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Genster

mhd. bis nhd. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Genster Der

Bd. 2, Sp. 308b
Der Genster, des — s, d. Mz. ungew. der Name mehrerer verwandter Pflanzengeschlechter, mit schmetterlingsförmigen Blumen und zehn verwachsenen Staubfäden. 1) Des eigentlich sogenannten Gensters, eines staudenartigen Gewächses, an dessen dünnen Zweigen lanzenförmige Blätter sitzen, welches auf Heiden, Triften, Wiesen und in Wäldern wächst (Genista L., Spartium Tournef.); auch Ginster, Geniste, Ginst, Genst, Gelster, Gester, Galstern, Gaist, Gemst  Der Färbegenster (Genista tinctoria); auch Färberpfriemen, gelbe Färbeblume, kleine Deutsche Pfrieme, Gilbe genannt, wächst besonders in Birkenwäldern, treibt gelbe Blumenähren und wird zum Gelbfärben gebraucht. Der wilde oder pfeilförmige Genster, auch Zwerggenst, kleine Erdpfrieme genannt (Genista sagittalis L.), wächst in unfruchtbaren sandigen Gegenden. Der haarige Heidegenster, Erdpfrieme, Heidepfrieme (Genista pilosa L.), wächst auf der trockensten Heide und ist ein gutes Schaffutter. 2) Des Pfriemenkrautes, eines strauchartigen Gewächses (Spartium L., Genista Tournef.), besonders des besenartigen Pfriemenkrautes (Spartium scoparium L., Genista scoparia Tournef.), welches in sandigem Boden in Heiden, auf Feldern  wächst. Es treibt schöne gelbe Blumen, und trägt in schwarzbraunen Hülsen nierenförmige Samen. Es heißt auch Ginst, Ginster, Gelster, Gast, Gäst, Grünitz, Grinsche, Grünling, Besenkraut, Pfingstblume, Schachkraut, Frauenschuh, Brom, Brohmen, Brahmen, Stechpfrieme, Hasenheide, Hasengeil, Rehkraut, Nehheide, Wildholz, Kühschoten  Eine andre Art davon ist das binsenförmige Spanische Pfriemenkraut, die Spanische Geniste (Spartium junceum L., Genista Hispanica Tournef.), welche hoch wächst, einem Bäumchen gleicht, gelbe wohlriechende Blumenähren treibt, in Spanien und dem südlichen Frankreich wild wächst, bei uns aber zur Zierde in den Gärten gezogen wird. 3) Des Stechgensters, oder stachligen Gensters (Ulex L., besonders Ulex europaeus L.), welcher mannshoch wächst und viele dunkelgrüne, gestreifte und mit großen Stacheln besetzte Äste treibt. Man gebraucht ihn zu Hecken und er wird daher auch zuweilen Hecksame genannt.
2126 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    genster

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    genster , gensterlîn s. ganeister, s. ganeisterlîn.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gensterF.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    genster , F.? nhd. Funke Hw.: vgl. mhd. ganeist? E.: s. mhd. ganeist?, st. F., Funke; ahd. gnaneista* 6?, ganeista*, gne…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gênster

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Gênster , des -s, plur. inus. S. Adelung Geniste 2.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit genster

3 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von genster 2 Komponenten

gens+ter

genster setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

genster‑ als Erstglied (2 von 2)

gensterlîn

MWB

gensterlîn stN. → ganeistelîn MWB 2 473,46;

genster als Zweitglied (1 von 1)