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Gär

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Gär f.

Bd. 3, Sp. 39
Wossidia Gär f. Gärung, Wallung, besonders der durch Hefezusatz bewirkte Gärungsprozeß alkoholischer Getränke: 'S. Ladewich ... sprack men umme hülpe an, wenn dat Beer wolde in de wilde ghar kamen' Gry. Paw. F 4a; Un hett he (der Wein) de wille Gär versöcht, Denn is he as de Häben klor Egg. Trems. 11; von starker Brandung, hohem Wellengang: all' ein Gär WiWismar@KirchdorfKirchd; dat Water is all' in ein Gär RoRostock@BörgerendeBörg; is all' een Giß un Gär Wo. Seem. 2, 177; morastiger Weg: dat is ne schöne Gär MaMalchin@GnoienGnoi; Wa; häufig auf menschliche Zustände übertr.: in de Gär kamen in Aufregung geraten, zornig aufwallen RoRostock@KlockenhagenKlock; Egg. Trems. 216; De Kröge geröd nu verfluchten in Jehr Kerk. Burns 34; denn kamen de Lüd in de will Gähr Disk. 55; 71; vom leicht aufbrausenden Dienstherrn: dee is 'n ganzen Dag in ein Gär HaHagenow@RedefinRed; in de wille Gär geraden auf Abwege geraten RoRostock@DierhagenDierh; häufig von wilder Aufführung, tollem Lebenswandel: Hier kem he in de wille Gähr A. Reinh. Dokt. 50; kam'n vel in de wille Gär, leggn sick up 't Supen Disk. 28; Kümmt ok dat Kind in wille Gähr? Reut. 7, 142; Dat 's ne wille Gär Bri. 1, 61; dor geiht 't in de will Gär da geht es hoch her, wird üppig gelebt Wa; auch von plötzlich aufziehendem Unwetter: dat Wäder kümmt in de will Gär Ro Rostock@Nienhagen bei DoberanNHagD; s. Gor.
1253 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gär

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gär , s. gärn .

  2. modern
    Dialekt
    Gär

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gär [Kár Roppenzw. Co. Str. Tieffenb. ] 1. f. ( n. Roppenzw. wo auch Pl. [Kárər]) Bahnhof. 2. Ausruf: Achtung, Kopf weg!…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaer

200 Bildungen · 197 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

gaer‑ als Erstglied (30 von 197)

gärbe

DWB

gärbe , m. f. hefe u. ä., z. b.: die hefen oder gärben zum brandweinbrennen. kunst- u. handwerksnot. 282; s. gerbe , zunächst gare 5, b.

Gärbehaus

Adelung

gaerbe·haus

Das Gärbehaus , des -es, plur. die -häuser. 1) In einigen Gegenden das Haus, oder die Werkstätte eines Ledergärbers; die Gärberey. 2) Im Nie…

gärbehobel

DWB

gaerbe·hobel

gärbehobel , m. beim böttcher, hobel womit sie die fässer inwendig, an den böden, wo die kimme eingestrichen werden soll, rund hobeln. Adelu…

Gärbeliren

Adelung

gaerbe·liren

Gärbeliren , verb. reg. act. welches nur im Bergbaue üblich ist, den Eisenstein auf dem Nennherde mit hölzernen Hämmern zusammen in eine Mas…

Gärbelquecke

PfWB

Gärbel-quecke f. : ' Schafgarbe (Achilea millefo- lium) ', Geʳwelqueck [ Wilde 221], Gäʳwilszweck [ PS-Erfw ]; vgl. Garbe 2 , Garbenkraut , …

gärbemühle

DWB

gaerbe·muehle

gärbemühle , f. mühle oder mühlgang, ' dessen stein so gerichtet, dasz die speltkörner, als der kern, nur aus der spreu heraus gedrückt und …

gärben

DWB

gaer·ben

gärben gleich gar machen, fertig machen. 1 1) Die form. mhd. gärwen, gerwen, noch im 15. jh. gerwen praeparare Mones anz. 7, 300 , nhd. meis…

gärber

DWB

gaer·ber

gärber , m. gleich gerber, s. d., vgl. gärben .

Gärberey

Adelung

gaerbe·rey

Die Gärberey , plur. die -en. 1) Die Beschäftigung, Lebensart eines Gärbers; ohne Plural. 2) Dessen Werkstätte.

Gärberlohe

Adelung

gaerber·lohe

Die Gärberlohe , plur. von mehrern Arten, die -n, die Lohe, deren sich die Gärber zur Zubereitung der Häute bedienen; im Nieders. Kiff. S. A…

Gärberstrauch

Adelung

gaerber·strauch

Der Gärberstrauch , des -es, plur. die -sträuche, ein Strauch, wovon eine Art bey Montpellier, die andere aber in dem südlichen Amerika wäch…

Gärberwolle

Adelung

gaerber·wolle

Die Gärberwolle , plur. inus. diejenige Wolle, welche der Gärber von den Schaffellen ausraufet.

Gärbestahl

Adelung

gaerbe·stahl

Der Gärbestahl , des -es, plur. die -stähle, ein unten herzförmig gebildetes Stück polirten Stahles, an einem Stiele, dessen sich verschiede…

Gärbestube

Adelung

gaerbe·stube

Die Gärbestube , plur. die -n, bey den Alaungärbern, die heiße Stube, in welcher die Felle mit Talg getränket werden, und welche auch die Bä…

gärbhaus

DWB

garb·haus

gärbhaus , n. sacristei, garbhaus, gerbhaus Schm. 2 1, 934, s. gärkammer .

gärblein

DWB

garb·lein

gärblein , f. kleine korngarbe, ahd. gerbilîn fasciculus Tat. 72, 6, nhd. gärblin Henisch 1356 , gärblein Steinbach 1, 558 .

gärbottich

DWB

gaer·bottich

gärbottich , m. in brauereien, bottich zum gären des bieres, gährbottich Frisch 1, 320 b , Adelung ; bildl.: dieser gährbottich von sinnenhe…

gärbprügel

DWB

garb·pruegel

gärbprügel , m. bair., prügel zum strafferen anziehen (raiteln) einer kette. Schm. 2, 65 , der an span. garrote erinnert, vgl. knebel 4, d; …

Gärbquecke

PfWB

garb·quecke

Gärb-quecke f. : ' Schafgarbe (Achillea millef.) ', Gäʳbquack [ PS-O'simt ]; vgl. Garbe 2 . Marzell 148.

Gärbütte

RhWB

gaer·buette

Gär-bütte -byt Ahr, Neuw-Linz , Siebengeb f.: B. zum Gären der Trauben.

gärchen

RhWB

gaer·chen

gärchen gę(r)χə Kreuzn schw.: das ‘r’ schnarrend sprechen. — Abl.: die Gärcherei, das Gegärch.

gaerde

MNWB

2+ gārde , gārt (gaard , gaerde) , m. u. f. , anord. garðr (vornehmlich in den skandinav. Niederlassungen, Bergen u. a.), Gard, Hof, Gehöft,…

Grdener

WWB

gaer·dener

Gaerdener m. [verbr.] Gärtner; Person, die berufsmäßig Gartenbau betreibt. Kūm hïet se ne Hīege ümm’m Gān’n, maut se ok all en Geärtner drin…

Ableitungen von gaer (3 von 3)

gäre

DWB

gäre , järe , f. gärung. 1 1, 1@a a) gäre, aestuatio vini vel cerevisiae Stieler 609 , das gären oder die gur des biers Ludwig 691 . später …

vergären

DWB

vergären , n. , substantivischer infinitiv des vorigen: er kannte auch, wie färber und seifensieder, die zeit des gährens und vergährens. Go…

vergärung

DWB

vergärung , f. ejectio sordium, ebullatio, ausgärung Stieler 609 : dasz .. die möst .. genzlich ir verjerung haben mögen. reichsordn. ( Worm…

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APA
Cotta, M. (2026). „gaer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gaer/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „gaer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gaer/meckwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gaer". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gaer/meckwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_gaer_2026,
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