Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kauern
kauern
kauern Vb. ‘sich gekrümmt niederbücken, in sich gekrümmt hocken’. Das erst seit dem 18. Jh. in der hd. Literatur (vielleicht unter dem Einfluß des Gebrauchs bei Goethe) auftretende Verb wird noch von Campe zu den „niedrigen“ Wörtern gezählt. Vorauf geht mnd. kūren ‘(dem Wild) auflauern, spähend schauen’ (daraus engl. to cower ‘sich ducken, hocken’); verwandt sind anord. kārr ‘kraus, lockig; krause Locke’, schwed. norw. kura ‘sich niederducken’ sowie lit. gur̃nas ‘Hüfte, Hüftknochen’, griech. gȳrós (γυρός) ‘rund, gebogen, krumm’, die mit r-Suffix zur Wurzel ie. *geu-, *gū- ‘biegen, krümmen, wölben’ gebildet sind.