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gaumen

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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20 in 14 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gaumen m.

Bd. 4, Sp. 1576
gaumen, gaum, m. palatum. II. Die form zeigt eine starke entwickelung. I@11) hd. ist sie im vocal auffallend entwickelt. I@1@aa) schwachformig ahd. guomo, goumo und giumo, s. Graff 4, 206, Schm. 2, 48. davon ist nur die zweite nhd. der gebildeten sprache geblieben, die doch eigner weise mhd. wie ahd. gerade die seltenste ist. die dritte ist schon im mhd. verschwunden, es herscht da die erste, guome, md. gûme, die auch nhd. nicht fehlt. I@1@bb) daneben starkformig, schon ahd. einmal goum fauces, mhd. sowol goum wb. 1, 587b, 17 (über die gôm das. s. das f. gaum 1, b, γ) als guom, z. b.: dû mîn ôsterbluome, ich honic dînem guome. Mart. 77, 110, und beide formen noch nhd., s. 3, a. I@1@cc) aber auch mit kurzem vocal und doppelter consonanz (sieh dazu 5, a), schon ahd. einmal commono faucium, also gommo, mhd. noch unbelegt, aber im 15. 16. jh., oberd. wie md., rhein. (vgl. nl. unter 2, c): faux, gomme. Dief. 228b, in zwei vocc. ebenda der gumme faux, wie gumme palatum 406a, epiglotum, coopertorium oris, ein gumme Diefenb. wb. 1470 sp. 108 (neben palatum gum 199); gummen dat. in der Heidelberger hs. von Heinrichs crone 19827. 21194; faux, ein gumme. voc. opt. Lpz. 1501 K 6b; zwu zwivach zung und trummen hetens in irem gummen. Beheim Wiener 8, 26; mein zung mir klebet an dem gummen, ich kan kein tritt mehr weiter kummen. H. Sachs 3, 1, 10a; darauf soll man dem ross bald das blut am gummen laszen. Tabernaem. 722. noch jetzt im westen, wetterauisch gomme m., nass. gumme Kehrein 177. s. auch gum u. 3, d. I@1@dd) eigen mit umlaut: guttur, keel, das öberst theil am hals, vom ghümmen bisz an den jugulum. Alberus ii 3b, während er daneben die gewöhnliche doppelform ansetzt, gaum und gum palatum Gg 4b; aber es ist dort genauer besehen das kinn gemeint, und das musz im westen weiter verbreitet sein, denn im Luxemburgischen heiszt neben gumm gaumen auch die kinnkette gummketten Gangler 192, ja schon altn. das kinnbein gômbeinn Fritzner 213a, d. i. gaumbein; in gümmen mit umlaut steckt wol eine vermischung mit dem im westen geltenden kümmel gleich kinn (s. d. I, e, vergl. kümmel am ende), vgl. besonders fläm. kumme (gespr. kümme) kinnbein Schuerm. 309a und dazu kinnbein 2 für das kinn selber, wie käu kiefer bair. auch kinn ist. I@22) auszer dem hd. I@2@aa) ags. schwach gôma m. palatum (Wright 43b. 70b), dem ahd. guomo entsprechend; altengl. mit geänderter bedeutung, gome gingiva Wright 245a, daneben gume 207a; auch mit plur., goomys neben gome gingiva prompt. parv. 202a, jetzt gum, gewöhnlich pl. gums, nur noch für zahnfleisch, welche bed. auch dasn. und norw. zeigt. die u-form scheint nur durch kürzung entstanden. I@2@bb) altn. gômr, dem mhd. guom entsprechend (1, c), schwed. norw. gom, n. dial. gom und gaam (Outzen 93), in der schriftsprache vielmehr gumme (gomme), an das hd. gumme 1, c erinnernd (daneben gane, s. 5, b); vgl.n. gumle, beschwerlich kauen, bes. mit zahnlosem munde, schwed. gummsa Rietz 222b. nordfries. gäme, göme pl., s. Outzen 93. I@2@cc) alts. wahrscheinlich guomo, gômo, nicht erhalten; mnd. gume Schiller u. Lübben 2, 165b, wie noch göttingisch gûme Schambach 70b (s. dazu 3, c); älter nl. gumme Kil. (Oudemans 2, 763), wie rhein. 1, c. aber das wort ist im nd. bereiche überhaupt zurückgetreten, schon im 16. jahrh. gibt Chytraeus 95 für palatum nur de bOeen im munde, d. h. bühne, wie noch jetzt, s. Brem. wb. 1, 116, auch nordfries. böön m. zimmerdecke und gaumen Johansen 5, und entsprechend nnl. gehemelte, verhemelte gaumen, nrh. voerhemelt van den monde gemma Cöln 1511 P 4b, d. h. gewölbe, eigentlich künstlicher himmel, auch hd.: palatum, der rachen oder himmel im mund. Junius nom. 22, Henisch 1375, 13, wie griech. οὐρανός zugleich himmel und gaumen ist, s. dazu die ausführung J. Grimms bei Haupt 6, 541 fg., wie schon Höfer östr. wb. 1, 262. I@33) das nhd. setzt eigentlich die mhd. doppelform fort, auch in ihrer doppelten flexion, guome und goume, guom und goum. I@3@aa) vorherschend ist ursprünglich die erste, noch mit erkennbarem diphthong, im 15. 16. jh. guome, guomen, guom, guem Dief. 406a, guom faux 228b, guem epiglotum n. gl. 152a; frumen, des guomen intrug (s. unter II, 3) 183b; rumen, guomes intrug. n. gl. 322a; faux, palatum, der guom. gemma Straszb. 1548 J 5c, vgl. Ickelsamer unter II, 3. mit unbezeichnetem uo z. b.: gum in dem mund voc. 1482 n ijb, indruck des gumen, rumen l 1a. dagegen im md. mit û für uo (vgl. übrigens unter c): palatum, der gum Melber r 1b, voc. opt. Leipz. 1501 T iija, der gume Trochus N ijb, faux der rach vel gume Melber i 3a; faux, der ghum, ghaum. Alberus ii 3b. so bei Luther gume: und ire zunge an irem gumen klebte. Hiob 29, 10, und zwar neben gaume (s. b), sodasz auch ihm noch die doppelform zur auswahl stand, wie sie Alberus setzt, und wie noch z. b. bairisch (s. e). I@3@bb) seltner dagegen, wie schon mhd., die zweite, die heute herscht; aus dem 15. jahrh. bei Dief. find ich nur: faux, goum oder rachenhüli. n. gl. 169a, alem.; netzengoumen, d. i. wein, sieh Kellers fastn. 1527; mit oberschwäb. vocal: gam, palatum, faux. voc. inc. t. h ija (in einer spätern ausg. g 1a mit nachgetragnem gum). md. 16. jh. gaume, bei Luther: meine zunge klebt an meinem gaumen. ps. 22, 16; zunge, gaumen und kele. winkelmesse K 1b, bei Dietz 2, 15b. vgl.ghaum Alberus vorhin. I@3@cc) aber auch eine dritte form, gûme mit echtem û; so schweiz. gûme, bei Tobler 246b gûma (Frisius, Maaler haben es überhaupt nicht). ebenso ist md. gûme, z. b. in Braunschweig, im Göttingischen zu beurtheilen, weil nach dortiger mundart dem mhd. guome vielmehr gaume entsprechen müszte, wie gut da gaud heiszt; auch die ostmd. mundart, z. b. in Leipzig, stimmt ein, da hier das au in gaumen nie zu ô wird, wie in bôm, trôm, sodasz auch hier ein altes echtes gûme unterliegt. älter bezeugt ist es mnd., s. u. 2, c; auch in den gume, gum unter a und bei Dief. 406a. 228b. 204b kann ein und das andere gûme stecken. es gesellt sich zu dem ahd. giumo. I@3@dd) noch anders ist gum bei Dasypodius: palatum, der rach, gum 289a, weil dort uo grundsätzlich bezeichnet ist, û aber nur als au erscheint; es musz genau genommen zu gumme u. 1, c gehören, und ebenso wol gom Dief. 406a in einem md., rhein. voc. zu gomme dort, da o für ou jenem voc. nicht gemäsz ist (s. z. b. saim gleich mhd. soum 507b). also gum, gen. gummes? I@3@ee) im bair. gebiet neben guem und gaum (gespr. gam) auch gaim, gespr. gaem Schm. 2, 46 ff., österr. neben guam auch gaim, gespr. goam Höfer 1, 261; aber das ist nur sache der aussprache, s. Schmeller bair. gr. § 374, Weinhold bair. gr. s. 73, beides ist nur das alte guome oder guom. wie aber jenes ai vor -m bis ins 15. jh. zurück bezeugt ist (s. z. b. raim für ruom Bartschs herz. Ernst s. 42 var.), so auch gaim schon z. b. im j. 1505 bei Karpf medic. lib. 91: wasch im dy gaym damit (Schm.2 1, 911), im plur., s. darüber II, 2. s. auch unter beiden zeitwörtern gaumen die form gaimen. I@44) die heute in der schriftsprache allein gebliebene form musz schon im laufe des 16. jahrh. die oberhand erhalten haben, denn im j. 1618 setzt z. b. der Baier Schönsleder blosz noch gaume an S 5a, im j. 1616 Henisch gaum 1375 und gum nur beiläufig 1777, auf gaum verweisend. man schwankt aber noch lange zwischen stark und schwach, gaum und gaumen, eigentlich bis heute, obwol das letztere das eigentlich anerkannte ist, gaum mehr den dichtern vergönnt wird, s. die beispiele unter II, 4. doch sieht man gaum mehr als schlechte aussprache von gaumen an, daher ein dat. gaume, gen. gaumes, gaums nur selten noch gewagt wird (vgl. im 15. jh. guomes 3, a), z. b.: seine frucht vernein' ich eurem gaume, wiszt! der apfel an dem wunderbaume labt mit göttertraume. Schiller anthol. 146 (1, 284 d.); und gönnen gern dem gaume seine freuden. A. W. Schlegel (1811) 1, 75; sie riefen: uns ein tröpflein auch, die zunge klebt am gaume! Rückert poet. w. 6, 32; des stummen doctors eil' und seines gaums verzicht auf eine fette gans. Thümmel 2, 17. übrigens setzte noch Adelung gaum, gen. gaumes, plur. gaume als gleichberechtigt neben gaumen. I@55) die herkunft. I@5@aa) benannt ist der gaume ohne zweifel vom weiten öffnen des mundes, mit bildendem -m, von dem alten zeitworte dafür, das noch nhd. vorliegt in gauen, gäuen (s. d., vgl. J. Grimm bei Haupt 6, 542); ahd. goumo schlieszt sich leicht an die form gauen an, ahd. vermutlich gowian, gowôn oder ähnl. (s.gäuen 2, b), ebenso an ahd. giwên die form giumo (das w als u bewahrt), guomo aber kann wol aus goumo entstanden sein, da wechsel von ou und uo auch sonst vorkommt, s. III, 1829, auch knaust a. e.; zu gumme, gomme vergl.krugel mit urspr. kürze neben mhd. kruoc (nd. krûke) unter krug I, 4, oder könnte nicht gommo unmittelbar aus ursprünglichem gowmo entstanden sein durch angleichung anstatt erweichung des w? I@5@bb) dazu stimmt auch bestärkend ein nord. wort mit -n für -m, dänisch gane gaumen, in schwed. mundarten gan f., auch die mundhöhle überhaupt, s. Rietz 184a; norw. gan n., beschränkt auf die kiemen des fisches Aasen 207a, welche bedeutung auch das schwed. wort hat, begreiflich nach der wichtigkeit der fischerei dort, auch kieme ist ursprünglich vielmehr mundkiefer überhaupt. dazu norw. schwed. gana neugierig, gespannt blicken, eig. mit offnem munde und gehobnem kopfe, s. Rietz 184a, und ebenso zu gaum bei uns gaumen hiare u. ä. (s. dort); vgl. zum ganzen gähnen, besonders I, 4. I@5@cc) ein fraglicher auswärtiger anklang in litt. gomurys gaumen, s. Diefenb. goth. wb. 2, 388. IIII. Bedeutung und gebrauch. II@11) der entstehung gemäsz ist es ursprünglich die mundhöhle, rachenhöhle, ahd. 'fauces goum', mhd. z. b. vom wolfsrachen, nicht gaumen, nach Wolvesguome als räubername Helmbr. 1195; vom rachen des teufels: ich gewinne iu der bluomen, und hete si in sînem guomen der tiuvel besloʒʒen. krone 21194. und so bis in die nhd. zeit herein, s. unter I, 1. 3 das häufige faux guome u. ähnl., goum oder rachenhüli 3, b, die zunge ist im gummen bei Beheim 1, c. zeugnis dafür gibt noch heute gaumen, den mund aufsperren, und luxemb. gamm f. maul Gangler 163, eig. gomme f., also zu I, 1, c (wie ebenda z. b. haff hof, dapp topf), während der gaumen dort gumm heiszt. II@22) aber ahd. auch schon der pl. dafür, wie er im lat. fauces herschend ist, fauces guomûn u. ähnl., und dasz das nicht blosz vom lat. veranlaszt ist, verbürgt der plur. mhd. u. a.: daʒ mir mîn munt und mîne guomen haiser sint worden. Grieshaber pred. 2, 77; vgl. nhd. die gaim plur. I, 3, e. ebenso noch nordfries. (s. I, 2, b), n. gummer, besonders deutlich altn., wo der obere und untere gaum unterschieden werden, efri und neðri gômr, wer doppelsinnig oder vorsichtig zu reden hatte, muszte die zunge gebrauchen oder wenden î gôma bâða, an beide gaumen, s. Egilss. 260b. so auch hd. noch, österr. beim metzger, obergam und untergam des ochsen Castelli 136, vgl.oberguem u. 3, das doch anders gemeint ist. also gaum zugleich wie kiefer, daher altn. auch gômbeinn backenknochen, kinnbein. II@33) aber auch ahd. schon der obere theil des rachens vorzugsweise, palatum, bei Adelung 'die obere fleischige wölbung des mundes, von den zähnen an bis an den schlund'; z. b.: das g (d. h. sein laut als gaumenlaut entsteht), so die zung das hinderst des guomens berrt, wie die gens pfeisen. Ickelsamer gramm. B 1a (s. sp. 1108). es wird auch unterschieden palatum guem und rumen oberguem Schm. 2, 48 aus einem voc. von 1445, Dief. 503b, letzteres der hinterste theil der in die kehle übergeht. vergl. auch u. I, 3, a des guomen intrug, rumen, frumen, auch kurz 'frumen ein gum' Dief. 249b, die stelle wo wiedergekaut wird (indrucken masticare voc. 1482 p 5b, das mhd. iterucken u. ä.). selbst das sog. zäpfchen wird kurzweg damit bezeichnet: epiglottis, epiglottum gume, gum Dief. 204b (vergl. unter I, 1, c. 3, a und gaumensegel), wie umgekehrt im engl. gum die bedeutung auf das entgegengesetzte ende der mundhöhle beschränkt ist (I, 2, a). II@44) geredet wird vom gaumen hauptsächlich als der stelle, wo der geschmack, auch eszbegier, durst sich äuszern (die form gaum herscht blosz darum vor, weil die auszieher fast nur auf sie geachtet haben als 'auffallend'). II@4@aa) im eigentlichen sinne: dem seugling klebt seine zunge an seinem gaumen fur durst. klagl. Jer. 4, 4; weil sein (des löwen) durchfurchter gaum nach dieser erquickung lechzet. Herder ideen 3, 3; und wölfen gleich, die durch den nebel spürend schleichen ... mit trocknem gaum erwartet von der brut. Schiller 32b; mit allem was den gaum zum trinken wetzt. Wieland 10, 322; seinem gaum gütlich thun. 35, 108; die menschen glauben, die organe ein kunstwerk zu genieszen, bildeten sich eben so von selbst aus wie die zunge und der gaum. Göthe 20, 249; und läszt er (Tasso) nicht vielmehr sich wie ein kind von allem reizen, was dem gaumen schmeichelt? 9, 222 (Tasso 5, 1); auch dein geruch wird sich ergetzen, dann wirst du deinen gaumen letzen. 12, 75; will sehen, ob ich nicht etwan für euren gaum was finden kann. 13, 81; das beerlein schmeckte seinem gaum. 13, 121; wenn nur seinem gaum nicht davor ekelte. Schiller 2, 341 d.; schon wässert ihm (dem hunde) der gaumen nach einem solchen schmaus. 1, 208; dann, von keines fürsten mahle ... würde dann mein gaum versucht. Bürger 120a. II@4@bb) übertragen auf anderes verlangen: dasz mein rachebrennender gaumen in seinem natterblut schwelge. Schiller hist. kr. ausg. 3, 310; bewundrung von kindern und affen, wenn euch darnach der gaumen steht. Göthe 12, 37; hebet euch weg von mir, mein gold ist nicht für euren gaum. 15, 248; (wirst in dem buche) manches für deinen gaumen finden. an Zelter 2, 202, wie man geschmack findet an etwas, danach lechzet u. dgl. eigen östr. einen schwarzen gam (gaim) haben, leicht zornig werden Castelli 136, Höfer 1, 261. II@4@cc) mhd. selbst des herzen guome, im anschlusz an den genusz des abendmahls: gotes lîcham gibet süeʒekeit des herzen guomen. altd. bl. 2, 357; darumb musz ich .. fürchten, das der inner gume meins herzen so unempfenklich ist des lieplichen wirken gots. Schmid schwäb. wb. 250 aus Heinr. v. Neuenstadt, vgl. ein götlîcher gesmac Eckhart 480, 29 vom erfassen gottes.
14357 Zeichen · 465 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gaumen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Gaumen , des -s, plur. ut nom. sing. oder ohne Ableitungssylbe, der Gaum, des -es, plur. die -e, die obere fleischig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gaumen

    Goethe-Wörterbuch

    Gaumen unter 57 Belegen 11mal älteres ‘Gaum’ (im Nom/Dat/AkkSg) 1 obere Wölbung der Mundhöhle a anatom; meist (wie auch …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gaumen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gaumen (palatum) , der obere Theil der Mundhöhle. Den vordern Theil desselben, den harten G., bildet die Scheidewand zwi…

  4. modern
    Dialekt
    Gaumenm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Gaumen m. : 1. a. wie schd., Gaume (gaumə) [verbr. mittl. WPf östl. NPf nördl. VPf vereinzelt übrige Pfalz], Gumme (gumə…

  5. Sprichwörter
    Gaumen

    Wander (Sprichwörter)

    Gaumen 1. Ein leckerer Gaumen führt an den Bettelstab. 2. Einem durstigen Gaumen schmeckt jeder Wein gut. 3. Wem der Gau…

  6. Spezial
    Gaumen, harterm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Gaumen , m , harter нёбо , ср , твёрдое

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaumen

46 Bildungen · 42 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von gaumen 2 Komponenten

gau+men

gaumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gaumen‑ als Erstglied (30 von 42)

gaumenbein

DWB

gaumen·bein

gaumenbein , n. knochen im hintersten theil des gaumens, ossa palati. Adelung.

Gaumenbildung

Meyers

gaumen·bildung

Gaumenbildung (griech. Uranoplastik ), eine von Bernh. v. Langenbeck angegebene plastische Operation zur Bildung eines Gaumens (s. d.) bei a…

gaumenbuchstabe

DWB

gaumen·buchstabe

gaumenbuchstabe , m. litera palatalis. Campe. auch gaumbuchstabe, scherzend: brodtorte, worauf ihr ( des geburtstagskindes ) name mit ächter…

gaumenfalte

DWB

gaumen·falte

gaumenfalte , f. falte im gaumen bei gewissen thieren: die gaumenfalten sind gekörnt. Brehm thierleben 2, 119 .

gaumenfläche

DWB

gaumen·flaeche

gaumenfläche , f. die fläche des gaumens. Campe ; er hat auch gaumenflügel, gaumenfortsatz, gaumengang, gaumenknochen, gaumenschlagader, gau…

Gaumenflügel

Campe

gaumen·fluegel

Der Gaumenflügel , des — s , d. Mz . w. d. Ez in der Zergliederungskunst, ein Theil des Keilbeines, der an jeder Seite gerade nach unten nac…

Gaumenfortsatz

Campe

gaumen·fortsatz

Der Gaumenfortsatz , des — es, Mz. die — fortsätze , in der Zergliederungskunst, ein Theil des Oberkiefers nach dem Gaumen hin (Processus pa…

Gaumengang

Campe

gaumen·gang

Der Gaumengang , des — es, Mz. die — gänge , in der Zergliederungskunst, ein Gang am aufsteigenden Nasenstücke des Gaumenbeines, der an der …

Gaumenhaut

Campe

gaumen·haut

Die Gaumenhaut , Mz. die — häute , in der Zergliederungskunst, diejenige Haut, welche die untere Gaumenfläche bekleidet (Membrana palati ).

Gaumenheber

Campe

gaumen·heber

Der Gaumenheber , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in der Zergliederungskunst, ein Muskel, der von der äußern Fläche des Felsenbeines und der Tro…

gaumenkitzel

DWB

gaumen·kitzel

gaumenkitzel , m. sinnengenusz den der gaumen gewährt: in dem käficht einer alten matrone ... verbracht' ich ein ruhmloses leben in trägheit…

Gaumenknochen

Campe

gaumen·knochen

Der Gaumenknochen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in der Zergliederungskunst, die kleinen aus zarten Blättern bestehenden Knochen, welche sich…

Gaumenkünstler

Campe

gaumen·kuenstler

○ Der Gaumenkünstler , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Künstler für den Gaumen, der den Gaumen zu kitzeln, d. h. leckere Speisen und Getränk…

Gaumenlauter

Campe

gaumen·lauter

Der Gaumenlauter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Lauter oder Buchstabe, welcher einen Gaumenlaut bezeichnet; der Gaumenbuchstabe .

Gaumenloch

Campe

gaumen·loch

Das Gaumenloch , des — es, Mz. die — löcher , in der Zergliederungskunst, ein Loch, welches dicht am Nasenkamme durchgehet und die Mund= und…

Gaumenlust

Campe

gaumen·lust

○ Die Gaumenlust , d. Mz . ungew. die Lust, welche man vermittelst des Gaumens an wohlschmeckenden, die Geschmacksnerven angenehm reizenden …

Gaumennaht

Campe

gaumen·naht

Die Gaumennaht , Mz. die — nähte , in der Zergliederungskunst, ein Theil des Gaumens, in welchen sich die Gaumenfortsätze vereinigen (Sutura…

Gaumennerve

Campe

gaumen·nerve

Der Gaumennerve , des — n, Mz. die — n , in der Zergliederungskunst, Nerven, die sich im Gaumen endigen. Der Gaumennerve theilt sich in den …

gaumen als Zweitglied (2 von 2)

abgaumen

DRW

abgaumen im Sinne der Überwachung in ihrer ganzen Ausdehnung "hüten, schützen. gebannte wälder abgaumen" oJ. SchweizId. II 301 Faksimile

begaumen

Idiotikon

begaumen Band 2, Spalte 303 begaumen 2,303

Ableitungen von gaumen (2 von 2)

begaumen

Idiotikon

begaumen Band 2, Spalte 303 begaumen 2,303

vergaumen

DWB

vergaumen , verb. hüten, hütend schützen, verhindern, mhd. vergoumen, vergöumen. zusammensetzung mit gaumen ( theil 4 1 , 1519). während im …