Eintrag · Westfälisches Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
Mittelniederdeutschhü̑nem.
Mittelniederdeutsches Wb.
hü̑ne , m. , Hüne, Riese, „gigas”. Subst. de Hü̑nen, pl. , östliche nicht christliche Völker, Hunnen, Ungarn. —
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschHüneDer
Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege
△ Der Hüne , des — n, Mz. die — n , ein Riese, ein ungewöhnlich großer und starker Mensch. Sein Lanzenwurf traf einen Kr…
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18./19. Jh.
Goethe-ZeitHüne
Goethe-Wörterbuch
Hüne riesenhafter Held aus nordischer Vorzeit, hier wohl in allegor Zshg gemeinsam mit den Helden aus dem MA als Vorfahr…
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19./20. Jh.
Konversationslex.Hüne
Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg
Hüne (früher Henne , mittelhochd. hiune ), ursprünglich soviel wie Hunne (Volksname); dann soviel wie Riese, Recke aus s…
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modern
DialektHǖnem.
Westfälisches Wb.
Hǖne m. [verstr.] sehr große (männl. oder weibl.) Person. ’n Hüne van Kerl ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Gohfeld Go ). N…
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SpezialHüne
Deutsch-Ladinisch (Mischí)
Hü|ne m. (-n,-n) 1 ‹mitol› gigant (-nc) m. , colos (-sc) m. 2 ‹fig› (riesiger Mensch) gigant (-nc) m. , colos (-sc) m.
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit huene
45 Bildungen · 34 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen
huene‑ als Erstglied (30 von 34)
hü̑nenbedde
MNWB
hü̑nenbedde Hünengrab.
hünenbett
DWB
hünenbett , n. riesenhügel, riesengrab; niederdeutsch hünebedde. Grimm mythol. 489 . Frisch 1, 448 c .
Hünenbette
Campe
Das Hünenbette , des — s, Mz. die — n, s. Campe Hünengrab .
Hünenburg
Meyers
Hünenburg , s. Meyers Teutoburger Wald .
Hünenburgen
Meyers
Hünenburgen ( Hünenringe ), s. Meyers Befestigungen, vorgeschichtliche .
hünengestalt
DWB
hünengestalt , f. von einem grosz gewachsenen menschen, neuerdings beliebt: es ist eine wahre hünengestalt. vergl. DWB hünenwuchs .
hünengrab
DWB
hünengrab , n. grab eines riesen, hünen; oberdeutsch im 14. und 15. jahrh. heiszen örtlichkeiten ze Húnengrebern, an Húnungreber weg Mone ur…
Hünengräber
Meyers
Hünengräber , s. Meyers Gräber, vorgeschichtliche .
Hǖnengrāf
WWB
Hǖnen-grāf n. [verstr.] Hünengrab; Hügelgrab aus vorchristlicher Zeit ( Kr. Minden Min Ha).
Hünengraff
MeckWB
Wossidia Hünengraff n. Hünengrab Gü Güstrow@Tarnow Tarn ; dat Hünengraff is ut oll Tiden, as de Hünen hier noch husiert hebben Sta Stargard@…
hünenhaft
DWB
hünenhaft , adj. riesenhaft, riesenmäszig: ein hünenhafter wuchs.
hünenhügel
DWB
hünenhügel , m. hünengrab. Frisch 1, 448 c .
Hünenkampf
Campe
Der Hünenkampf , des — es, Mz. die — kämpfe , ein Kampf zwischen Hünen oder der Hünen; wie auch, ein Kampf mit einem Hünen; der Riesenkampf …
Hǖnenkirkhof
WWB
Hǖnen-kirk-hof m. altgermannische Grabstätte ( Kr. Beckum Bek Al).
Hünenkleid
Campe
† Das Hünenkleid , des — es, Mz. die — er , im Osnabrückschen, ein Todtenkleid; auch Heunenkleid . S. Campe Hüne .
Hǖnenknap
WWB
Hǖnen-knap m. Hügel, der sich durch seine Höhe auszeichnet oder wo vorzeitliche Gräber gefunden worden sind ( Kr. Beckum Bek Al).
Hünenkraft
Campe
Die Hünenkraft , Mz. die — kräfte , die Kraft eines Hünen oder Riesen, eine große ungewöhnliche Kraft. Und ihr schmäliches Grab sprengt' er …
Hünenkrieg
Campe
Der Hünenkrieg , des — es, Mz. die — e, s. Campe Hünenkampf .
Hünenmäßig
Campe
Hünenmäßig , adj . u. adv . einem Hünen gemäß, angemessen, einem Hünen ähnlich, riesenhaft (gigantisch ). Eine hünenmäßige Gestalt.
Hǖnenring
WWB
Hǖnen-ring m. wallförmige, vorgeschichtliche Befestigung (Lippe WWB-Source:219:Oesterh Oesterh ).
Hünenschanzen
Meyers
Hünenschanzen , Hünenwall , s. Meyers Befestigungen, vorgeschichtliche .
hünenschultrig
DWB
hünenschultrig , adj. und adv. : hünenschultrig, wohlgebaucht, glänzt die schneeige durchlaucht ( ein schneemann ). Voss 5, 216 .
hünenschwert
DWB
hünenschwert , n. riesenschwert: er schwingt sein hünenschwert empor. Uhland ged. 202 .
Hünenstärke
Campe
○ Die Hünenstärke , o. Mz . die Stärke eines Hünen, eine große Stärke.
Hünenstark
Campe
○ Hünenstark , adj . u. adv . stark wie die Hünen, wie ein Hüne, d. h. sehr stark. Kosegarten.
Hünenstein
Campe
Der Hünenstein , des — es, Mz. die — e , ein Grabstein, Leichenstein, ein Stein auf einem Hünengrabe.
Hünenstiert
MeckWB
Wossidia Hünenstiert m. 'Riesenschwanz' im Hausstandsreim: Hünenstiert Heit min Pierd Gü Güstrow@Gülzow Gülz .
Hünenstreit
Campe
Der Hünenstreit , des — es, Mz. die — e, s. Campe Hünenkampf .
Hünenvolk
Meyers
Hünenvolk , das vermeintlich riesenhafte Geschlecht, das in grauer Vorzeit unsre Gegenden bewohnte und die großen Erd- und Steinmonumente er…
hünenwuchs
DWB
hünenwuchs , m. : es ist altsächsischer stamm, .. breite schultern, hünenwuchs, offne züge, wucht in jeder bewegung. Freytag handschr. 1, 10…
‑huene als Zweitglied (11 von 11)
hü̑rschü̑ne
MNWB
° hü̑rschü̑ne Mietsscheune (Meckl. Ub. 14 Nr. 8332).
parschschü̂ne
MNWB
parschschü̂ne s. (pers)schü̂ne.
parsschü̂ne
MNWB
parsschü̂ne s. ( pers)schü̂ne.
perschü̂ne
MNWB
perschü̂ne s. ° persschü̂ne.
rêⁱperschü̂ne
MNWB
rêⁱperschü̂ne , f. : Schuppen in dem Seile oder Taue gelagert werden, in der r. twê nîe geslāgen touw (Hans. Ub. 9, 47).
schâpschü̂ne
MNWB
schâpschü̂ne , f. , Schafstall.
schuene
KöblerMnd
schuene , F. Vw.: s. schǖne
têgelschü̂ne
MNWB
têgelschü̂ne ( tagel- [Geismar Chr. 150] wohl verlesen), *° -schö̂ne (Sehling 4, 177), f. ( Dat. Sg. -n ): Trockenscheune für Ziegel vor dem…
tēgetschü̂ne
MNWB
tēgetschü̂ne , tênt- , ° tēgetschü̂nende (Schröder Pap. Meckl. 2, 2001), f. : Lagergebäude, Scheune in die die Zehntangaben eingebracht werd…
Teindschǖne
WWB
Teind-schǖne f. Zehntscheune ( Kr. Höxter Höx Lü).
têntschü̂ne
MNWB
têntschü̂ne s. tēgetschü̂ne.