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Gerben

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
21 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Gerben v., trs

Bd. 2, Sp. 313b
Gerben, v. trs. überhaupt zubereiten, zurichten, in welcher Bedeutung es nur noch in einigen Fällen und in einigen damit zusammengesetzten Wörtern gewöhnlich ist. 1) Von der Zubereitung und Bearbeitung der rohen Häute durch Beizmittel, welche Arbeit eine Beschäftigung verschiedener Lederbereiter, besonders aber der Gerber ist. Das Leder gerben. Häute, Felle mit Kalk, mit Alaun, mit Lohe gerben, wofür man auch gar machen sagt. Uneigentlich, Х einen gerben, oder, einem die Haut, den Buckel  gerben, ihn derb prügeln. 2) Bei verschiedenen Metallarbeitern, das Metall glänzen oder blänken, d. h. glatt, blank und glänzend machen (poliren, bruniren). Eine Kupferplatte gerben, bei den Kupferstechern. 3) I den Stahlhütten gerbt man den rohen und durch das Schmelzen zubereiteten Stahl, wenn er durch wiederholtes Glühen und Zertheilen in kleinere Stücke, in reinen Stahl verwandelt wird, welches hier und da nach einer verderbten Aussprache auch würben heißt 4) † Den Spelt oder Spelz  gerben, in manchen, besonders O. D. Gegenden, den Spelt  auf der Mühle so zubereiten, daß das Korn bloß aus der Hülse gequetscht, aber nicht zermalmt wird. S. Gerbemühle. Das Gerben. Die Gerbung. — Ehemahls bedeutete, sich gerben, sich ankleiden, schmücken; daher das Gerbehaus, die Gerbekammer, das Gemach bei der Kirche, worin sich die Geistlichen mehrere Stücke ihrer amtlichen Kleidung anlegen lassen. — Ungeachtet, daß in gerben, Gerber und den damit zusammengesetzten Wörtern gar das Stammwort ist, so hat man doch die gewöhnlichere Schreibung mit e der mit ä vorziehen zu müssen geglaubt.
1597 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gerben

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    gerben s. geerbe, s. gërwe, s. gerwen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêrben

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Gêrben , Gêrber, u. s. f. S. Adelung Gärben .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gerben

    Goethe-Wörterbuch

    gerben ‘jdm das Fell g.’: ihn tüchtig verprügeln In der Ecke fanden sie [ die Hausleute ] ihn [ den Wolf ] und schlugen …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gerben

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gerben , den Spelzweizen, denselben von den Hülsen befreien; Stahl, ihn durch wiederholtes Zusammenschweißen veredeln; K…

  5. modern
    Dialekt
    gërben

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    gërbe n [karwə fast allg.; kærwə Str. W.; Part. karpt, kærpt] 1. gerben. I n Barr gërbt m e r vi e l Lëder Bf. 2. prügel…

  6. Spezial
    gerben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ger|ben vb.tr. cuncé (-cia), fá la cuncia.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerben

8 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von gerben 2 Komponenten

ger+ben

gerben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gerben‑ als Erstglied (4 von 4)

gerbenstrauben

DWB

gerben·strauben

gerbenstrauben , m. eine art hefengebäck: gerben- oder heffenstrauben. Nürnberger kochbuch (1734) 662.

gerben als Zweitglied (1 von 1)

durchgerben

DWB

durch·gerben

durchgerben , völlig, fertig gerben, untrennbar und trennbar. das fell ist durchgegerbt. das leder wol durchgerben Stieler 605 . die felle d…

Ableitungen von gerben (3 von 3)

begerben

RhWB

be-gerben: sich b., sich erbrechen Saarbg-Wehing Winchering .

vergerben

DWB

vergerben , verb. ' durch gerben verbrauchen, alle machen; bei den holzflöszen, ein flosz mit stangen kreuzweise überlegen und mittels wiede…

zergerben

DWB

zergerben , verb. , durch vieles gerben unbrauchbar machen; gew. übertr. für kräftig prügeln und die haut zerschlagen: ich wil die haut dir …