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Fründ

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MeckWB
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4 in 3 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Fründ Pl.

Bd. 2, Sp. 1111
Wossidia Fründ Pl. Frünn', a. Schreibung Frunt, -o-, -e-, Pl. Frunde, Frunt m. Freund; im 18. Jahrh. ist die Aussprache Frünj belegt: 'van Een redliken Fründj' (Ro 1715) Kohf. Hg. 16, 1; 'bi goje Frünje' 2; 'miin goje Fründj!' (Anrede) ebda. Schon die a. Spr. unterscheidet blutsverwandte und fremde, nicht verwandte Fründe: 'mit witscop unde vulbort aller miner anghebornen unde vromden vrunden' (1390) UB. 21, 390; cognatus 'ein vOerwanter frndt, Vedder' Chytr. 121; entsprechend heißt es bei Reut. von der Hauptgestalt seiner Stromtid, Hawermann: hei hadd Frünn' (Freunde) un hei hadd ok Fründschaft (Verwandte) 2, 25; Mi 24a. 1. Verwandter; so fast stets in der a. Spr. der Urkunden, ausgenommen die höfliche Anrede (vgl. unter 2): 'efft die frunde mher missen hebben wolden' (PaParchim@PlauPlau 1307) UB. 5,335; 'mit rade siner wrunt' (StaStargard@NeubrandenburgNBrand 1339) 9, 182; 'sunder unse edder unser erven weddersprake edder unser vrend' (1366) 97; 125; 128; 'mit allen vrunden unde vromeden, de wy daerto theen eder bringhen konen' (Wi 1368) 279; 296; 'vor my, myne erven un vrunt beyder sit, boren und ungeboren' (Ro 1412) Ebel Urfehden 179; (Ro 1415) 182; 'he si Broder edder Süster, Vrünt edder Unvrünt' (oder Nichtverwandter; SchöSchönberg@CarlowCarl 1455) D. Schröd. Pap. 2, 2090; dei sünd gor kein Frünn' heißt es von Leuten, die nicht miteinander verwandt sind MaMalchin@BasedowBas; bei schlechtem Wetter sagt man: dit Wäder höllt Frünn' von de Dör (Verwandtenbesuch) Wi; jem., der starken Bartwuchs hat, muß hören: mööst bald din Frünn' besäuken, süs wassen di dei Ogen tau (und du kannst sie und sie können dich nicht mehr erkennen) PaParchim@PlauPlau; bäter 'n Nahwer achter dei Hand as 'n Fründ œwer Land PaParchim@PlauPlau; nichts wissen will vom Verwandten, bes. wenn dieser arm ist, das Wort: wat Vetter, wat Fründ, wer kein Geld hett, bliw mi von 'n Wagen SchwSchwerin@PampowPamp; und sehr hart urteilt das Sprw.: wo neger Fründ, wo arger Düwel RoRostock@DierhagenDierh; mit jem. verwandt sein: Fründ sin an einen; nur lit. dieselbe Wendung für das bloße Freundschaftsverhältnis: hei (Jesus) is jo ok 'n Fründ an dei Töllners un Verbrekers Luk. 7, 34. 2. Freund: 'den heren borghermesteren unde raedmannen der stad to Lubecke, usen leven vrunden, wi borghermestere unde raedmanne to der Wismer' (Wi 1389) UB. 21, 340; 'Frndt steidt by Frndt, Oeverst nicht alle stund, dewyle Frnde in der noth gahr weinich gahn up ein Lodt' Gry. Wed. N 5a; vgl. mod.: As ick kem in Not, Wiren all' min Frünn' dot; As ick kem in Wolläben, Wullen all min Frünn' wäsen Wa; 'Een untrü Fründ is ock een Grüwel' Raup. 32; myn Fründ (Anrede; Ro 1742) Kohf. Hg. 30,2; de Äsel hett mihr Frünn' as de Voß Wa; sprw. Deutung des Mückensummens: Fründ, Fründ, seggt de Mügg', dorbi steckt s' ümmer düller Wo. V. 2, 278; ironisch von jem., der einem Geld schuldig geblieben ist: hei würd' min Fründ WaWaren@JabelJab; doch auch der gute Kunde und Geschäftsfreund heißt so: NN. wir min beste Fründ sagte ein Geschäftsmann in MaMalchin@StavenhagenStav; is 'n Fründ in 'n Spill heißt es, wenn ein Trumpf oder eine andere gute Karte im Skat liegt Ro; sick mit einen Fründ maken sich mit jem. anfreunden RoRostock@RibnitzRibn. Dim. Fründing; in der Deutung des Mückensummens: Fründing, Fründing Wo. V. 2, 1056; vom Blutsverwandten: du büst jo doch min Fründing Gü Güstrow@BützowBütz. Zss.: Allmanns-, Dusel-, Dusend-, Jagd-, Veih-, Unfründ. — Mnd. vrünt, -e-, -i- m. — Br. Wb. 1, 456; Dä. 135a; Kü. 1, 515; Me. 2, 241; Schu. 78.
3363 Zeichen · 61 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Fründ

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Fründ [Frìnt Sier. Mü. Su. Hlkr. Dü. Barr Ndhsn. Str. Betschd. Han. W.; Frįt, Pl. Frein M. ; Fréįn Geisp. ; Frnt Pfulg…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fruend

58 Bildungen · 24 Erstglied · 32 Zweitglied · 2 Ableitungen

fruend‑ als Erstglied (24 von 24)

fründen

MeckWB

fründen s. frünnen .

fründesk

WWB

fruend·esk

fründesk Adj. bekannt. Heu gaff sick seo fründsk ( Det Is = PLATENAUWB).

fründgǟwe

WWB

fründ-gǟwe Adj. angenehm, freundlich. Et es säo fröndgǟwe nit biuten ( Isl Dh).

fründhollig

MeckWB

fründhollig Freundschaft haltend, verwandtschaftlich gesinnt: ierst wir dat jo, as ob se heil fründhollig wiren (1889) Schö Schlagsd . Br. W…

Fründin

MeckWB

Fründin f. l. a. Spr. weibliche Blutsverwandte: 'wes em na erstlyker magesscop van syner doden vrundinnen tho rechte boren mach' ( Ha Boiz 1…

Fründjunge

WWB

fruend·junge

Fründ-junge m. Frendejunge Junge aus der Verwandtschaft, der zu Besuch ist (WMWB).

Fründkind

WWB

fruend·kind

Fründ-kind m. Frendekind adoptiertes Kind aus der Verwandtschaft, das bei Kinderlosigkeit Hoferbe werden soll (WMWB).

fründlich

ElsWB

fruend·lich

fründlich [frìntlik O.; frìntli Barr K. Z. ; frìntliχ Betschd. ] Adj. freundlich, höflich. E fründlige r Mann Banzenh. Su. Dü. Fründlig Wëtt…

Fründlichkeit

MeckWB

fruendlich·keit

Fründlichkeit f. Freundlichkeit: humanitas 'Frndtlicheit' Chytr. 569; eenen mit Fründlichkeit behanneln Ro; im obsz. Tanzreim für Frölichke…

fründlik

WWB

fruend·lik

fründlik Adj. [verbr.] 1.1. im Umgang mit anderen aufmerksam und entgegenkommend, liebenswürdig. En früntelk Kind ( Min Ha ). Muin Gevadder …

Fründschaft

ElsWB

fruend·schaft

Fründschaft [Frìntàft fast allg.; Frįtùf M. ; Fréntàft K. ; Frintàft Grimbr. Mittelhsn. Brum. ] f. Verwandtschaft. Ër is t noch us oise…

Fründskop

WWB

fruend·skop

Fründskop f. [verbr.] 1. Freundschaft; auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander. Ne dicke Frönßchop ( Bek V…

fründste

WWB

fruend·sote

fründ-sote Adj. [WMünsterl] fröntsöt ( Ahs Gr ) liebenswürdig, freundlich, höflich.

Fründstück

MeckWB

fruend·stueck

Fründstück n. Freundschafts-, Liebesdienst: ( an ) einen 'n Fründstück daun (maken) Ma Gal ; Giel; Ro AHag . Me. 2, 241.

Fründstükke

WWB

fruend·stuekke

Fründ-stükke n. [verstr. SWestf] Freundschaftsdienst, Gefallen. Diäme heww ek en recht Fröndstücke dohn ( Bri Nf ). Dao hiäste mi ’n Fröndst…

Fründupgiᵉwen

WWB

fruend·upgiewen

Fründ-up-giᵉwen n. [WMünsterl] Brauch bei Hochzeit und Tod: Die Verwandten kommen, um die Anschriften für die Einladung z.B. zur Beerdigung …

fruend als Zweitglied (30 von 32)

Bofelpfruend

Idiotikon

Bofelpfruend Band 5, Spalte 1289 Bofelpfruend 5,1289

Bëttelpfruend

Idiotikon

Bëttelpfruend Band 5, Spalte 1289 Bëttelpfruend 5,1289

Bīpfruend

Idiotikon

Bīpfruend Band 5, Spalte 1289 Bīpfruend 5,1289

Chaste(n)pfruend

Idiotikon

Chaste(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chaste(n)pfruend 5,1288

Chilche(n)pfruend

Idiotikon

Chilche(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chilche(n)pfruend 5,1288

Chōrherre(n)pfruend

Idiotikon

Chōrherre(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Chōrherre(n)pfruend 5,1288

Früemësspfruend

Idiotikon

Früemësspfruend Band 5, Spalte 1289 Früemësspfruend 5,1289

Gnāde(n)pfruend

Idiotikon

Gnāde(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Gnāde(n)pfruend 5,1288

Gästenpfruend

Idiotikon

Gästenpfruend Band 5, Spalte 1287 Gästenpfruend 5,1287

Hēr(r)e(n)pfruend

Idiotikon

Hēr(r)e(n)pfruend Band 5, Spalte 1288 Hēr(r)e(n)pfruend 5,1288

Laie(n)pfruend

Idiotikon

Laie(n)pfruend Band 5, Spalte 1289 Laie(n)pfruend 5,1289

Mësspfruend

Idiotikon

Mësspfruend Band 5, Spalte 1289 Mësspfruend 5,1289

Sieche(n)pfruend

Idiotikon

Sieche(n)pfruend Band 5, Spalte 1290 Sieche(n)pfruend 5,1290

Ableitungen von fruend (2 von 2)

befründen

WWB

be-fründen V. [verstr.] (+ sik ) 1. dass. — 2. sich an etwas gewöhnen, sich mit etwas vertraut machen. Do kann ’k mi nit met befrönn’n ( Dor…

Unfründ

WWB

Un-fründ m. [verstr.] Gegner, Feind. Sick oinen ton Unfrünne maken ( Hal Bh ). Fī sind us Umfrönne wōan’n unsere Freundschaft ist zerbrochen…