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gäbe

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
37
Verweise raus
33

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gäbe

gäbe

Gabe f. ‘Geschenk, bestimmte Menge, Begabung, Talent’, ahd. gāba (9. Jh.), mhd. gābe, mnd. mnl. gāve, nl. gave, anord. gāfa gehören wie die Vertreter der im Nhd. untergegangenen Bildung ahd. geba (8. Jh.), mhd. gebe, asächs. geƀa, aengl. giefu, anord. gjǫf, got. giba (germ. *gebō) zu dem unter geben (s. d.) behandelten Verb. Beide Formen sind jedoch in ihrer Bedeutung unterschieden, indem mhd. gābe vorwiegend das Ergebnis des Schenkens, das ‘Geschenk’ bezeichnet, mhd. gebe dagegen die Handlung des Gebens, das ‘Schenken’ hervorhebt. Schon mhd. gābe bezeichnet auch die Eigenschaft, womit einer ausgestattet (begabt, s. unten) ist, also ‘Begabung, Talent’. Gabe als ‘das, was gegeben wird’ steht schließlich im Sinne von milde Gabe für ‘Almosen, Spende’, in Wendungen wie die gewohnte Gabe (an Medikamenten) verabreichen für ‘Portion, Dosis’. – begabt Part.adj. ‘talentiert, mit guten Anlagen, Geistesgaben ausgestattet’; eigentlich Part. Prät. zu heute unüblichem begaben ‘mit Gaben ausstatten, beschenken’, dem mhd. begāben vorangeht, das im 13. Jh. zuerst in der Rechtssprache (‘letztwillig bedenken, mit Vorrechten ausstatten’) auftritt, im 14. Jh. von der Mystik auf die Gnadengaben Gottes bezogen wird, wohl unter Einfluß von kirchenlat. dōtātus (vgl. frz. doué, engl. gifted, nl. begaaft, dän. begavet). Über den religiösen Bereich hinaus entwickelt sich begabt zum Ausdruck für jede Ausstattung mit Geistesgaben oder sonstigen guten Anlagen; dazu hochbegabt Adj. (16. Jh.). Begabung f. ‘Befähigung, Anlage, Talent’, vom 14. Jh. an vor allem ein Ausdruck der Rechtssprache für ‘Schenkung, Stiftung, Beschenkung, Vorrechte’, seit dem 18. Jh., der Bedeutung des Adjektivs folgend, auf geistige und gute körperliche Anlagen übertragen.
1743 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gæbeadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    gæbe ( Gr. 1,748 ) adj. annehmbar, lieb, gut. der brichet ab uns gæbiu phant nimmt uns pfänder ab, die jeder gern nehmen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gäbe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Gäbe , S. Adelung Gebe .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gäbe

    Goethe-Wörterbuch

    gäbe einmal ‘giebe’ (Schreiberhs) A2,204,22 Votum [Jan 92] K nur in der festen Vbdg ‘gäng und g.’ s gänge Brigitte Matta…

  4. modern
    Dialekt
    gäbe

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gäbe s. gang .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gaebe

13 Bildungen · 12 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

gaebe‑ als Erstglied (12 von 12)

gæbeclîche

Lexer

gaebe·cliche

gæbec-lîche adv. BMZ auf reine, gute weise Freid. (71,4; in der 2. ausg. und ouch selbe rehte lebe).

gäbelchen

DWB

gaebel·chen

gäbelchen , n. 1 1) furcula: messerchen und gäbelchen. Rückert ges. ged. 6, 38 . 2 2) capreolus, am weinstocke, sie sind vorn gabelartig get…

Gäbele

ElsWB

ga·bele

Gäbele [Káwala Heidw. Su. Dü. ; Kawələ NBreis. Lobs. M. K. Z. Betschd. ; Kæwələ Str. W. ] n. 1. kleine Gabel, kleine Ranke. ‘Gäbelin, räbenz…

gäbelein

DWB

gaebe·lein

gäbelein , n. kleine gabe ( mhd. gæbelîn), selten: werfent ain wurst an ainen bachen, dʒ ist si geben klaine gäblin, etwan ain hailiglin ( b…

gäbeleinschmid

DWB

gaebelein·schmid

gäbeleinschmid , m. furcillarum opifex. Nürnb. wörterbüchlein mit bildern 1713 107 b , gäbelein tischgabel 49 a .

gæbelich

Lexer

gaebe·lich

gæbe-lich adj. angenehm, erwünscht Öh. 10, 24 ; sô gæbelîche sachen, so beschaffen Kirchb. 724,26.

Gäbelis

Wander

gaebe·lis

Gäbelis Of Gäbelis ui gi Hennadr ... rittera. – Tobler, 209. Wird gebraucht, wenn man auf die Frage, wohin man gehe, nicht gern antworten wi…

Gäberow

MeckWB

Gäberow s. Gäwerow .

Gäbert

MeckWB

Gäbert s. Gäwert .

Ableitungen von gaebe (1 von 1)

ungäbe

DWB

ungäbe , adj. adv. , gegentheil von gäbe th. 4, 1, 1, 1116; mhd. ungæbe; mnd. ungêve; nd. ungeeve; mnl. ongave; ongheve teuthonista 264 a ; …