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Falschheit

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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14 in 14 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Falschheit

Falschheit

falsch Adj. ‘unrichtig, fehlerhaft, unecht, hinterlistig’. Das im Westmd. des 12. Jhs. geläufige mhd. vals ‘treulos, unredlich, unwahrhaft, unecht, irrig, trügerisch’ geht zurück auf gleichbed. afrz. faus, älter fals (frz. faux), das aus lat. falsus ‘erdichtet, unecht, falsch, trügerisch’, dem Part.adj. zu lat. fallere ‘betrügen, täuschen, irreführen’, entstanden ist. Im Mnl. wird ebenfalls aus dem Afrz. entlehntes mnl. vals nach dem Muster anderer Adjektive auf germ. -ska- (mnl. -sc, bereits gesprochen wie -s) zu mnl. valsc umgebildet; es gelangt durch Heinrich v. Veldeke und seine Dichtungen nach Osten und ergibt mhd. valsch. Diese Entwicklung wird zweifellos begünstigt durch das frühere Vorhandensein des wahrscheinlich unmittelbar an das Lat. anzuschließenden Verbs mhd. velschen, ahd. (gi)felsken, (gi)falscōn (s. unten). Substantivierung ist mhd. vals(ch), frühnhd. Falsch ‘Unredlichkeit, Betrug’, heute noch in (durch Luthers Bibelübersetzung bewahrtem) ohne Falsch, mhd. āne vals(ch). – Falschheit f. ‘Treulosigkeit, Unredlichkeit, Hinterlistigkeit’, mhd. valschheit. fälschlich Adj. ‘irrtümlich, mit betrügerischer Absicht’, mhd. valschlich ‘treulos, unredlich, betrügerisch’. Falschmünzer m. ‘Hersteller von falschem Geld’, neben falscher Münzer (16. Jh.). Falschspieler m. ‘wer beim Spiel betrügt’ (17. Jh.). fälschen Vb. ‘betrügen, bewußt Unechtes für echt ausgeben’, ahd. (gi)falscōn (9. Jh.), (gi)felsken (10./11. Jh.) ‘für falsch erklären, widerlegen’, mhd. velschen ‘(ver)fälschen, treulos machen, irreführen, verleumden’, wohl entlehnt aus vlat. *fals(i)cāre, Verkürzung von spätlat. falsificāre, zu lat. falsus (s. oben) und facere ‘machen, tun’ gebildet. Fälscher m. ‘Betrüger’, mhd. valschære, velschære ‘Treuloser, Verleumder, Betrüger, Falschmünzer, Ketzer’. Fälschung f. ‘betrügerische Nachahmung’ (16. Jh.).
1840 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Falschheit

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Falschheit , plur. die -en, von dem Worte falsch, doch nur in dessen sittlichem Gebrauch, die Eigenschaft, da man fr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Falschheit

    Goethe-Wörterbuch

    Falschheit 1 zu falsch 1 b: Gefälschtsein, nur mBez auf die falschen frz Assignaten 33,142,3 u 155,13 Camp 2 zu falsch 2…

  3. modern
    Dialekt
    Falschheit

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Falschheit [Fàlhait Ruf. Str. ; Fàlhæit K. Z. Betschd. ] f. Falschheit. D F. luegt ih m zue de n Aüge-n-us Ruf. †

  4. Sprichwörter
    Falschheit

    Wander (Sprichwörter)

    Falschheit 1. Alles ist Falschheit und Betrug. 2. Die Falschheit, je weiter sie geht, je grösser wird sie. Dän. : Løgn r…

  5. Spezial
    Falschheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Falsch|heit f. (-) 1 falsité (-s) f. 2 marizia (-ies) f. 3 furbaria (-ies) f. 4 (Hinterhältigkeit) perfidia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit falschheit

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Ableitung von falschheit

falsch + -heit

falschheit leitet sich vom Lemma falsch ab mit Suffix -heit.

falschheit‑ als Erstglied (1 von 1)