Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
klieben
klieben
klieben Vb. ‘spalten’ (nur südd. öst., im übrigen Sprachgebiet seit dem 17./18. Jh. außer Gebrauch). Das starke Verb ahd. klioban (9. Jh.), mhd. klieben, asächs. klioƀan, mnd. klūven, mnl. clieven, nl. klieven, aengl. clēofan, engl. to cleave, anord. kljūfa, schwed. klyva ‘spalten’ (germ. *kleuban) führt mit griech. glýphein (γλύφειν) ‘aushöhlen, in Stein, Erz, Holz eingraben, gravieren’, glyphís (γλυφίς) ‘Kerbe’, lat. glūbere ‘abschälen, besonders ein Tier abdecken’ und vielleicht auch aslaw. glǫbokъ, russ. glubókij (глубокий) ‘tief’ auf ie. *gleubh- ‘schneiden, schnitzen, abschälen’ (dazu s. auch klauben, Kloben, 1Kluft, Knoblauch).