lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Geniste

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
14 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
32
Verweise raus
30

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Geniste

Bd. 2, Sp. 567
Die Geniste, plur. inus. 1) Eine Pflanze oder vielmehr Staude, welche eine Menge langer dünner Stängel wie Ruthen treibet, daher sie von einigen auch Pfriemenkraut genannt wird; Genista L. Der Nahme wird im gemeinen Leben sehr verunstaltet, indem er bald der Ginster, Genster, Ginst, Genst, bald Gälster, Gelster, Gester, Gast, Gäst, Gaister, Gemst, Galstern, Gurst u. s. f. lautet. Die wilde Geniste, Genista fagittalis L. wächset in den unfruchtbaren sandigen Gegenden[] Deutschlandes. Die Färbergeniste, Genista tinctoria L. mit deren Kraute man gelb färbt, führet an einigen Orten eben dieselben Nahmen, so wie auch die Genista germanica und pilosa L. wird aber an andern auch Färberpfrieme genannt. 2) Ein Staudengewächs aus eben derselben Classe, Spartium L. welches um der ähnlichen Beschaffenheit seiner Äste und Zweige willen, gleichfalls Pfriemenkraut genannt wird, ist im Deutschen auch unter dem Nahmen Geniste, Ginster, Genster u. s. f. bekannt; besonders das bey uns wild wachsende Spartium scoparium, welches an andern Orten wegen der hochgrünen Farbe seiner Ruthen Grünitz, Grinitsch, Grinz, Grünling, Grünspan, an noch andern Schachkraut, Frauenschuh, Pfriemenholz, Hasenheide, Wildholz, Kühschoten, weil es Schoten trägt, Pfingstblume, und in Niedersachsen Brahme, Brahmen, Brahmkraut, Angels. Brome, Engl. Broom (S. 1 Brame.) genannt wird. Anm. Im mittlern Lateine heißen diese Pflanzen, wenigstens eine derselben, Ginestus, im Ital. Ginestra, im Franz. Genet. Es scheinet, daß die vielen kleinen Ruthen, woraus die Äste und Zweige beyder Gewächse bestehen, zu ihrer Benennung Gelegenheit gegeben haben. S. das Genist.
1636 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    genisteswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    geniste swv. dasselbe. genistete ie kein swalwe mê mit solhem ungemache Trist. 8612.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geniste

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Geniste , plur. inus. 1) Eine Pflanze oder vielmehr Staude, welche eine Menge langer dünner Stängel wie Ruthen treib…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geniste

    Goethe-Wörterbuch

    Geniste niederes Gesträuch, Gestrüpp (als Teil bedürfnisloser Vegetation), auch metaphor für schmutzstarrendes, verwilde…

  4. modern
    Dialekt
    Geniste

    Rheinisches Wb.

    Ge-niste (zu Nest, eigentl. ‘das zum Nestbau Geeignete’) gəništ Rhfrk in Kreuzn-Windesh ; -ništs Kreuzn-Roxh ; -nist Goa…

Verweisungsnetz

46 Knoten, 47 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Kompositum 32 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geniste

4 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geniste

ge- + nisten

geniste leitet sich vom Lemma nisten ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von geniste 2 Komponenten

gen+iste

geniste setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geniste‑ als Erstglied (3 von 3)

genistella

MLW

genist·ella

* genistella (genes-, -tilla, -tula), -ae f. (genista) Genista L. – Ginster (de diversis speciebus) : Botan. Sangall. 19,1sq. herba -illa ge…

Genistels

PfWB

genist·els

 Ge-nistels 1 n. : ' unruhiges Bewegen im Bett '. Der hot e Genischtls im Bett [ Don-Werb ]; vgl. Nest . Rhein. VI 223 Z. 57.

geniste als Zweitglied (1 von 1)

orgeniste

MNWB

orgen·iste

organist(e) , organista , orgeniste , m. : Organist, Orgelspieler, dēme o.n up desse vȫrschrēvenen veste up den orgelen tô spēlende twê schi…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geniste". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geniste/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „geniste". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geniste/adelung. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geniste". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geniste/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_geniste_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„geniste"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/geniste/adelung},
  urldate      = {2026-05-17},
}