Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gesäß n.
Gesäß n.
Gesäß n. ‘Hintern’, ahd. gisāʒi ‘Sitz, Wohnsitz, Niederlassung’ (um 800), mhd. gesæʒe ‘Sitz, Wohnsitz, Lagerung, Lager, Belagerung, Hintern’, mnd. gesāte ‘Niederlassung, Wohnplatz’, gesēte ‘Sitz, Stuhl, Gesäß’, mnl. ghesāte ‘Gebäude, Wohnstätte, Sitzplatz, Gesäß’ stehen als neutrale ja-Stämme dehnstufig zu sitzen (s. d.; vgl. ahd. gisizzen ‘sitzen, sich niederlassen’, 8. Jh.) und den dort aufgeführten Formen. Im Sinne von ‘Ort, wo man sitzt’ wird der Ausdruck schon früh auf den ‘Körperteil, auf dem man sitzt’ übertragen. Diese heute allein übliche Bedeutung gilt vorwiegend in der Fachsprache der Medizin und der Bekleidungsindustrie (auch für ‘Hosenboden’).