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geinen

ahd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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8
Verweise raus
17

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geinen

Bd. 5, Sp. 2606
geinen , oscitare, hiare, gähnen u. ä. 11) ahd. geinôn oscitare, dehiscere, patescere Graff 4, 106 (ags. gânian), sicher auch mhd. geinen (gewöhnlich ginen, ahd. ginên), wie im 15. jh. hiare gein (d. i. geinn), uff gein hiare Dief. 276c, in demselben voc. geynunge hiatus das., gainung nov. gl. 203a, aufgaynen hiare voc. inc. t. b 5a. im 16. jahrh.: geynen, aufginen, hiare, hiscere, geynende von dem schlaf, stätigs geynen oscedo Maaler 181b, Fris. 629b, geinen, sich aufthun oder von einander thun, hiare Calepinus 678. noch im 17. jh.: als nun ein edelman über der tafel, nach langem sitzen, vielleicht von schlafgierigkeit, geinete. Zinkgref 2, 52; wenn die raben oft geinen oder das maul gegen die sonne aufsperren und sitzen auf bäumen des morgens ausbreitende ihre flüchte und federn, so geben sie zu erkennen, dasz die luft wil schön und trucken werden. Colerus calend. 128. noch schweiz. gainen Stald. 1, 415, geine neben gine gähnen Hunziker Aarg. wb. 102, tirol., cimbr. goanen (oa = mhd. ei), s.gäunen 3, c. dasselbe ist auch engl. yawn, s. sp. 1149 m. 22) aber wol auch gînen (vgl. unter geimen 2) nach schweiz. gynen hiare, dehiscere Maaler 202b, Frisius 629b, bei Stalder 1, 446 neben ginnen (vgl. erginnen) auch 'gynen, gienen' (d. i. gînen), mit offnem munde dastehen (gynaffeln, gynöffel feil halten, vgl.gähnaffe), auch bersten, aufgynen, wie bei Maaler das erdrich gynet auf von hitz. so nl. ghynen bei Kilian neben ghienen hiare. weiteres u. ginen, zum ganzen s. gähnen, besonders I, 2, das altn. gîna, ags. gînan sind aber starkformig. diesz gînen kann übrigens auch unter dem mhd. 'ginen', nhd. geinen hie und da versteckt sein.
1682 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    geinen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    ingeinenAWB sw. v. I, in Gl. seit dem 10. Jh. und bei N: ‚aufschneiden, öffnen, (durch Rö- sten oder Dörren) rissig mach…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geinenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    geinen swv. s. ginen.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    geinen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    geinen , oscitare, hiare, gähnen u. ä. 1 1) ahd. geinôn oscitare, dehiscere, patescere Graff 4, 106 ( ags. gânian), sich…

  4. modern
    Dialekt
    geinenV.

    Westfälisches Wb.

    geinen V. [verstr. SWestf Wal] gähnen. ⟨ Vokalismus: ai [verstr. ( Bch Isl Arn Bri Wal)], äi ( Wal Su ). An allen Orten …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geinen

7 Bildungen · 0 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von geinen

ge- + inen

geinen leitet sich vom Lemma inen ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von geinen 2 Komponenten

gei+nen

geinen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geinen als Zweitglied (6 von 6)

ingeinen

AWB

inge·inen

in- geinen sw. v. — Graff IV,107. in-geinent: 3. pl. Nc 817,20 [181,24]; -cheinta: part. prt. acc. sg. f. Gl 1,420,30 ( M, Göttw. 103, 12. J…

Ableitungen von geinen (1 von 1)

begeinen

Lexer

be-geinen , begênen swv. s. begegenen.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geinen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geinen/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „geinen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geinen/dwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geinen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geinen/dwb.
BibTeX
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