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Ginster

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ginster

Bd. 2, Sp. 1238
Ginster Allg. [ausgenommen da, wo brim, –e-, –ę-, –ø-, –ī:-, –:-, bremzən herrscht, u. zwar Nahe, Hunsr (mit Ausn von Goar, Zell, Koch), Merz, Saarbg, dann SNfrk bis Geld, Mörs, Mettm (bremzən), Dinsl, Rees], u. zwar Rhfrk ginšdər (-e-) bis zur st/št-L.; sonst ginstər, –e-, j-, γ-, x-; Pl. -rə(n), aber mannigfache Abweichungen: gø- Kobl-Kapellen, Altk-OWamb; -ę- Eup, Aden-Quiddelb, NWNeuw; -ī- Waldbr-Rossel, Gummb-NBreidenb; gīstər Trier, Wittl, Bernk; -i- Simm-Buch, Koch, Zell; -ø- Altk-Gieleroth NFischb; -e-, –eă-, -ǫ- Koch-Laub; -i- Siegld im Freien Grund, manchmal -ā-; sonst Siegld -e-, –eə-; –Ei- Siegld-Fernd Hilchenb; -ā- Altk-HerdrfWeitef; -y- Saarbg-Beurig; gęšt, Pl. -šdən Trier-Kell; gīst f. Goar-Weiler; gīšdər Goar-NBerg; gints(t) [-ī:- NWBitb] m., Pl. -sden Trier-Ld n. Mos, Bitb, SPrüm, [Bitb-Speicher giŋstə(n)]; gints m. NPrüm, Malm; gim(b)s, Pl. -sən m. WWittl, Daun (hier auch u. Koch-Honth gimst, Pl. -stən); jelstər, –i-, –x-, Pl. -rə(n) f. OBerg [-y- Wippf-Kreuzbg; xīnstər Waldbr-Rossel, Gummb-NBreidenb; xistərn Gummb-Marienhg; jinsəltər Sieg-Seelschd], NBerg, meist Pl. m.: 1. Besenstrauch, genista sarothamnus scoparius; Arten s. Besem-, Dorn-, Färber-, Heide-, Stachel-, Stech-, Stauden-, Zwergg.; dazu Besemstrauch, –heide, Heckeldorn, –bramme, Hiərthechel, Krupbremme, Krüstel, Pfingstblume, Ramheide, Wöllekliəf, Witsch (s. d. W.). RA.: Bei Nober (Nachbar) G. hoch oben auf der Heide, wo der G. wächst Bernk. Bo Gostern wassen, ös kei got Land Koch-Laub, Allg. Won der G. frih bliht, da göt et viel Wöllkur (Wildkorn, Buchweizen Prüm-Enschd. An (in) de G. gohn sterben Bitb; et wär bal zom Schenner an de G. gang es wäre bald alles zugrunde gegangen Bitb-Geichl. Am Arsch es et finster, do blöht der G ! abschläg. Antw. Köln. Gröne, gr. G., wat stehste an mi Fenster? Geck, gangk no hem on fuər (füttere) ming Peərd, da beste och minge Möllekneət (Mühlenknecht)! Spottliedchen der Mädchen, wenn ihnen die Burschen grüne Zweige, Maien, vor die Fenster stellen Aach-Warden. — De G. stocken mit der Stockhau aus der Erde hauen Prüm-Burb, Koch-Urschmitt. — 2. gī:nts, Pl. -tsən Flatterbinse, juncus effusus Saarbg-Soest.
2213 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ginsterf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    ginster f. s. v. a. ganeister. ein vûrich ginster Hans 2603.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GinsterDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Ginster , s. Genster .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ginster

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ginster (Genista) , Pflanzengattung aus der Familie der Schmetterlingsblütigen mit gelben Blumen, in vielen Arten vorkom…

  4. modern
    Dialekt
    Ginsterm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Ginster m. : ' Besenginster ', Ginster [ Wilde 71]. Syn. s. Brimme 1. Südhess. II 1365 ; Rhein. II 1238 ; Bad. II 419 .

  5. Spezial
    Ginster

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gins|ter (Genista sp.) m. (-s,-) ‹bot› ginestra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ginster

56 Bildungen · 55 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ginster

ginst + -er

ginster leitet sich vom Lemma ginst ab mit Suffix -er.

Zerlegung von ginster 2 Komponenten

gin+ster

ginster setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ginster‑ als Erstglied (30 von 55)

ginsterart

DWB

ginster·art

ginsterart , f. : adha- und rethembäume (eine ginsterart) wuchsen zwischen den sandhügeln Ritter erdkde (1822) 14, 176 ; dazwischen eine seh…

ginsterartig

DWB

ginster·artig

ginsterartig , adj. : ( die berge sind ) mit duftenden kräutern bewachsen, mit häufigem, ginsterartigem strauchwerk Ritter erdkde 7, 227 . —

Ginsterbier

RhWBN

ginster·bier

Ginster-bier n.: dünnes B., auch Dür-Weisw , Aach-Alsd ; vermutl. ist mit G. hier der Gagel (Myrica Gale) gemeint, der vor der Einführung de…

ginsterblume

DWB

ginster·blume

ginsterblume , f. , vgl. auch ginstblume: o, die ginsterblum, die ginsterblum! keine blum im wald ist bunter! Freiligrath ges. dicht. (1877)…

Ginsterbuk

WWB

ginster·buk

Ginster-buk m. Ginsterböcke „Dörfler, die in der Kultur zurück sind“ ( Bri Ob).

ginsterbusch

DWB

ginster·busch

ginsterbusch , m. : als ich mit hülfe einiger ginsterbüsche emporgeklettert war Storm w. (1899) 6, 86 . —

Ginsterfeuer

RhWB

ginster·feuer

Ginster-feuer -ę·i.- Bernk-Dhron n.: 1. F., genährt von G.zweigen. — 2. übertr. streitsüchtiger Mensch.

ginstergelb

DWB

ginster·gelb

ginstergelb , adj. : in matten ginstergelben farben kommt die dämmerung D. v. Liliencron s. w. (1896) 8, 201 . substant.: schrittest rückweg…

ginstergestrüpp

DWB

ginster·gestruepp

ginstergestrüpp , n. : und sie deckten ihn zu mit ginstergestrüpp, und mit moos und mit farrenkraut Fontane ged. 7, 388 ; nicht mal bäume wu…

Ginsterhecke

RhWB

ginster·hecke

Ginster-hecke -hEk Mosfrk f.: -staude; verschiedene unfruchtbare Gegenden werden mit G. geneckt, z. B. Lanzer (Neuw-Lantzert) G.

Ginsterhorkel

RhWB

Ginster-horkel Bernk-Wehlen m.: Wurzelwerk des Ginsters, sehr zähe.

Ginsterhuck

RhWB

ginster·huck

Ginster-huck -o- Prüm-Ihren m.: -strauch, zum Trocknen aufgestellter Ginster.

ginsterkatze

DWB

ginster·katze

ginsterkatze , f. , viverra genetta Oken naturgesch. 7, 1356 ; Brehm tierleben (1890) 1, 555 . —

ginster als Zweitglied (1 von 1)

stechginster

DWB

stech·ginster

stechginster , m. , cytisus scoparius L., die charakteristische hulsenstaude der norddeutschen heiden; ulex europaeus L. Adelung; Oken 3, 3,…