒ
massa'. II@2@aa)
die töpfer nennen einen haufen zubereiteten thones einen klosz ( Adelung);
nd. ist klôt
ein aufgeschichteter haufe torf oder bült, so ditm. törfklôt, bültklôt (
unterschieden von klutt
erdklosz),
ostfries. törfklote,
davon kloten
in solche haufen setzen Stürenburg 112
b;
engl. clod
ist geradezu torf. II@2@bb) 'auf einen klosz',
in masse, in wüstem haufen durch einander, wie auf einen klumpen
werfen u. dgl.; in eim klosz lag das gebäude. Mich. Reinhart
einfältiger bericht 1587. '
ein new lied von dem gefangenen herzog Henrich von Braunschweig'
beginnt: frisch auf in gottes namen, ir werden fürsten Christi grosz, fürwar ir macht zu schamen papisten all uf einen klosz.
zeitschr. des hist. vereins für Niedersachsen, jahrg. 1852 (
Hann. 1855) 1, 156,
s. dazu klotz II, 7,
e und vergl. mhd. an einem klœʒel ligen
zum knäuel geballt, zusammengekauert, in einen clôʒ gesmogen
Ludw. kreuzf. 3949
von kriegern die in gefahr einen haufen, '
klumpen'
bilden. so nd. klute: wie gören leten uns spelwark un kröpen in den abeneck (
ofeneck) up einen kluten tausam. Reuter
camellen 1860 174.
s. auch klumpe II, 2, knopf II, 8. II@2@cc) Opitz
nennt das chaos klosz,
wie klumpen,
er hatte wol zugleich Ovids rudis indigestaque moles
im sinne: es stritten wider sich nasz, trucken, warm und kalt, der ungemachte klosz lag öd und ungestalt. 3, 211. II@33) klosz
als speise, II@3@aa) fleischklosz
u. ä.; bes. von mehl und kartoffeln, rund geballt, nordd. klüte, klümpe
pl., ditm. klütjen,
schles. klüszel,
bair. knoden, knödel,
schwäb. knöpfle.
genauer mehlklösze, kartoffelklösze,
auch semmelklösze, karthäuserklösze, zwiebelklösze, speckklösze, hefenklösze, krautklösze, leberklösze, griesklösze, stärkemehlklösze, birnklosz, pflaumenklosz, hutzelklosz
u. s. w.: ein gericht klösze und geräuchert schweinefleisch. Riemer
polit. maulaffe (1679) 106.
wer eine schwere zunge hat, von dem sagt man, er spricht als hätte er klösze im munde. II@3@bb)
auch von schliffigem, unausgebacknem brot oder kuchen sagt man, sie seien wie klosz, wahrer klosz. II@44)
kugel: klosz, klotz
une boule Rädlein 546
b.
schon ahd. chlôʒ
sphaera, pila Schm. 2, 366. Mones
anz. 7, 602. globus
wird im 15.
jh. erklärt mit klosz, kloisz, kluesz,
nd. kloet, clot Dief. 265
c,
auch klosse, closse
das. (Mones
anz. 7, 299
a),
d. i. wol klôsze,
schwaches masc., gleich nd. klûte I,
d. noch ist schwed. klot
kugel überhaupt. II@4@aa)
kugel zum schieszen: klôs,
missile. Alberus kk 1
b.
die geschützkugel hiesz früher klosz, klotz, büchsenklosz (
ein beispiel unter ermel 3, 914),
nd. bussenklôt,
noch nl. buskloot
flintenkugel. in einem liede von der belagerung der feste Würzburg durch die bauern i. j. 1525: dazu zwo büchsen, waren grosz, sie triben (
schossen) stein und grosze klosz. Soltau 2, 108; klösze zum geschütz Frisch 1, 525
a aus Stettler
annal. helvet.; sie schotten dar mannigen bussenklot. Uhland
volksl. 962; die Franzoisen hebben daer gelaten bussen, poeyer (
pulver) ende clooten goet.
hor. belg. 11, 325. 276; drij cloit ierst ingeschossen, die waren groit ind swair. Wierstraat
belag. von Neusz 479; zor stat schussen, as ik meinen, drij cloit einen nae dem andren (
hohlkugeln mit briefen). 2383
u. o.; dair der slangen (
geschütze) scharpe vunken uiszdruckten manchen donrekloet. 211,
nl. donderkloot
heiszt der blitz, '
telum Jovis' Kilian.
eigen die nd. form in hd. texte: auch krigten sie underwegen einen kleinen ledigen bording (
lichterschiff), der eczlich steinklote und pulver zum Braunsperge gebracht. A. Meckelburg
Joh. Freiberg 302. II@4@bb)
eine art kegelkugel hiesz nd. ein scheve klôt,
wol weil er in '
schiefer',
krummer linie geworfen, '
getrieben'
wird (Lüntzel
stiftsfehde 230. 220. J. Grimm
Gött. gel. anz. 1850
s. 763.
Claws bûr 430. 433. Homeyer
richtst. 43
fg.),
ebenso bosselklôd Lüntzel
stiftsf. 213, bosklot
globus (
vgl. globisare
globis ludere, boszen) Dief. 265
c, boitkloit
Teuth. (boszklotz
oben 2, 270),
nl. kegelkloot.
ostfries. klôt, klote
holzkugel zum wurfspiel (klôtscheten)
oder kegeln Stürenburg 112
b. discus
wird im 15.
jh. mit worf
vel blye klosze, klosz von blye,
nd. blîen clôt
erklärt (Dief. 185
b).
auch schweiz. den klosz treiben
beim studum oder morenjagen J. H. Ammann
kinderspiel, Zürich 1675,
s. Rochholz
alem. kinderlied s. 397,
er ist von holz. s. auch 5
und klotz 8. II@4@cc)
mhd. auch der spielball, s. das mhd. wb. II@4@dd)
der schwertknauf, des swertes klôʒ
Ortnit 188.
ebenso altn. klôt
n. (Biörn 1, 461
a,
bei Rietz 330
a aber klot),
dän. klod. II@55)
dem klosz
als spielkugel ähnlich ahd. chlôʒ
turbo Schm. 2, 366,
mhd. Scherz 798, klosz, damit die kind spielen,
turbo, trochus Dasyp. 364
d, Golius 256,
kreusel, topf damit die kinder spielen Rädlein 546
b,
mnd. dryveklôt
torcus hor. belg. 7, 25
a (
wie vom scheven klôt
Claws bûr 430 drîven
treiben gebraucht wird). (
langt mir) ti schnur zu klos, topf, hawergaisen, ich will si schnurren, murren weisen (
lehren). Fischart
Garg. 37
b (
Sch. 56). II@66)
testiculus, hode, nach der bed. 4 (
vgl.kaule kugel 3
a. e.),
mnd. clôt Dief. 581
b,
nnd. kloot,
pl. klöte
brem. wb. 2, 809 (klootsak
hodensack), klote, klöte,
pl. klöten Stürenburg 112
b,
westf. klaut, kläut, klout,
nl. kloot,
pl. klooten.
auch hd. erscheint es rhein. und md.: weinrauten über die hoden oder klösz gelegt vertreibet die geschwulst derselben. Tabernaem. 400; wider die hodengeschwulst netze ein leinin tüchlein in diesem wasser und legs warm über die klösz. 572;
noch in Nassau klösz
pl. Kehrein
nachtr. 29,
in Posen klüsze, klüszel, klöszchen
pl. Bernd 128;
vgl.hankloszer
corna Trochus K 4
a.
ebenso wieder klotz. II@77)
wie klotz,
von einem plumpen menschen. Campe: er sperrt, er brüstet sich und macht sich eben grosz, wenns aber klappens gilt, ist er ein armer klohs.
reime dich oder ich fresse dich 184; die Esquimaux sind wild und grosz, zu allem guten träge, da schalt ich einen einen klosz, und krigte viele schläge. Claudius 5, 166; das ist ein rechter klosz,
dummer mensch, ohne weltkenntnis, studentisch. Kindleben
studentenlex. 120.
daher wol der name Klosz,
nd. Klot,
schon mhd. Clôʒ
livl. chron. 8779.
auch nl. kloet
tölpel, grober kerl, kloete Kilian,
niederrh. klût, kölsche klût
spottname der Kölner, vgl. nordengl. cloit
a clown or stupid fellow Hall. 256
b.
s. auch klöszlein 3.
es wird von der folg. bed. herrühren. merkwürdig im auslaut schweiz. klöti
m. grobian, '
klotz' Stalder, Gotthelf. II@88) klosz
galt urspr. auch von holzstücken, besonders plumpen. II@8@aa)
völlig gleich klotz:
robur (
stamm, block), klotz, closz. Dief. 499
c aus einem md., wahrscheinlich rhein. voc. II@8@bb)
mhd. klôʒ
keil, also übereinkommend mit jenem altengl. clete
unter I,
c; von einer ohnmächtigen heiszt es im Lohengrin 7240,
dasz man ihr die verbissenen zähne ûf lôst mit einem klôʒe (
vgl.knebel 4
in gleichem gebrauch bei jägern).
von diesem klôʒ
ist wol das klœʒen,
praet. klôʒte
klage 846, Wolfram
Wh. 34, 3,
für losreiszen, trennen, eig. mit einem klôʒ
keil, und damit könnte das bair. klötzen
unter I,
b a. e. im grunde eins sein, denn die handschr. bieten dort auch klœtzen, klotzen,
und ein bair. östr. klötzeln (klêzeln,
niederöstr. gledsln) Schm. 2, 365, Castelli 141,
im kleinen losspalten, losmachen, knaupeln, stellt sich zu klötzen
gerade wie kläubeln
zu klauben. II@8@cc)
ähnlich ist der klôʒ,
mit dem eine thüre von auszen versperrt, verrammelt wird: swer ouch twinget einen klôʒ zwischen armer liute tür, daʒ sie verbrinnen und niht herfür mügen kumen.
Renner 7094,
d. i. knebel, stück holz in das schlosz geklemmt, gleich dem klotz 5,
mit dem man einen knebelt; einen rest dieser bed. s. in klöszlein 2.
auch schon ahd. chlôʒ
zapfen (Weigand 1, 600),
vgl.klotz 5,
b. auf nordd. schiffen heiszen gewisse kleine holzstücke kloten,
zur leitung eines laufenden taues. II@8@dd)
zeugnisse für diese bed., die dem ursprung am nächsten stehen wird, geben auch norw. klte
f. rundliches holzstück, schwed. klot
n. kegel Rietz 330
a,
vielleicht nl. kloet
f. ruderstange, bei Kilian kloete (
auch ofenkrücke), kloetstock,
ostfries. klôtstok Stürenburg 112
b,
holst. klôt,
auch springstock in den marschen, s. Schütze 2, 281 (
mit abbildung). II@99)
erwähnenswert sind ein paar volksmäszige anwendungen, es wird noch manches der art fehlen. II@9@aa)
thür. von büchern, ein alter klosz, dicker klosz, 'immer über seinen klöszen sitzen' (
Weimar),
das buch ist wol da verächtlich als klump, klotz bezeichnet. doch vgl. kloszen 4. II@9@bb)
nach kloszdeckel
gleich hut bei Campe
scheint ebenso der kopf als klotz bezeichnet. II@9@cc)
merkwürdig bei Schweinichen 1, 331 mit einem im klosze liegen,
im hader, zwist. zu klosz 2,
b, eig. von ringenden?