Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
egisa
‚Schrecken, das Schreckli-〈Var.: agis-, ekis-, eges-, eiges-〉; auch
che, Ungeheuerlichkeit, terror, horror, mon-
strum‘
egisaAWB f. ō-St.(?), gegenüber dem gut bezeugten
Mask. nur zwei- oder dreimal in Gl. des 11.(?)
und 12. Jh.s (zur unsicheren Gl. 2, 652, 45 vgl.
Ahd. Wb. III, 82):
‚dss.‘〈Var.: eigesa, heise〉. –
Mhd. eise st.f. (< *egese)
‚Schrecken‘; nhd.
nur noch vereinzelt mdartl.: preuß. eise f.
‚Schrecken‘, adj.
‚schrecklich‘; sonst nur Adj.-
bildungen wie westf. aisig (< *egesig)
‚grauen-, neben aislik
haft‘
‚dss.‘(→ egislîh); rhein. eisig
‚Grauen, Ekel erregend‘, neben eis(e)lig
‚dss.‘;
meckl. eisch
‚Abscheu erregend, schrecklich,; schlesw.-holst. eisch
garstig‘
‚garstig, häßlich‘;
preuß. eisch, aisch, aiß
‚ekelhaft, häßlich‘
(diese Formen sind mit mndd. eysch, eysk
[s. u.] und nicht mit mhd. eiz
‚Eiterbeule‘zu
vergleichen, wie bei Ziesemer, Preuß. Wb. II,
261).