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erweichen

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 13 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
22
Verweise raus
18

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

erweichen

erweichen

weich Adj. ‘nicht hart, nachgebend, biegsam, kraftlos, zart’, ahd. weih (8. Jh.), mhd. weich, asächs. mnd. wēk, mnl. weec, nl. week, aengl. wāc (engl. weak aus dem Anord.), anord. veikr, schwed. vek (germ. *waika-) ist wie das unter 2weichen (s. d.) behandelte Verb an ie. *u̯eig- ‘biegen, winden, sich wenden, weichen’ anzuschließen. Als Ausgangsbedeutung ist ‘biegsam, nachgebend’ anzusetzen. – 1weichen Vb. ‘weich machen oder werden’, ahd. weihhen ‘weich machen’ (um 800, giweihhen, 8. Jh.), weihhēn (10. Jh.), weihhōn (um 1100) ‘weich werden’, mhd. weichen ‘weich machen oder werden’. 1Weiche f. ‘Zustand des Weichseins, Weichheit’, ahd. weihhī (8. Jh.), mhd. weiche. In konkretem Gebrauch auch ‘weiche Stelle des Körpers’ (15. Jh.), in medizinischen Texten des 16. Jhs. ‘Flanke, knochenlose, weiche Körperstelle zwischen der untersten Rippe und dem Hüftknochen’ (oft pluralisch, seit Ende 16. Jh.), auch gelegentlich ‘Taille’ (16. Jh.). erweichen Vb. ‘weich machen, werden’, ahd. irweihhēn (9. Jh.), mhd. erweichen. weichlich Adj. ‘in ungehöriger, unerwünschter Art weich’ (15. Jh. in diesem Sinne zuerst mnd. wēklīk, dann md., 16. Jh.), ‘ohne innere Widerstandskraft, kraft- und energielos, verzärtelt’ (Mitte 17. Jh.), ‘willensschwach’ (19. Jh.); zunächst als Adverb zum Adjektiv weich gebildet, vgl. mhd. weichlīche ‘auf weiche, milde Weise, verweichlicht’. Weichtier n. skelettloses Tier mit weicher Körperdecke, oft mit äußerer Kalkschale, besonders Schnecken, Muscheln, Tintenfische (1. Hälfte 19. Jh.), Übersetzung von zoolog.-lat. Mollusca Plur. (Cuvier 1812, im weiteren Sinne, auch Würmer umfassend, bereits Linné 1758), nach lat. molluscus ‘recht weich’ (vgl. mollusca nux ‘Nuß mit weicher, dünner Schale’), Weiterbildung zu lat. mollis ‘weich’.
1761 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erweichenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    er-weichen swv. tr. BMZ md. auch md. erwêchen ( Myst. ) erweichen bildl. Parz. Pass. ( den sin erw. H. 267,5. 268,53. 35…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Erweichen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Erweichen , verb. reg. act. weich machen. 1) Eigentlich. Horn in warmen Wasser, Eyerschalen in Essig erweichen. Ein Gesc…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    erweichen

    Goethe-Wörterbuch

    erweichen 1 (jdn, etw) weich, biegsam, geschmeidig machen, auch Zustandspass a sinnl-konkr, auch im Vergl u Bild so viel…

  4. Spezial
    erweichen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    er|wei|chen vb.tr. 1 (weich machen) smorjelé (-lëia), fá morjel 2 ‹fig› (rühren, nachgiebig stimmen) storje (-rj, stor t…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erweichen

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von erweichen 3 Analysen

er- + weichen

erweichen leitet sich vom Lemma weichen ab mit Präfix er-.

Alternativen: erweln+-ei+-chen er-+wei+-chen

erweichen‑ als Erstglied (1 von 1)

Erweichende Mittel

Meyers

Erweichende Mittel , die bei feuchtwarmen Bähungen angewandten Mittel (s. Bähung ).

erweichen als Zweitglied (1 von 1)

überweichen

KöblerMhd

überweichen , sw. V. nhd. erweichen Q.: Hiob (1338) (FB überweichen) E.: s. über (1), weichen W.: nhd. (ält.) überweichen, sw. V., oberfläch…