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Herbst

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Herbst

Bd. 3, Sp. 541
Herbst Rhfrk uNahe hęăbšt; sonst bis zur št/st - L. hErbšt, hē-; n. davon -st; in Bernk (Hunsr), Birkf, Wend hīăbšt, hīər-, –st; WWend hębšt [hērəst Birkf-Bundenb, Simm-Buch]; Saarbr, Ottw hęrbšt; Saarl hęrbšt [Saarl-Limb Dorf -e-]; W- u. NWSaarl hęrwəšt [Saarl-Pachten hęrəšt]; Merz, Hochw hęrbšt [Merz-Weisk -ø-]; Merz-Stdt Bergen Mond, Saarbg hę·r.əšt; sonst Mosfrk hęrst, –·r.əst [Trier-Ld (Mos, n. Mos), Wittl, WBernk, Bitb, Daun-Utzerath, SPrüm -E-, –ē-, –ī-, –ēă-, –īă-; Zell-Merl --; Zell-Panzw hęrwəst; Bernk-Merschd hęrfst; Zell-Trarb Zelting hērəbst; in Koch, Kobl, May vielfach hę·r.bst = Ernte u. für die Jahreszeit Spätjohr; sonst aber May hę·r.(ə)s(t); -ē:- May-Allenz, Koch-Ellenz, Neuw-Weroth; -i- Koch-Moselkern]; Siegld hērwəst; Rip hę·r.əs, hę·r.s u. vielfach daneben im selben Orte hę·r.(ə)fs [Ahrw-Heimersh, Köln-Stdt -i-; in Monsch vielfach --; in Aden, Schleid, Monsch nach dem Mosfrk hin hę·r.əst]; OBerg hērəfst, hērəst, –ēə-, –e- [Gummb-Lautenb hirwəst]; NBerg hęrwst, –ę·r.-; Eup, SNfrk hę·r.əs, hę·r.s [in Grevbr, Neuss, Erk, MGladb vielfach auch hę·r.fs; Neuss-Nievenh -i-; in der Selfk hę·r.əs, im WRande -st]; Mörs, Geld bis zur Ürd.-L. wie SNfrk; n. der L. wie lrhn. Klevld hErəs(t), hErs(t) [Geld-Walbeck, Mörs vielfach hęr(ə)ws(t); Klev-Calcar Frasselt hErwst]; rrhn. n. Ruhr hErfs(t) Duisb, Ess-Lippern Sterkr Holten Königshardt u. am ORande um Rees-Schermbeck; dann um Wesel, Spellen u. um Dinslaken, Eppinghv u. um Rees-Elten; hEăfs(t) w. Rees-Milling Heeren Heldesloh Willenhorst Mehrhoog Bislicherwald Diersfordt Fluiren bis Hüthum nach N.; hEăfs innerh. Rees-Bruckhsn Hünxerwald Hünxe Buchold Welmen; sonst harfs(t) [hāăfs, hāfs innerh. Rees-Möllen Holthsn Stockum Löhnen Mehrum; hāĭfs innerh. Drevenack Damm Wachtenbrink]; der Pl. ist selten (-s(t)ə(n)) m.: 1. die Jahreszeit des Herbstes; en schünen (schroən, drügen, nassen, kalen, warmen) H.; den H. im Herbste; em H., op de H., vam H. an Rip, Allg.; van en H. kommenden H. Nfrk; be so Weər (Wetter) schiete (schiessen) we all wit en den H. eren bei schönem H.wetter Kemp. RA.: De H. es wie e Weckelkend (Kennerarsch), ball nass, ball trocke Rhfrk, Mosfrk. En Krohn (Krähe) mat der H. net us Dür. De hot en Gesicht wie en Arme im H. (der nichts geerntet hat) Zell-Trarb, — en Arsch im H. ein schmutziges G. Bernk; die sieht aus (hat sich gebotzt, gemoschtert) wie es Gredel (Grete) em H. von einer putzsüchtigen Frau Saarbr, Ottw. Alles op en Tit (Zeit), Bockeskok (Buchweizenkuchen) op en H. Nfrk. Gej sit ok bang för en heiten H., den et selde geft zu einem ängstlichen Menschen Rees. — Wetter- u. Bauernregeln. Wenn de Has (Wend) iwer de (Hawer)stoppele läft (läuft), es der H. do Mosfrk, Rhfrk. Em H. setzt henner jerer Straup (Hecke) e anner Werrer Ottw-Theley. Wie Bartelemies (de Gilles, Remiəs) sech (ver)hält, su es der ganze H. bestellt Rip, Allg. Schuner H., da lisst (lässt) de Wanter lang op sech warden Prüm-Steinmehlen. Es em H. det Werer hell, brengt et Wend em Wenter schnell Bernk-Bruchw. Es et em H. nass, fillt et nächs Johr Keller un Fass Zell-Pünderich. Am (im) Januar muss de Kält krachen, da get et am (im) H. och jet an de Säck Prüm-Steinmehlen. De Sumer muss broden (braten), wat den H. soll geroden Trier-Issel. Wer de Heimond net gowwelt, Er (Ernte) net strowwelt, de H. net freh ofstaht, kann sehn, bi et em dat ganz Johr gaht Koch-Laub, Rhfrk, Mosfrk verbr. — 2.a. Herbstfäden; de H. flügt Geld. — b.α. Erntewitterung, –ertrag; mer han en goden H. gehat; noch es (einmal) su ne H., on mer sen fein herus Rip, Allg. — β. im bes. in den Weinbaugebieten Traubenlese, –ertrag; vom Hunsr u. der SEif gehen vielfach junge (dat Jungvolk) Leute in de H., um bei der Traubenlese Beschäftigung zu finden; mer mache bal H.; et get en goden (vollen, halwen, schleehten, armen) H. RA.: Beim Heu deht et fir en Rend, em H. fir en Kend wenn man bei der Heuernte u. der Weinlese ein wenig über die Grenze erntet Koch-Eller.
4028 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    herbstst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    herbst , st. M. Vw.: s. herbest

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hêrbst

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Hêrbst , des -es, plur. die -e. 1) Die Einsammlung der Feldfrüchte, die Ernte, die Weinlese; eine nur noch im Oberde…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Herbst

    Goethe-Wörterbuch

    Herbst 165 Belege 1 die dritte der vier Jahreszeiten; mehrf personifiziert a als regelmäßig wiederkehrende Naturerschein…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Herbst

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Herbst , in der nördl. gemäßigten Zone die Jahreszeit vom 23. Septbr. bis 21. Dez., d.h. von dem Zeitpunkt an, wenn die …

  5. modern
    Dialekt
    Herbst

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Herbst [Hèrpst fast allg.; Hèrp M. ] m. 1. Herbst ( selten; dafür meist Spotjo h r). 2. Weinlese, Weinertrag. Dis Jo h …

  6. Sprichwörter
    Herbst

    Wander (Sprichwörter)

    Herbst 1. Auf schönen Herbst pflegt ein windiger, auf einen warmen und feuchten ein langwieriger Winter zu folgen. – Ora…

  7. Spezial
    Herbst

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Herbst m. (-[e]s,-e) alton (-s) m. ▬ im Herbst da d’altonn.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit herbst

430 Bildungen · 424 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von herbst 2 Komponenten

her+bst

herbst setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

herbst‑ als Erstglied (30 von 424)

herbsteln

SHW

herbst-eln Band 3, Spalte 309-310

herbstens

SHW

herbst-ens Band 3, Spalte 309-310

Herbstlied

SHW

Herbst-lied Band 3, Spalte 309-310

Herbstluft

SHW

Herbst-luft Band 3, Spalte 309-310

Herbstmok

SHW

Herbst-mok Band 3, Spalte 311-312

herbst als Zweitglied (4 von 4)

nachherbst

DWB

nach·herbst

nachherbst , m. spätherbst: nachherbst wird insgemein die andere hälfte des herbstes von der mitte des novembers oder Martini an, bis zu anf…

Rüebe(n)herbst

Idiotikon

Rüebe(n)herbst Band 2, Spalte 1594 Rüebe(n)herbst 2,1594

Rǟbe(n)herbst

Idiotikon

Rǟbe(n)herbst Band 2, Spalte 1594 Rǟbe(n)herbst 2,1594

Ableitungen von herbst (2 von 2)

erherbsten

DWB

erherbsten , vindemiare, wie einherbsten.

Unherbstlich

Campe

Unherbstlich , adj . u. adv . nicht herbstlich. Unherbstliches Wetter.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „herbst". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/herbst/rhwb?formid=H04582
MLA
Cotta, Marcel. „herbst". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/herbst/rhwb?formid=H04582. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „herbst". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/herbst/rhwb?formid=H04582.
BibTeX
@misc{lautwandel_herbst_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-10},
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