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Geniste

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
32
Verweise raus
30

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Geniste

Geniste

Nest n. ‘Wohn- und Brutstätte (besonders der Vögel, Insekten), Bau, Höhle, Schlupfwinkel’, auch ‘Heim, Bett, abgelegenes Dorf’, ahd. nest (8. Jh.), mhd. nest, nist ‘Nest, Lager für Vögel oder Säugetiere’, mnd. mnl. nl. aengl. engl. nest (westgerm. *nista-, *nesta-) führen mit aind. nīḍám ‘Ruheplatz, Lager, Vogelnest’ sowie möglicherweise mit (volksetymologisch umgestalteten) lit. lìzdas, aslaw. gnězdo, russ. gnezdó (гнездо) ‘Nest’ auf neutrales ie. *nizdom ‘das Niedersetzen, Niedersitzen’ bzw. ‘Ort des Niedersitzens’, während aind. nīḍáḥ ‘Ruheplatz, Lager, Vogelnest’, lat. nīdus ‘Nest’, mir. net maskulines ie. *nizdos voraussetzen. Auszugehen ist (wie bei ähnlich gebildetem Ast, s. d.) von einem Kompositum ie. *nizdo-, das sich aus in nieder (s. d.) enthaltenem ie. *ni- ‘nieder’ und der Schwundstufe der Wurzel ie. *sed- (s. sitzen) zusammensetzt. Erwogen wird auch eine Anknüpfung des ersten Kompositionsgliedes an ie. *eni ‘in’ (s. in) bzw. ablautendes *ni- und Deutung als ‘Ort des Einsitzens’. Dazu das Kollektivum Genist(e) n. ‘das aus Halmen, Stroh u. dgl. zusammengefügte Nest’, mhd. geniste. nisten Vb. ‘ein Nest bauen, ein Nest bewohnen’, ahd. (um 1000), mhd. nisten, mnd. nesten. Nesthäkchen n. ‘zuletzt ausgebrütetes, im Nest hockendes Vögelchen, jüngstes Kind einer Ehe’ (18. Jh.) für älteres Nestheckel, Nestheckchen, Nesthöckchen, Nesthöckelchen (17. Jh.), zu hocken (s. d.).
1400 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    genisteswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    geniste swv. dasselbe. genistete ie kein swalwe mê mit solhem ungemache Trist. 8612.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geniste

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Geniste , plur. inus. 1) Eine Pflanze oder vielmehr Staude, welche eine Menge langer dünner Stängel wie Ruthen treib…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geniste

    Goethe-Wörterbuch

    Geniste niederes Gesträuch, Gestrüpp (als Teil bedürfnisloser Vegetation), auch metaphor für schmutzstarrendes, verwilde…

  4. modern
    Dialekt
    Geniste

    Rheinisches Wb.

    Ge-niste (zu Nest, eigentl. ‘das zum Nestbau Geeignete’) gəništ Rhfrk in Kreuzn-Windesh ; -ništs Kreuzn-Roxh ; -nist Goa…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geniste

4 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geniste

ge- + nisten

geniste leitet sich vom Lemma nisten ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von geniste 2 Komponenten

gen+iste

geniste setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geniste‑ als Erstglied (3 von 3)

genistella

MLW

genist·ella

* genistella (genes-, -tilla, -tula), -ae f. (genista) Genista L. – Ginster (de diversis speciebus) : Botan. Sangall. 19,1sq. herba -illa ge…

Genistels

PfWB

genist·els

 Ge-nistels 1 n. : ' unruhiges Bewegen im Bett '. Der hot e Genischtls im Bett [ Don-Werb ]; vgl. Nest . Rhein. VI 223 Z. 57.

geniste als Zweitglied (1 von 1)

orgeniste

MNWB

orgen·iste

organist(e) , organista , orgeniste , m. : Organist, Orgelspieler, dēme o.n up desse vȫrschrēvenen veste up den orgelen tô spēlende twê schi…

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APA
Cotta, M. (2026). „geniste". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geniste/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „geniste". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geniste/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geniste". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geniste/pfeifer_etym.
BibTeX
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