lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gens

ahd. bis lat. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
8
Verweise raus
10

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gens

Bd. 7, Sp. 578
Gens (lat.), die Genossenschaft derer, die durch gemeinsame Abstammung miteinander verbunden sind. Zu Rom bildeten die Gentes die Unterabteilungen der Kurien und den eigentlichen Stamm des römischen Volkes; an sie, die Patres oder Patricii, schloß sich der übrige Teil der Bewohnerschaft Roms als Hörige oder Klienten an. Nachdem sich aber durch die Unterwerfung zahlreicher benachbarter Städte ein neuer Stand, der der Plebejer, gebildet hatte, und nachdem dieser zum Range von Staatsbürgern emporgehoben worden war, traten auch unter den Plebejern Gentes hervor, wiewohl man diese nicht mehr wie die frühern als eine Unterabteilung der Kurien anzusehen hat. Daher erkannten auch die Patrizier diese neuern Gentes nicht als ebenbürtig an. Die Genossen einer G hießen Gentiles und ihr Verhältnis zueinander Gentilität. Das Zeichen, daß man einer G. angehöre, war das Nomen (d. h. Kennzeichen) gentilicium, der Geschlechtsname (der immer mit-ins endigt), z. B. Fabricius, Valerius, Claudius etc., während innerhalb der G. das Pränomen, der Vorname, die einzelnen Individuen schied. Ferner aber spalteten sich die Gentes meist in Familien, die zu ihrer Unterscheidung noch einen besondern Beinamen (cognomen) führten, der dem Nomen gentile als dritter Name nachgesetzt wurde. So war z. B. Scipio Beiname der Cornelier, Piso der Calpurnier etc. Mit der Gentilität waren auch gewisse Rechte und Pflichten (jura gentium oder gentilitalis) verbunden, unter denen hervorzuheben sind: die Teilnahme an den gemeinsamen jährlich wiederkehrenden Opfern (sacra gentilicia oder, im Gegensatz zu denen des Staates, sacra privata genannt), das Erbrecht der Gentilen, wenn einer derselben ohne Angehörige und ohne Testament starb, und die Vormundschaft über Verschwender und Geisteskranke. Die Gentilität ging verloren durch Capitis deminutio (s. d.) und wurde verändert durch Arrogation und Adoption (s. Annahme an Kindes Statt), d. h. den Übertritt aus einer G. in eine andre. Unter den Kaisern verlor die Gentilität ihre Bedeutung.
2027 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gens

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    gensebluomeAWB mhd. sw. m. oder f., nur Gl. 3,580,58 (12. Jh.): ‚Ackerwinde (?); ligu- strum‘ (Convulvus arvensis L.?). …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gensN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    gens , N. Vw.: s. gent (1)

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gens

    Goethe-Wörterbuch

    gens lat ‘ius gentium’: Völkerrecht [ für: ‘gius delle genti’ ] B(JbGG 20,81) Schiller [13.8. 96] Beilage Syn Menschheit…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gens

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Gens (lat.), die Genossenschaft derer, die durch gemeinsame Abstammung miteinander verbunden sind. Zu Rom bildeten die G…

  5. Latein
    gens

    Mittellateinisches Wb.

    gens , gentis f. (m.: MLW MLW MLW p. 668, 9. 51. 669, 17 . al.) script. ien-: Eupolemius 2,543 (var. l.) . form.: sing.:…

Verweisungsnetz

20 Knoten, 15 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 14 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gens

159 Bildungen · 102 Erstglied · 53 Zweitglied · 4 Ableitungen

gens‑ als Erstglied (30 von 102)

Gensan

Meyers

gen·san

Gensan , Stadt in Korea, s. Wönsan .

gensapfel

DWB

gens·apfel

gensapfel , m. gänseapfel: die spitzige weisze süsze öpfel, stromelting und gensöpfel, orthomastica. Bock (1551) 393 b .

gensbadelach

KöblerMhd

gensbadelach , st. N. nhd. ein Hazardspiel Q.: LexerN (15. Jh.) E.: s. gans, ? W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 194 (gensbadelach)

genscirma

AWB

genscirma Gl 5,62,3 ( Klagenfurt 11, 13. Jh. ) ist nicht sicher zu deuten. Es steht in einer Rezeptsammlung mit eingestreuten Pflanzennamen:…

Gensdarmen

Meyers

gens·darmen

Gensdarmen (spr. schangd-), falsche Schreibweise für Gendarmen (s. d.).

gensebrâte

MWB

gensebrâte swM. ‘Gänsebraten’ luͦfe [Akk.Pl. von luof ] , vresse, vaisse / tuͦnt gense bratten [Subj.] haisse SHort 4836 MWB 2 472,38; Bearb…

gensebrāte

KöblerMhd

gensebrāte , sw. M. nhd. Gänsebraten Hw.: vgl. mnd. gōsebrāde Q.: SHort (nach 1298) (FB gensebrāte) E.: s. gans, brāte W.: nhd. Gänsebraten,…

gensedistel

AWB

gense·distel

gensedistel mhd. m. oder f. , nhd. gänsedistel f. gense-tistel: nom. sg. Gl 3,541,13 ( Vat. Pal. 1 259, 13. Jh. ). Gemeine Gänsedistel, Sonc…

gensedistil

KöblerAhd

gense·distil

gensedistil , st. M. (a) nhd. Gänsedistel ne. milk-thistle ÜG.: lat. endivia Gl Q.: Gl (13. Jh.) E.: s. gans, distil W.: s. mhd. gensedistel…

genseei

MWB

genseei stN. ‘Gänseei’ gens eier. vnde entin eier deuwent sich nicht SalArz 18,27 MWB 2 472,45; Bearbeiter: Runow

gensegülte

KöblerMhd

gense·gülte

gensegülte , st. F. nhd. Gänsegülte, Abgabe von Gänsen Q.: Urk (1336) E.: s. gans, gülte W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 194 (gensegülte), DRW

genseinigunge

Lexer

gens·einigunge

gens-einigunge stf. geldbusse für verbotenes weiden der gänse. ein g. ist ein schilling heller Gr.w. 1,801.

gensekerse

MNWB

gense·kerse

gensekerse , (ss) , ganse- „ g. is blodwort ” ; „ blotwort de nicht geplantet ys de heyt bursa pastoris edder gensekerse ”, Hirtentäschelkra…

gensekersse

KöblerMnd

gensekersse , F. Vw.: s. gensekerse

gensekresso

KöblerAhd

gense·kresso

gensekresso , sw. M. (n) nhd. „Gänsekresse“, Hirtentäschchen ne. Chinese cress Q.: Gl (13. Jh.) E.: s. gans, kresso (2) L.: Karg-Gasterstädt…

gens als Zweitglied (30 von 53)

allnīgens

KöblerMnd

allnīgens , Adv. Vw.: s. alnīgens

alningens

MNWB

alnîges , alnîgens (alningens) , adv. , ganz neu; kürzlich, soeben.

alnīgens

KöblerMnd

alnīgens , Adv. nhd. ganz neu, kürzlich, soeben E.: s. al, nīgens L.: MndHwb 1, 60 (alnîges), Lü 12a (allnigens)

altēgens

KöblerMnd

altēgens , Adv. Vw.: s. altōges

brevis coniungens

LmL

brevis·coniungens

brevis coniungens Sonderform der Brevis (  ) in einer Notengruppe, die zu einer Textsilbe gehört — exceptional form of the breve (  ) in a…

eigens

DWB

eigens , unice, imprimis, besonders: das mädchen lieb ich noch immer so rasend wie jemals. mir hat sies ganz eigens angethan. Göthe 20, 226 …

entēgens

MNWB

ente·gens

entēgens , entjēgens , adv. , conj. , 1. adv. dâr e. (örtlich) gegenüber, daneben. 2. conj. , dagegen.

entgēgens

KöblerMnd

entgēgens , Konj. nhd. dagegen Hw.: s. entgēgen E.: s. entgēgen L.: MndHwb 1, 553 (entēgens)

entjēgens

KöblerMnd

entjēgens , Konj. Vw.: s. entgēgens* (2) L.: MndHwb 1, 553 (entjēgens)

entēgens

KöblerMnd

entēgens , Konj. Vw.: s. entgēgens* (2)

flexa substringens

LmL

flexa·substringens

flexa substringens Bezeichnung für eine (liqueszierende?) Flexa — term that designates a (liquescent?) flexa [s.XI-XII] LmL Neum. Punctum p.…

gēgens

MNWB

(gēgens) jēgens , präp. , gegen.

gēgens

KöblerMnd

gēgens , Präp. nhd. gegen Hw.: s. gēgen (1) E.: s. gēgen (1) L.: MndHwb 1/2, 42 (gēgens), Lü 164 (jegen/jegens)

hergens

KöblerMnd

her·gens

hergens , M. nhd. Hurensohn, Schurke, Halunke Hw.: s. hirgensone E.: s. herge, sȫne (1) L.: MndHwb 2, 285 (hergensȫne), MndHwb 2, 290 (herre…

hāgens

KöblerMnd

hāgens , Adj. Vw.: s. hāgenisch*

jungens

MNWB

jung·ens

° ~jungens, pl. , Aufwärter und Küchenjungen in den Häusern der hansischen Kaufleute zu Bergen . Vgl. 1 stōven 2.

jēgens

KöblerMnd

jēgens , Präp. Vw.: s. gēgens

langens

KöblerMhd

lang·ens

langens , Adv. nhd. längst, vor langer Zeit, der Länge nach, längs Hw.: s. langes E.: s. lange W.: s. nhd. (ält.) langes, Adv., langes, seit…

lungens

KöblerMnd

lung·ens

lungens , F. nhd. „Lungenseuche“, Lungenkrankheit E.: s. lunge (1), sǖke W.: s. nhd. Lungenseuche, F., Lungenseuche, DW 12, 1305? L.: MndHwb…

morgens

DWB

mor·gens

morgens , adv. , vergl. unter morgen sp. 2558.

nergens

MNWB

ner·gens

nergen (nirgen , niergen , nargen) , nergene , nergent , nergende , nergendes , nergens (nirgentz , nargens , nergenst) , nērne , nēren , ad…

nigens

KöblerMnd

nigens , Adv. Vw.: s. nīgens

ningens

KöblerMnd

nin·gens

ningens , (Gen.=)Adv. Vw.: s. nīeginges

nīgens

KöblerMnd

nīgens , Adv. nhd. so eben, neulich, jüngst Vw.: s. al- Hw.: s. nīes E.: s. nīes L.: MndHwb 2, 1102 (nîes), MndHwb 2, 1103 (nîges), Lü 248a …

nīngens

KöblerMnd

nīngens , (Gen.=)Adv. Vw.: s. nīeginges

œwrigens

MeckWBN

Wossidia œwrigens übrigens Müll. Reut. 9 b .

Ableitungen von gens (4 von 4)

ērgens

WWB

ērgens Adv. [ Ahs Rek Mark] 1. Zur Verstärkung der Unbestimmtheit: irgend. — 2. irgendwo. ’n Dop, bę me irgens üäwer stülpert ( Hag Hg ). ⟨ …

ergense

KöblerAfries

ergense , st. F. (jō) Vw.: s. ergenisse*

gēgens

MNWB

(gēgens) jēgens , präp. , gegen.

¹gense

MNWB

1 gense (stimmloses s: gentze, gencze ), jense (yentze), m. , ° yentsel, m. , eine Art Dolchmesser, zweischneidiges Stechmesser, „versatilis…