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2. Heinz

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
10 in 7 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Heinz

Bd. 2, Sp. 1085
2. Der Heinz, des -en, plur. die -en, ein nur noch in einigen Fällen und Gegenden übliches Wort. 1) In dem Sächsischen Erzgebirge werden die Zugochsen, dem Melzer bey dem Frisch zu Folge, Heinzen genannt. 2) In dem Bergbaue wird ein sehr einfaches Röhrwerk wodurch das Wasser vermittelst eines eisernen Seiles und der daran hängenden Taschen aus der Tiefe gezogen wird, ein Heinz, eine Heinzenkunst, sonst aber auch eine Hängeseilkunst, genannt. Es ist das älteste unter den im Bergbaue üblichen Kunstzeugen, und wird bald Heinitz, bald auch Henitz und Hönitz geschrieben und gesprochen. 3) In der Chymie führet ein Zugofen, welchen man voll Kohlen füllet, daher er kein so häufiges Nachsehen erfordert als ein anderer, den Nahmen des faulen Heinzen, vermuthlich, weil er nur schwach ziehet. Bey einigen heißt er der faule Heinrich, vermuthlich, weil man das Wort Heinz nicht verstanden, und es irrig für den verkürzten eigenthümlichen Nahmen gehalten. Anm. Frisch führet aus dem Tschudi das Zeitwort heunzen an, welches daselbst vor Gericht ziehen bedeutet. Hat dieses ehedem ziehen überhaupt bedeutet, so ist es wahrscheinlich das Stammwort von Heinz in allen diesen drey Bedeutungen, weil das Ziehen in allen der herrschende Begriff ist. S. Heinzelbank und die folgenden. Indessen stehet es dahin, ob es in der ersten Bedeutung, da es von Zugochsen gebraucht wird, nicht etwa eine Art eines eigenthümlichen Nahmens ist, dergleichen man auf dem Lande dem Viehe mehrmahls zu geben pfleget. Zur zweyten Bedeutung gehöret, daß die Stange an einem Ziehbrunnen, woran der Eimer hinab und herauf gezogen wird, an einigen Orten der Hengst, und im Schwed. Hink genannt wird, vielleicht aus eben dieser Quelle, obgleich Ihre es von hwika, wanken, ableitet.
1758 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Heinz

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    2. Der Heinz , des -en, plur. die -en, ein nur noch in einigen Fällen und Gegenden übliches Wort. 1) In dem Sächsischen …

  2. modern
    Dialekt
    Heinz

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    † Heinz 1. Bauernname: ‘grobe Heyntzen’ Fisch. Garg. 185. 2. s. Heiz. — Schweiz. 2, 1477. Bayer. 1, 1138.

  3. Sprichwörter
    Heinz

    Wander (Sprichwörter)

    Heinz 1. Ich bin Heintz grober art, nicht wie der Luther hochgelart. – Eyering, III, 55. 2. Laufft Heintz, so kompt Cunt…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit heinz

61 Bildungen · 57 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

heinz‑ als Erstglied (30 von 57)

Heinz I

SHW

Heinz I Band 3, Spalte 241-242

Heinz II

SHW

Heinz II Band 3, Spalte 241-242

Heinz N

Idiotikon

Heinz N. Band 2, Spalte 1477 Heinz N. 2,1477

heinz(e)neⁿ

Idiotikon

heinz(e)neⁿ Band 2, Spalte 1478 heinz(e)neⁿ 2,1478

heinzeln

SHW

heinz-eln Band 3, Spalte 241-242

heinzel

DWB

heinzel , m. verkleinerungsform zu Heinz, in mehrfacher bedeutung. 1 1) wie Heinz 3, thiername; für ein junges pferd Schm. 2, 220 ; heinsel …

heinzelbank

DWB

heinzel·bank

heinzelbank , f. schnitzbank, drehbank. Schm. a. a. o. vgl. das vorhergehende und hänselbank sp. 464.

heinzeler

DWB

hein·zeler

heinzeler , m. frachtfuhrmann, der mit éinem geschirr und pferde fährt; zu Frankfurt. das wort ist aus einzeler th. 3, 350 verderbt: hatten …

Heinzelin v. Konstanz

DWBQVZ

Heinzelin v. Konstanz küchenmeister d. grafen Albrecht v. Hohenberg. 1. h. 14. jh.

Heinzelin von Konstanz

Meyers

Heinzelin von Konstanz , didaktischer Dichter zu Ende des 13. Jahrh., war Küchenmeister des auch als Minnesinger bekannten Grafen Albrecht v…

Heinzelmännchen

Pfeifer_etym

heinzel·maennchen

Heinzelmännchen n. im Volksglauben zwergenhafter freundlicher Hausgeist, der den Menschen heimlich bei der Arbeit hilft. Zuerst heyntzelman …

Heinzelmännlein

Adelung

heinzel·maennlein

Das Heinzelmännlein , des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, eine Benennung des Alrauns, weil, wie Frisch vermuthet, diese zum Aberg…

heinzelmann

DWB

heinzel·mann

heinzelmann , heinzelmännchen , m. 1 1) name für einen kobold, hausgeist ( s. Heinz 4, vergl. auch kobold III, 4, theil 5, 1551): faunus, ei…

heinzeln

DWB

hein·zeln

heinzeln , verb. sein spiel mit jemand treiben. Schm. 2, 220 . nach Heinzel 2 oben.

heinzelære

KöblerMhd

heinzelære , st. M. nhd. „Heinzeler“, Pferdefuhrmann Q.: LexerHW (1460) E.: s. einzel W.: nhd. (ält.) Heinzeler, M., Heinzeler, Frachtfuhrma…

heinzen

DWB

hein·zen

heinzen , verb. nach Heinz 4, d sp. 890, heu auf pflöcken trocknen oder zum dörren darauf bringen. Schm. 2, 220 . Schmid 271 ; aus dem Allgä…

heinzenbank

DWB

heinzen·bank

heinzenbank , f. schulbank, auf der faule und ungehorsame schüler sitzen müssen (Heinz 2 sp. 889): die mitschuler muszten vor ihm fliehen, s…

Heinzenberg

Meyers

heinzen·berg

Heinzenberg , Bergkette in Graubünden, bis 2100 m hoch, erstreckt sich zwischen den Tälern Domleschg und Safien, von der Nolla bis Räzüns, h…

heinz als Zweitglied (3 von 3)

Gickenheinz

Wander

gick·en·heinz

Gickenheinz Ein Gickenheinz. – Murner, Vom luth. Narren. D.i. ein grosser Narr. »Es hatz vff erd kein man nie kint, was doch gickenheintzen …

Plochheinz

Wander

ploch·heinz

Plochheinz Wie Plochheinz und Knollfink. – Grimmelshausen. Beide öfter in: Der stolze Melcher, wie in dessen andern Schriften.

Ableitungen von heinz (1 von 1)

Heinze

Adelung

Die Heinze , plur. die -n, scheinet an einigen Orten eine Benennung der Bienen zu seyn. Wenigstens werden die Feldbienen in einigen Gegenden…