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huene

mnd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Alle 8 Wörterbücher
Anchors
9 in 8 Wb.
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Sprachstufen
6 von 16

Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

hüne m.

Bd. 10, Sp. 1942

hüne , m. riese. das mhd. Hiune, dem ahd. Hûn, und mittellat. Hunnus entspricht: die Hunnen, Hünen Hunni Maaler 233 a , war von dem begriff des Hunnen seit dem 13. jahrh. auch auf den eines riesen übertragen worden ( vergl. Grimm mythol. 489 f. ), und hielt sich in dieser bedeutung unter verschiedener dialektischer form bis ins 16. jh. hinein, mittel- und niederdeutsch als hûne, ober- und schriftdeutsch als heune ( vgl. sp. 1290): gigas rese ł hune, hune ł heune Dief. 262 b ; gygas recke, rese, hune nov. gloss. 192 a ; des achten wie kleine so ein har, si bringen hunen ader resen. Liliencron v…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    hü̑nem.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    hü̑ne , m. , Hüne, Riese, „gigas”. Subst. de Hü̑nen, pl. , östliche nicht christliche Völker, Hunnen, Ungarn. —

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    HüneDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    △ Der Hüne , des — n, Mz. die — n , ein Riese, ein ungewöhnlich großer und starker Mensch. Sein Lanzenwurf traf einen Kr…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hüne

    Goethe-Wörterbuch

    Hüne riesenhafter Held aus nordischer Vorzeit, hier wohl in allegor Zshg gemeinsam mit den Helden aus dem MA als Vorfahr…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hüne

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Hüne (früher Henne , mittelhochd. hiune ), ursprünglich soviel wie Hunne (Volksname); dann soviel wie Riese, Recke aus s…

  5. modern
    Dialekt
    Hǖnem.

    Westfälisches Wb.

    Hǖne m. [verstr.] sehr große (männl. oder weibl.) Person. ’n Hüne van Kerl ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Gohfeld Go ). N…

  6. Spezial
    Hüne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hü|ne m. (-n,-n) 1 ‹mitol› gigant (-nc) m. , colos (-sc) m. 2 ‹fig› (riesiger Mensch) gigant (-nc) m. , colos (-sc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huene

45 Bildungen · 34 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

huene‑ als Erstglied (30 von 34)

hünenbett

DWB

huene·n·bett

hünenbett , n. riesenhügel, riesengrab; niederdeutsch hünebedde. Grimm mythol. 489 . Frisch 1, 448 c .

hünengestalt

DWB

huene·n·gestalt

hünengestalt , f. von einem grosz gewachsenen menschen, neuerdings beliebt: es ist eine wahre hünengestalt. vergl. DWB hünenwuchs .

hünengrab

DWB

huene·n·grab

hünengrab , n. grab eines riesen, hünen; oberdeutsch im 14. und 15. jahrh. heiszen örtlichkeiten ze Húnengrebern, an Húnungreber weg Mone ur…

Hǖnen-grāf

WWB

huene·n·graf

Hǖnen-grāf n. [verstr.] Hünengrab; Hügelgrab aus vorchristlicher Zeit ( Kr. Minden Min Ha).

Hünengraff

MeckWB

huene·n·graff

Wossidia Hünengraff n. Hünengrab Gü Güstrow@Tarnow Tarn ; dat Hünengraff is ut oll Tiden, as de Hünen hier noch husiert hebben Sta Stargard@…

hünenhaft

DWB

huene·n·haft

hünenhaft , adj. riesenhaft, riesenmäszig: ein hünenhafter wuchs.

Hünenkampf

Campe

huene·n·kampf

Der Hünenkampf , des — es, Mz. die — kämpfe , ein Kampf zwischen Hünen oder der Hünen; wie auch, ein Kampf mit einem Hünen; der Riesenkampf …

Hǖnen-kirk-hof

WWB

Hǖnen-kirk-hof m. altgermannische Grabstätte ( Kr. Beckum Bek Al).

Hünenkleid

Campe

huene·n·kleid

† Das Hünenkleid , des — es, Mz. die — er , im Osnabrückschen, ein Todtenkleid; auch Heunenkleid . S. Campe Hüne .

Hǖnen-knap

WWB

huene·n·knap

Hǖnen-knap m. Hügel, der sich durch seine Höhe auszeichnet oder wo vorzeitliche Gräber gefunden worden sind ( Kr. Beckum Bek Al).

Hünenkraft

Campe

huene·n·kraft

Die Hünenkraft , Mz. die — kräfte , die Kraft eines Hünen oder Riesen, eine große ungewöhnliche Kraft. Und ihr schmäliches Grab sprengt' er …

Hünenmäßig

Campe

huene·n·maessig

Hünenmäßig , adj . u. adv . einem Hünen gemäß, angemessen, einem Hünen ähnlich, riesenhaft (gigantisch ). Eine hünenmäßige Gestalt.

Hǖnen-ring

WWB

huene·n·ring

Hǖnen-ring m. wallförmige, vorgeschichtliche Befestigung (Lippe WWB-Source:219:Oesterh Oesterh ).

hünenschultrig

DWB

huene·n·schultrig

hünenschultrig , adj. und adv. : hünenschultrig, wohlgebaucht, glänzt die schneeige durchlaucht ( ein schneemann ). Voss 5, 216 .

hünenschwert

DWB

huene·n·schwert

hünenschwert , n. riesenschwert: er schwingt sein hünenschwert empor. Uhland ged. 202 .

Hünenstark

Campe

huene·n·stark

○ Hünenstark , adj . u. adv . stark wie die Hünen, wie ein Hüne, d. h. sehr stark. Kosegarten.

Hünenstein

Campe

huene·n·stein

Der Hünenstein , des — es, Mz. die — e , ein Grabstein, Leichenstein, ein Stein auf einem Hünengrabe.

Hünenstiert

MeckWB

Wossidia Hünenstiert m. 'Riesenschwanz' im Hausstandsreim: Hünenstiert Heit min Pierd Gü Güstrow@Gülzow Gülz .

Hünenvolk

Meyers

huene·n·volk

Hünenvolk , das vermeintlich riesenhafte Geschlecht, das in grauer Vorzeit unsre Gegenden bewohnte und die großen Erd- und Steinmonumente er…

hünenwuchs

DWB

huene·n·wuchs

hünenwuchs , m. : es ist altsächsischer stamm, .. breite schultern, hünenwuchs, offne züge, wucht in jeder bewegung. Freytag handschr. 1, 10…

huene als Zweitglied (11 von 11)

rêⁱperschü̂ne

MNWB

reiper·schuene

rêⁱperschü̂ne , f. : Schuppen in dem Seile oder Taue gelagert werden, in der r. twê nîe geslāgen touw (Hans. Ub. 9, 47).

têgelschü̂ne

MNWB

tegel·schuene

têgelschü̂ne ( tagel- [Geismar Chr. 150] wohl verlesen), *° -schö̂ne (Sehling 4, 177), f. ( Dat. Sg. -n ): Trockenscheune für Ziegel vor dem…

tēgetschü̂ne

MNWB

teget·schuene

tēgetschü̂ne , tênt- , ° tēgetschü̂nende (Schröder Pap. Meckl. 2, 2001), f. : Lagergebäude, Scheune in die die Zehntangaben eingebracht werd…

Teind-schǖne

WWB

Teind-schǖne f. Zehntscheune ( Kr. Höxter Höx Lü).