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Gemenge

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
19 in 19 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Gemenge n.

Bd. 3, Sp. 129
Wossidia Gemenge n. 1. in der Feldwirtschaft von Äckern, Grundstücken, Gütern, die, verschiedenen Besitzern gehörig, durcheinanderliegen, statt gesondert: 'ob es dem Closter, so mit dem Amt im Gemenge läge, fürträg- und ersprießlich sey' (Ro 1621) Spald. Land. 1, 593; 279; s. Gemeinschaft. 2. in großen Schäfereien vom Dienstverhältnis des Schäfers, nach welchem dieser eine Anzahl eigener Schafe bei der Herde hielt und anstatt des Lohnes an dem Gewinn verhältnismäßigen Anteil nahm: 'die Schäfer ... zahlen von jedem Schaf, so sie im Gemenge haben, 2 Schill., ... für jedes Schaf, so der Meister ... außer dem Gemenge hat, 3 Schill.' Contributionsord. von 1621; 'daß ... der Schäfer ... zu der Herrschaft Schafen das fünfte Schaf zum Gemenge setzen und also auch ... den fünften Teil ... von Lemmern, Wolle, Molken und Sterbfellen haben und hingegen auch zu allen Unkosten außerhalb Weyde, Heu, Stroh, Futter und Stallung den fünften Pfenning geben sollte' Schäferord. von 1645; Spald. Land. 2, 468; 'jedoch ist unter einem Setzschäfer nur ein solcher zu verstehen, der einen gewissen Teil eigener Schafe ins Gemenge eingeschossen ... hat' Erlaß von 1803. 3. übertr. Chaos, Wirrwarr, s. Fautgemenge.
1194 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gemengestn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    gemenge stn. dâ wart geslagen und getân von fienden unde friunden, daʒ des meres unden von gemenge wart trüebe Herb. 434…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gemengeN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gemenge , N. nhd. „Gemenge“, Streit Vw.: s. un- Hw.: vgl. mhd. gemenge E.: s. gemengen W.: s. nhd. Gemenge, N., Gemenge,…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gemênge

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gemênge , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. 1) Mehrere mit einander vermengte…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gemenge

    Goethe-Wörterbuch

    Gemenge a geol: Gestein, Gesteinslagen aus heterogenen, grob verteilten Bestandteilen [ aus einer Gesteinssammlung ] Ein…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gemenge

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gemenge ( Gemengkorn ), s. Gemengsaat .

  6. modern
    Dialekt
    Gemengen.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gemenge n. 1. in der Feldwirtschaft von Äckern, Grundstücken, Gütern, die, verschiedenen Besitzern gehörig, durcheinande…

  7. Spezial
    Gemenge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|men|ge n. (-s,-) 1 (Gemisch) moscedoz (-oc) m. 2 ‹fig› (Durcheinander) confujiun (-s) f. , sotissura m. , fracac m. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemenge

14 Bildungen · 8 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gemenge 2 Analysen

ge- + menge

gemenge leitet sich vom Lemma menge ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gemengen+-e

Zerlegung von gemenge 2 Komponenten

gem+enge

gemenge setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gemenge‑ als Erstglied (8 von 8)

gemengede

Lexer

gem·engede

ge-mengede stn. ein gemengite mirren und alôês Evang. J. 19,39.

Gemếngefaeßchen

Adelung

gemenge·faesschen

Das Gemếngefaeßchen , oder Gemếngefaeßlein, des -s, plur. ut nom. sing. im Hüttenbaue, ein Fäßchen, worin das Gemenge, oder das vermengte Er…

Gemengefäßlein

Campe

gemenge·faesslein

Gemengefäßlein , des — s , d. Mz . w. d. Ez. im Hüttenbaue, ein Fäßchen, in welchem das Gemenge oder vermengte Erz vor den Ofen getragen wir…

gemengekasten

DWB

gemenge·kasten

gemengekasten , m. in blaufarbenwerken, ein kasten worin die verschiedenen arten der blauen farbe gemengt werden vermittelst der gemengekrüc…

Gemengekrücke

Campe

gemenge·kruecke

Die Gemengekrücke , Mz. die — n , in den Blaufarbenwerken, das Werkzeug, womit die verschiednen Arten der blauen Farbe unter einander gemeng…

Gemengemacher

Campe

gemenge·macher

Der Gemengemacher , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in den Blaufarbenwerken, derjenige, der die verschiedenen Arten der blauen Farbe unter einan…

gemenge als Zweitglied (4 von 4)

Glasgemênge

Adelung

glas·gemenge

Das Glasgemênge , des -s, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, ut nom. sing. S. Adelung Glasfritte .

handgemenge

DWB

hand·gemenge

handgemenge , adj. , wie handgemein: als mitten unter dieser handlung ein theil römischer schützen mit den Gothen handgemenge ward. Mascou 1…

tagemenge

KöblerMhd

tage·menge

tagemenge , st. F. nhd. Tagemenge, Höhe des Alters, hohes Alter (N.) Q.: RWchr (FB tagemenige), Martina, Warnung (13. Jh.) E.: s. tac, menge…

ungemenge

DWB

ung·e·menge

ungemenge , n. , durch un IV B verstärktes gemenge 1 b. vgl. urgemenge : die welt ... die jenigen hasset ... die nicht mit jr im ungemenge j…

Ableitungen von gemenge (2 von 2)

ungemenge

DWB

ungemenge , n. , durch un IV B verstärktes gemenge 1 b. vgl. urgemenge : die welt ... die jenigen hasset ... die nicht mit jr im ungemenge j…

urgemenge

DWB

urgemenge , -gemisch , n. , Campe für chaos verd. wb. (1813) 183; vgl. gemenge 1 b, ur- B: und sieh! das zepter, das aus dem urgemeng ... se…

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Cotta, M. (2026). „gemenge". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gemenge/meckwb?formid=G01033
MLA
Cotta, Marcel. „gemenge". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gemenge/meckwb?formid=G01033. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gemenge". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gemenge/meckwb?formid=G01033.
BibTeX
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