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Gefäll

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Gefäll Das

Bd. 2, Sp. 252b
Das Gefäll, des — es, Mz. die — e. 1) Die Höhe, um wie viel ein flüssiger Körper bei seinem Abflusse fällt, d. h. um wie viel er der Meeresfläche an einem Orte näher ist als am andern, wo er herfließt. Der Fluß hat auf hundert Ruthen einen Fuß Gefäll, die Wasserfläche desselben ist unterhalb dieser Strecke einen Fuß weniger über der Meeresfläche erhoben als oberhalb derselben. Das Gefäll finden, bestimmen. Bei den Mühlen versteht man darunter die Höhe des Wasserfalles vor dem Mahlgerinne. Bei niedrigem Gefälle werden unterschlächtige Räder angewendet. Im Hüttenbaue bezeichnet es den obern Theil des Planherdes. In weiterer Bedeutung wird in der Erdmeßkunst der Unterschied, um wie viel ein jeder gegebener Ort tiefer liegt, als ein andrer, und welcher mit der Wasserwage gesucht wird, das Gefäll genannt. I gemeinen Leben sagt man uneigentlich von einem Zecher, er habe ein gutes Gefäll, wenn er viel trinken kann. 2) Dasjenige was fällt. Uneigentlich dasjenige, was von einem Grundstücke fällt, was dasselbe einträgt, in welcher Bedeutung es nur in der Mehrzahl üblich ist. I engerer Bedeutung dasjenige, was dem Grundherrn oder der Obrigkeit davon oder überhaupt von einer Sache entrichtet wird; die Herrengefälle, die herrschaftlichen Gefälle. Die Gefälle entrichten. Ehemahls bedeutete Gefälle auch eine Erbschaft. 3) † I N. D. werden diejenigen Gegenden, in welchen die Bienen ihre Nahrung finden, Gefälle genannt.
1432 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gefäll

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Das Gefäll , des -es, plur. die -e, in der dritten Hauptbedeutung des einfachen Fall, die Höhe zu bezeichnen, um wie vie…

  2. modern
    Dialekt
    Gefäll

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    G e fäll n. Einkünfte. ‘mit allen den rehten und gevellen, die darzuo’ gehörent’ Str. 1390 Brucker 199. ‘Ouch als etlich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefaell

29 Bildungen · 26 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gefaell

ge- + fall

gefaell leitet sich vom Lemma fall ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

gefaell‑ als Erstglied (26 von 26)

gefälle

FWB

1. ›Fall, Absturz‹; 2. ›sich abflachende, abfallende Landschaft‹; 3. ›Abgrund, Tiefe, Schlund, Verderben‹; 4. ›Zufall, Schicksal, Glück‹; 5.…

gefällen

DWB

gefällen , 1 1) verstärktes fällen, mhd. gevellen Lexer 1, 960 : hetten dann die feind leitern angeworfen und möchtest die nicht gefellen od…

gefällig

DWB

gefällig , adj. zu gefallen als zeitwort und hauptwort, auch zu gefall und gefälle; mhd. gevellic, ahd. gifellîg Graff 3, 465 . mnd. gevelli…

gefällig

FWB

1. ›eintretend, stattfindend, fällig‹; 2. ›anfallend, fällig (von Zahlungen, Zinsen)‹; 3. ›(jm.) angenehm, gefallend, zugeneigt, wohlwollend…

gefälligen

DWB

gefaell·igen

gefälligen , gefällig sein, einstimmen: darinn aller anderer will und meinung einander gefelligten. Kirchhof wend. 169 .

gefälligernst

GWB

gefaellig·ernst

gefällig-ernst Ich sah dich still | Bey seit am Flusse gehen keinen Theil | am Spiele nehmen nur gefällig ernst | Zu dulden mehr als dich zu…

Gefälligerzeigte

GWB

Gefälligerzeigte für alles bisherige G. höchlich dankbar B23,105,14 Hendrich 4.10.12 K Gertrude Harlass G. Ha.

Gefälligheid

WWB

gefaellig·heid

Ge-fälligheid f. 1. a) kleiner, aus Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft erwiesener Dienst. Dat was raine Gefällichkait van mi. — b) Bereitscha…

gefälligkeit

DWB

gefaellig·keit

gefälligkeit , f. subst. zum vorigen, mhd. gevellicheit. nl. gevalligheid. 1 1) gefelligkeit, aptitudo. voc. 1482 k 5 b , s. gefällig II, 1.…

gefälligkeit

FWB

1. ›Würde, Ernst‹; 2. ›Gefälligkeit, Wohlgefallen, Zufriedenheit‹

Gefälligkeitsakzepte

Meyers

Gefälligkeitsakzepte sind Wechselakzepte, zu denen man sich ohne Schuldverbindlichkeit aus Gefälligkeit für einen anderen, namentlich um dem…

gefälligkeitsvoll

GWB

gefaelligkeit·s·voll

gefälligkeitsvoll [ Poet: ] Die göttliche Lina [ die Baronesse ]! | Sie ist wie ein Engel | G. 12,243 UnglHausgenossen 420 Gertrude Harlass …

gefälliglich

DWB

gefaell·iglich

gefälliglich , adv. placibiliter voc. inc. t. i 6 a ; mit gefallen, zufriedenheit ( vgl. gefällig II, 4, e ): ich reinige mein alte brust, a…

gefälligspazierbar

GWB

gefaellig·spazierbar

gefällig-spazierbar [ sog Luisenburg ] uralte, einzige Felsentrümmer, durch architektische Gärtnerey gefällig-spazierbar [< gefällig-wandelb…

gefälligst

LDWB2

ge|fäl|ligst adv. (zum Ausdruck des Unwillens) prëitambel. ▬ sei gefälligst still! scuta prëitambel!

gefälligwandelbar

GWB

gefaellig·wandelbar

gefällig-wandelbar B33,330 August 29.4.[20] K [> gefällig-spazierbar B33,2,20 ] → allgefällig augengefällig gottgefällig hochgefällig höchst…

Gefällkästchen

Campe

gefaell·kaestchen

Das Gefällkästchen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Theil des Waschherdes, worein das Wasser vom Gerinne fällt und woraus es sich über den …

Gefällsbruch

LDWB2

gefaell·s·bruch

Ge|fälls|bruch m. (-[e]s, ...brüche) (Neigungsänderung) mudamënt dla pendënza m.

Gefällverweser

Campe

gefaell·verweser

Der Gefällverweser , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der Verweser oder Verwalter, der Einnehmer der Gefälle.

gefaell als Zweitglied (1 von 1)

Ungefäll

Wander

Ungefäll In deinem vngefell vnd schmertzen, so hast ein solchen trost zu hertzen, dass mancher hat viel mehr zu klagen, vnd viel ein grösser…

Ableitungen von gefaell (2 von 2)

gefälle

DWB

gefälle , n. subst. zu fallen und gefallen, in mehrfacher bedeutung des zeitworts; ahd. gifelli mit nebenform gifellidi ( vgl. sp. 1616. 161…

Ungefäll

Wander

Ungefäll In deinem vngefell vnd schmertzen, so hast ein solchen trost zu hertzen, dass mancher hat viel mehr zu klagen, vnd viel ein grösser…