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Finnen

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
12

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Finnen

Bd. 2, Sp. 707
Finnen, in weitester Bedeutung eine große Völkerfamilie, welche noch jetzt den größten Theil Nordeuropas u. des nordwestl. Asien bewohnt, wahrscheinlich die Scythen der Alten, wird in 4 große Gruppen eingetheilt: 1) die ugrische (Ostjaken, Wogulen, Maghyaren, letztere der einzige finn. Stamm, der einen civilisirten Staat gründete und gegenwärtig nicht Rußland unterworfen ist); 2) die bulgarische (Tscheremissen, Mordwinen, Tschuwaschen); 3) die permische (Permier, Syrjaner, Wotjaken); 4) die baltische (die eigentlichen F., Lappen, Esthen, Ingern, Liven, Woden u. Tschuden). Die eigentlichen F. sind von starkem Körperbau, kühn, beharrlich, poetisch, aber nicht so fleißig wie die Deutschen. In neuester Zeit ist die Sprache, Poesie u. Mythologie der F. ein Gegenstand wissenschaftl. Forschung geworden; namentlich hat Castrén viel gethan.
844 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Finnen

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Finnen , verb. regul. act. mit der Finne des Hammers bearbeiten, S. Adelung Abfinnen .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Finnen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Finnen , in weitester Bedeutung eine große Völkerfamilie, welche noch jetzt den größten Theil Nordeuropas u. des nordwes…

  3. modern
    Dialekt
    finnentr. v.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    finne n [finə n Fo. Falk. u. s.; fènə n Bo. Rein. Lix. Sgd. ; fiən Ri. Fi. Mtsh. Hom. ; fanən D. Si. — Flexion: fìnə (f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit finnen

18 Bildungen · 13 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von finnen 2 Komponenten

fin+nen

finnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

finnen‑ als Erstglied (13 von 13)

Finnenblasenbandwurm

Campe

finnen·blasenbandwurm

Der Finnenblasenbandwurm , des — es, Mz. die — würmer , eine mit bloßen Augen nicht sichtbare Art des Blasenbandwurmes mit kegelförmigem Kör…

Finnenkeiker

RhWB

Finnen-keiker -i- Sieg , Berg, Düss , Eup m.: 1. ursprüngl. Trichinenbeschauer (heute nicht mehr). — 2. übertr. hinterlistiger, heimtückisch…

finnenkeikig

RhWB

finnen-keikig -ī- Elbf Adj.: hinterlistig.

Finnenkīker

WWB

finnen·kiker

Finnen-kīker m. [Mark, sonst verstr.] 1. Trichinenschauer. — 2. Person, die alles sehr genau nimmt ( Rek La ). — 3. mißgünstige, schadenfroh…

finnenschmer

DWB

finnen·schmer

finnenschmer , n. das dich einer zwackt mit stichelworten und gerne mit dem finnenschmer .... an dich wer. Ringwald laut. warh. 118 .

Finnensluck

MeckWB

finnen·s·luck

Finnensluck m. wenn das geschlachtete Schwein an der Leiter hängt, werden die Vorderbeine zuerst lose getrennt, dann nimmt der Besitzer eine…

Finnensp¹len

WWB

finnen·spolen

Finnen-spo¹len n. [verstr. nördl.] Finnenspölen ( Bor Rd ) 1. Brauch, anläßlich der Schlachtung eines Schweins Alkohol mit den Nachbarn zu t…

Finnensteªker

WWB

Finnen-steªker m. Finnenstiäker gehässige Person ( Alt Lü).

finnen als Zweitglied (3 von 3)

abfinnen

DWB

abfinnen , zuweilen abpinnen, bei schmieden und klempnern mit der finne das eisen dünn schlagen, in das blech ecken treiben. s. finne .

infinnen

MeckWBN

infin·nen

Wossidia infinnen refl. sich einfinden S. Neum. Volksm. 136.

Ableitungen von finnen (2 von 2)

befinnen

RhWB

befinnen: einen b., quälen. S. fänzeln bei Fanz.

erfinnen

LothWB

er-finne n [ərfinə fast allg. ; ərfiə Ri. ; ərfànən D. Si. ] tr. v. erfinden : der hat's Pulver nit erfung Ri.