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Fründ

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Fründ m.

Bd. 2, Sp. 906
Fründ m. [verbr.] 1. Freund. — 1.1. jmd., der einem anderen in Freundschaft verbunden ist, ihm nahe steht. Feï sind gantse guere Frönne (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf). Dat sind dicke Frönne (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Wann besöchst diu duinem Frönd? (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). — Ra.: Fründ un Feind jedermann (Kr. HalleHal Kr. Halle@HörsteHö). Geot Fründ heuten jmd. freundlich begrüßen, willkommen heißen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLATENAUWB). He is ne Allermanns Frönd er kommt mit jedem gut aus (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw || ähnl. mehrf.). He is guet Frönd te jederene dass. (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr || mehrf.). — Sprichw.: Wä ’n Düwel tom Fröind hät, kann lichte in dä Hölle kummen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Wer sick twisken tweu Frünne menget, mott domie räcken, datt heu sick klemmet (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). De Frünne häbb’n well, de mott se sik maken (Kr. HalleHal Kr. Halle@AmshausenAh || mehrf.). Wer ’n geon Fründ findt, dä hätt süin Dachläon verdöint (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf. Lippe). Wai kainen Figgend hiät, hiät ok kainen Frönd (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Boa de Schuarnstäin rouket, fählet et nit an Frönnen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wamme küemmet in Nout, sind de gurren Frönne dout (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wann ’t Glück en sur Gesichte maket, dann packet de Frönne in (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Sind volle Schüetteln un Flaßken opp den Dißken, dann hiass du nitt lange noa Fröngen te fißken (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt). Wutt diu eunen Minsken os Fründ behaulen, dänn leihne änne keun Geld (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || ähnl. mehrf.). Frünne inne Nōt, Frünne in’n Dōt, Frünne achtern Rüggen sind dräi starke Brüggen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Frünne inne Naut goht hunnert upp en Laut (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorlinghausenBh || mehrf.). Eegenluaff stinket, Fröündes Luaff hinket, oawer friemdes Luaff klinget (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Ougenfröinde, falsche Fröinde (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi). Allemanns Frönd is allemanns Narr (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || ähnl. mehrf.). Flaigen un Frönne kommet im Summer (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb). Better eunen geon Fründ os schlechte Verwandte (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLA-TENAUSP). Frünne sind gutt, owwer dei is übel dranne, dei se briuken mott (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe || mehrf. SWestf). Et es ’n schwoh Stücksken Arbäit, Katten un Rüerns te Frönne te maken (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Met Sliäge kann man sienen besten Frönd vötönen (erzürnen) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@EmsdettenEm || ähnl. mehrf.). Äigennutz verdriwet dian besten Frönd (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Sagw.: Hoal di gepackt, sag de Frönd, dao trat he iäm met dem Schuoken (Füßen) inne Fuet (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@GevelsbergGb). Iek hewe et lange genaug in miek efriäten, wägg dermet, saggte de Käl, doa har iäme en gueren Frönd vüör de Düör eschieten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Reim: To mine Frönde sin ik gaohn, / se leiten hüngerig mi staohn. / Jä, hädden ’t de Slēen un Butteln (Hagebutten) nich daohn, / hädd ik hüngerig müetten nao Huse gaohn (Münsterl BAHLM 102). — 1.2. In Vbdg. mit van: jmd., der etwas Bestimmtes besonders schätzt. Dǫ sind se alle gūt Froönd van das essen sie alle gern (Kr. IserlohnIsl Is). Hä es en Frönd van graute Baunen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). He was kinn Frönd van Kaarten (WMWB). — Sagw.: Eck sin känn Frönd van wāme Bollen, sach de Buer, do soll ’e föär de Fraulǖ enn’n ūtdaun (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 1.3. vertrauliche Anrede. Hoär es, guede Frönd! ironisch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Ba seï je dann hēr, gudde Fründ? Anrede an einen Unbekannten (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). — 2. (Sg.) Verwandter, (Pl.) (entferntere) Verwandtschaft [Kr. MindenMin Ravensbg Lippe WMünsterl Kos, sonst verstr.]. To de Groowe (Beerdigung) van usen Schwaoger waß de ganze Frände bineen (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd). Denn Mann, de Moder aoff ne naohn Frenden van de junge Fraou (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd). Frende upgäwwen den Verwandten von einem Familienereignis schriftlich Mitteilung machen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — Ra.: Vräinde van Adams Äinde weit entfernte Verwandte (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Däi sind mit us Fründ sie sind mit uns verwandt (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — Sprichw.: Frünne sind Hünne Verwandtschaft taugt nicht immer (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf. Lippe). ’n geon Nowa es beda os ’n fuian (fernen) Fruünd (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || verbr.). Eun Quentken Nowerskop ess bätter os eun Pund Frünne (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Well Kinder heff un Frende, sien Leed is nimmer an’n Ende (WMWB). Bröüers (Brüder) sind Frönne, jeider wahrt oawer sinen Geldbühl (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). ⟨Fründ [bes. OWestf Kr. LippstadtLst Kr. BrilonBri Olp], Frönd [Münsterl Kr. WiedenbrückWie SWestf, verstr. südl. OWestf], Frend [WMünsterl Olp, sonst verstr.], Froind [WMünsterl, sonst verstr.] bzw. „Freund“ [Kr. MindenMin Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Wol, sonst verstr.], ›Frǖnd‹ [verstr. bes. Ravensbg]; Frende (Pl.) ’Verwandtschaft’ [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Ge]. — Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@GescherGe u. WMWB differenzieren zw. Fröünde bzw. Frönde Bed. 1 u. Frende Bed. 2⟩ Zus.: → Alle-mans~, Aller-weªrlts~, Blō¹d~, Brō²d~, Dāges~, Dēr~, Dūts~, Gō²se~, Grō¹wen~, Hē²med~, Hūs~, Kinder~, Mensken~, Nō²d~, Pot~, Ge-schäfts~, Schüᵉtel~, Wichter~.
4393 Zeichen · 113 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Fründ

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Fründ [Frìnt Sier. Mü. Su. Hlkr. Dü. Barr Ndhsn. Str. Betschd. Han. W.; Frįt, Pl. Frein M. ; Fréįn Geisp. ; Frnt Pfulg…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fruend

58 Bildungen · 24 Erstglied · 32 Zweitglied · 2 Ableitungen

fruend‑ als Erstglied (24 von 24)

fründen

MeckWB

fründen s. frünnen .

fründesk

WWB

fruend·esk

fründesk Adj. bekannt. Heu gaff sick seo fründsk ( Det Is = PLATENAUWB).

fründgǟwe

WWB

fründ-gǟwe Adj. angenehm, freundlich. Et es säo fröndgǟwe nit biuten ( Isl Dh).

fründhollig

MeckWB

fründhollig Freundschaft haltend, verwandtschaftlich gesinnt: ierst wir dat jo, as ob se heil fründhollig wiren (1889) Schö Schlagsd . Br. W…

Fründin

MeckWB

Fründin f. l. a. Spr. weibliche Blutsverwandte: 'wes em na erstlyker magesscop van syner doden vrundinnen tho rechte boren mach' ( Ha Boiz 1…

Fründjunge

WWB

fruend·junge

Fründ-junge m. Frendejunge Junge aus der Verwandtschaft, der zu Besuch ist (WMWB).

Fründkind

WWB

fruend·kind

Fründ-kind m. Frendekind adoptiertes Kind aus der Verwandtschaft, das bei Kinderlosigkeit Hoferbe werden soll (WMWB).

fründlich

ElsWB

fruend·lich

fründlich [frìntlik O.; frìntli Barr K. Z. ; frìntliχ Betschd. ] Adj. freundlich, höflich. E fründlige r Mann Banzenh. Su. Dü. Fründlig Wëtt…

Fründlichkeit

MeckWB

fruendlich·keit

Fründlichkeit f. Freundlichkeit: humanitas 'Frndtlicheit' Chytr. 569; eenen mit Fründlichkeit behanneln Ro; im obsz. Tanzreim für Frölichke…

fründlik

WWB

fruend·lik

fründlik Adj. [verbr.] 1.1. im Umgang mit anderen aufmerksam und entgegenkommend, liebenswürdig. En früntelk Kind ( Min Ha ). Muin Gevadder …

Fründschaft

ElsWB

fruend·schaft

Fründschaft [Frìntàft fast allg.; Frįtùf M. ; Fréntàft K. ; Frintàft Grimbr. Mittelhsn. Brum. ] f. Verwandtschaft. Ër is t noch us oise…

Fründskop

WWB

fruend·skop

Fründskop f. [verbr.] 1. Freundschaft; auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander. Ne dicke Frönßchop ( Bek V…

fründste

WWB

fruend·sote

fründ-sote Adj. [WMünsterl] fröntsöt ( Ahs Gr ) liebenswürdig, freundlich, höflich.

Fründstück

MeckWB

fruend·stueck

Fründstück n. Freundschafts-, Liebesdienst: ( an ) einen 'n Fründstück daun (maken) Ma Gal ; Giel; Ro AHag . Me. 2, 241.

Fründstükke

WWB

fruend·stuekke

Fründ-stükke n. [verstr. SWestf] Freundschaftsdienst, Gefallen. Diäme heww ek en recht Fröndstücke dohn ( Bri Nf ). Dao hiäste mi ’n Fröndst…

Fründupgiᵉwen

WWB

fruend·upgiewen

Fründ-up-giᵉwen n. [WMünsterl] Brauch bei Hochzeit und Tod: Die Verwandten kommen, um die Anschriften für die Einladung z.B. zur Beerdigung …

fruend als Zweitglied (30 von 32)

Bofelpfruend

Idiotikon

Bofelpfruend Band 5, Spalte 1289 Bofelpfruend 5,1289

Bëttelpfruend

Idiotikon

Bëttelpfruend Band 5, Spalte 1289 Bëttelpfruend 5,1289

Bīpfruend

Idiotikon

Bīpfruend Band 5, Spalte 1289 Bīpfruend 5,1289

Chaste(n)pfruend

Idiotikon

Chaste(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chaste(n)pfruend 5,1288

Chilche(n)pfruend

Idiotikon

Chilche(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chilche(n)pfruend 5,1288

Chōrherre(n)pfruend

Idiotikon

Chōrherre(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chōrherre(n)pfruend 5,1288

Früemësspfruend

Idiotikon

Früemësspfruend Band 5, Spalte 1289 Früemësspfruend 5,1289

Gnāde(n)pfruend

Idiotikon

Gnāde(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Gnāde(n)pfruend 5,1288

Gästenpfruend

Idiotikon

Gästenpfruend Band 5, Spalte 1287 Gästenpfruend 5,1287

Hēr(r)e(n)pfruend

Idiotikon

Hēr(r)e(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Hēr(r)e(n)pfruend 5,1288

Laie(n)pfruend

Idiotikon

Laie(n)pfruend Band 5, Spalte 1289 Laie(n)pfruend 5,1289

Mësspfruend

Idiotikon

Mësspfruend Band 5, Spalte 1289 Mësspfruend 5,1289

Sieche(n)pfruend

Idiotikon

Sieche(n)pfruend Band 5, Spalte 1290 Sieche(n)pfruend 5,1290

Ableitungen von fruend (2 von 2)

befründen

WWB

be-fründen V. [verstr.] (+ sik ) 1. dass. — 2. sich an etwas gewöhnen, sich mit etwas vertraut machen. Do kann ’k mi nit met befrönn’n ( Dor…

Unfründ

WWB

Un-fründ m. [verstr.] Gegner, Feind. Sick oinen ton Unfrünne maken ( Hal Bh ). Fī sind us Umfrönne wōan’n unsere Freundschaft ist zerbrochen…