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gescheit

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
21 in 19 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

gescheit

Bd. 7, Sp. 1026
ge-scheit das Wort ist ungefähr bis zur Ürd.-L. allg. (außer Eup, hier dafür lu·ə.s), u. zwar durchweg gəšait, –ęi-, –ei-, –e·i.-, also ohne Monophthongierung des -ei- [WBitb -šęχt; –š:t Prüm-Mürlenb 1860; uMos, May, Aden, Neuw, Altk, Siegld, Waldbr, Gummb-Homburgisch, OSieg, auch MülhRuhr meist -·y.-]; nur das Rip u. vom SNfrk Geilk ziehen -šē:t vor; nach allem ist das Wort Lehnwort aus dem Nhd.; flekt. Rhfrk, Mosfrk -də; sonst neben -də auch -tə Adj.: 1. wie nhd., in der Reihenfolge der Adj. für »klug« die höchste Stufe bezeichnend; klok, schlau, lus (lose), g.; du bös wahl net rech g.? nicht recht bei Sinnen; dech werden se wahl noch g. mache! zu einem Taugenichts; du wiərsch noch g. werde! dass. Rip, Allg.; e alt g. Kend Ottw. RA.: G. wie en Af (Affe) Bernk-Berglicht, — en Mesch (Spatz) May-Kollig Trimbs, Altk-NFischb, — en Neindorwer M. Kobl-Bend, — e alder Has Nahe, — en Hecht Koch-Ellenz; de es esu g. bie de Pastuərsch Hann (Hahn) un de P. Katz Neuw-Altenbg, — be siwwenonsibzig Domme Aden-Wanderath, — zwin D. Neuw-Harschb, Saarbr-Berschw, — be Spelwasser sess May-Kehrig. Der is so g., dass er de Fleh (in England, im Schlof) huschte (niese) hert Rhfrk, Allg. Us Koh es g.ər wie duər Sieg-Stield. De es g. en seine Sack er weiss seinen Vorteil wahrzunehmen uMos, Allg. Haut (heute) ze Dag sin die Eier g.ər as die Hinkel, die se gelagt hon sagen die Eltern, deren Kinder sie eines Bessern belehren wollen Simm, uMos; dat Hehnkel (Küken) es g.ər als de Klucks Neuw-Rengsd. Dau bas esu g., et as schod, datste moss Grompern essen Bitb-NWeis. Du wersch och noch g., ih de von Aldertom stirfst! Kobl, Allg. — Ene g.ə Mann (Kerl); e g. Haus; e g.ə Kopp ein Gescheiter Allg. Ne g.ə Kerl darf nit domm sin Köln-Stdt. Dat es en g.ən K., wenn et de Lüt mär wössten Elbf, Mörs, Ruhr, Prüm-Mürlenb. Wenn ich wesst, was de net wäss (weiss), dann wär ich immer noch e g.ər K. Kreuzn. A.: Dau dommer Kerl! B.: D. g.ər Esel! Kobl-Sayn. — Hean hat e g.ə Kopp Bitb, Allg. E greise Kapp (Kopf), e g.ə K. Bitb-Dahlem. Dau häs ene g.ən Magen, dau häs get Schlaues gessen! zu einem Dummen Neuw-Breitschd. G.ə Spreng listige, nichtsnutzige Streiche Neuw-Datzeroth. — De G.ə hätten käne Wert, wenn kän Domme do wären Neuw-Datzeroth. Et moss och Gecke geve, sons höə (hätten) de G.ə nicks ze lache Geilk-Beggend. Ene Geck kann miəh dropmacke as tiehn G.ə binēnmake Geilk-Grotenr. Met Noaren es bis (böse) fohren, och de zevill G.ə soll mer meiden Trier, Bernk-Dusemond. Ber de Nome Geckeg hat, behält en, wann e honnert Mol g. es Koch. — E Iwergescheider einer, der alles besser wissen will Saarbr, Saarl, Simm; e Dreimolneing.ər Saarbr. Dar es en ganz G.ər, de kann in e Bauchbit scheisse ohne Trichter Simm-Laub. — E G.chən superkluger Mensch May, Kobl. — 2. von Dingen, Zuständen; an dem Kappes es nüs G.əs dran er ist nicht gut geraten; an dengem Geschwätz es net vill G.(ə)s dran es ist dummes Zeug (usf.); du könns och jet g.ər dermöt ömgohn sachlicher, richtiger; et es g.ər, mer machen et andersch Rip, Allg. — Esu kalt (udgl.) wie net g. zu kalt Prüm, Allg.; er häut drop wie net g. (wie ungescheit) Westerw. — Zs. G.hans, –schwätzer Ottw, Saarbr.
3211 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gescheit

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    gescheit das scheiden. Karlm. 60, 3. 335,21.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gescheitN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gescheit , N. Vw.: s. geschēt L.: Lü 119a (gescheit)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gescheitadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Gescheit , — er, — este , adj . u. adv . verständig, nach Gründen handelnd, nach Gründen geschehen. » Gescheid (gescheit…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gescheit

    Goethe-Wörterbuch

    gescheit üb die Hälfte der rund 150 Belege -eidt, vereinzelt -eid; mehrf -eut (bes in der vorital Zeit); gelegentl subst…

  5. modern
    Dialekt
    gescheitadj.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ge-scheit [-šait D. Si. ; –šeït fast allg. — Kompar. gəšeïtər, gəšeïtšt] adj. gescheit: der isch jo nit g. Rda.: du bisc…

  6. Sprichwörter
    Gescheit

    Wander (Sprichwörter)

    Gescheit 1. Bistu gscheid, so leid vnd meid. – Franck, I, 129 a ; Henisch, 1533; Petri, II, 46; Gruter, I, 8; Lehmann II…

  7. Spezial
    gescheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|scheit adj. inteliënt (-nc, -a), sciché (-cá, -cada), sapiënt (-nc, -a), da talënt, acort (-rc, -a). ▬ ich kann nicht…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gescheit

17 Bildungen · 12 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gescheit 2 Analysen

ge- + scheit

gescheit leitet sich vom Lemma scheit ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+sc+-heit

gescheit‑ als Erstglied (12 von 12)

Gescheite (der)

Wander

gescheit·eder

Gescheite (der) 1. Dem Gescheiten widerfährt keine kleine Thorheit. – Körte, 2051. Frz. : Il n'est si grande folie que de sage homme. ( Kört…

gescheitelt

DWB

gescheit·elt

gescheitelt , mit einem scheitel versehen: so wie der schnee hinschmilzt auf hochgescheitelten bergen. Odyssee 19, 205 .

Gescheitester

Wander

gescheit·ester

Gescheitester 1. Der Gescheiteste gibt nach. – Volksbote, IX, 157. 2. Er ist der Gescheiteste (in der Stadt, am Orte, in der Gesellschaft) w…

Gescheithät

LothWB

Ge-scheithät f. fast allg. (Gescheitichkeït Ett. ) Gescheitheit: mit diner G. isch's a nix. Er hat de G. mim Kochleffel gefress Ett. Sbg. u.…

Gescheitheit

Pfeifer_etym

gescheit·heit

gescheit Adj. ‘klug, verständig’, mhd. geschīde ‘gescheit, schlau’ ist Adjektivbildung zum Verb mhd. schīden ‘scheiden, deuten, auslegen, en…

Gescheitigkeit

Wander

Gescheitigkeit Der hat die G'scheidigkeit oa nit mit'n Löff'l g'frass'n. ( Franken. ) – Frommann, VI, 168, 113. Er ist nicht der Klügste.

Gescheitwurz

Wander

gescheit·wurz

Gescheitwurz Er ist aus Gescheidtwurz suchen. – Gartenlaube, 1875, S. 535 b . Es fehlt ihm an Einsicht, Verstand.

gescheit als Zweitglied (4 von 4)

Neungescheit

Wander

neun·gescheit

Neungescheit Der ist neug'scheid. ( Koburg. ) – Reinwald, I, 109; Frommann, III, 359. D.h. ist überaus klug, überklug. Schmeller (II, 697; I…

Siebengescheit

Wander

sieben·gescheit

Siebengescheit Der ist simg'scheid. (S. Neunklug.) – Frommann, III, 354. Von jemand, der sich überklug dünkt, der das Gras wachsen hört. Im …

übergescheit

DWB

ueber·gescheit

übergescheit , übergescheut , adj. u. adv. übermäszig gescheut, sehr gescheut, meist ironisch: da bist du wol übergescheid und unter den nac…

wagescheit

DWB

wage·scheit

wagescheit , wagscheit , n. 1 1) brett, das man unter die setzwage legt, um eine ebene grundfläche zu bekommen: wagescheid Jacobsson 4, 562 …

Ableitungen von gescheit (1 von 1)

Ungescheit

Campe

Ungescheit , — er, — este , adj . u. adv . nicht gescheit. Er ist kein ungescheiter Mann, ein gescheiter. Ein ungescheiter Einfall. Etwas Un…