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Dummkopf

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Dummkopf

Dummkopf

dumm Adj. ‘unwissend, unbegabt, unvernünftig, unangenehm’. Ahd. tumb ‘stumm, taub, töricht, einfältig, unvernünftig, dumm’ (9. Jh.), mhd. tump ‘schwach von Sinnen oder Verstand, dumm, töricht, unerfahren, stumm’ (-mb bzw. -mp werden nhd. assimiliert zu -mm), mnd. dum ‘unerfahren, einfältig, dumm’, mnl. dom, domp, nl. dom, asächs. dumb, afries. dumb ‘stumm’, aengl. dumb ‘stumm’, engl. dumb ‘stumm, sprachlos (vor Staunen)’, anord. dumbr ‘stumm, dumm’, schwed. dum ‘stumm, dumpf, unklar’, got. dumbs ‘stumm’ führen auf germ. *dumba-. Außergerm. Verwandte fehlen, doch die Bedeutungsnähe zu taub läßt an einen Anschluß an ie. *dheubh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt, auch vom Geist und den Sinnen’, eine (im Germ. teilweise nasalierte) Erweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə-, zu der taub, Dunst und toben (s. d.) gehören, denken. Die ältesten Bedeutungen von dumm sind ‘stumm’ und ‘taub’, beide im 17. Jh. noch bekannt; mhd. tump bezeichnet vielfach ‘jugendlich unerfahren, unwissend’, nhd. noch erhalten in dummer Junge. Seit dem 19. Jh. wird dumm ‘unwissend, unbegabt’ oft verstärkt zu saudumm, strohdumm. Die Lautform mhd. tumb bleibt in Einzelfällen im Nhd. (bis ins 17. Jh.) erhalten. Bei der Beschäftigung mit der mhd. Literatur (2. Hälfte 19. Jh.) wird tumb im mittelalterlichen Sinne von ‘arglos, einfältig’ romantisierend wiederbelebt. – Dummheit f. ‘Unwissenheit, Mangel an Einsicht, Torheit’, ahd. tumbheit (9. Jh.), mhd. tumpheit. verdummen Vb. ‘dumm werden oder machen’, mhd. vertumben. Dummerjan m. ‘einfältiger Kerl’ (Anfang 17. Jh.), auch Dummrian. Das zur Personenbezeichnung dienende Kompositionssuffix -jan ist aus dem Namen Jan (nd., teilweise auch md., für Johann) hervorgegangen, vgl. vorausgehendes Dummer Jan (16. Jh.). Zugleich lehnt es sich mit Längung des Vokals an ältere latinisierte Scherzbildungen an wie Grobiān(us) (s. Grobian), den Heiligennamen auf lat. -ānus folgend, z. B. Cypriān(us), Damiān(us). S. ähnliche Ausdrücke wie Liederjan, Schlendrian. Dummkopf m. Schimpfwort (18. Jh.). Dümmling m. ‘dummer Mensch’, mhd. tummelinc. dümmlich Adj. ‘dumm, leicht beschränkt’, ahd. tumblīh ‘töricht’ (9. Jh.), mhd. tumplich ‘unverständig, töricht, einfältig’.
2200 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dummkopf

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Dummkopf , des -es, plur. die -köpfe, ein hartes Scheltwort, einen dummen Menschen zu bezeichnen; in Niedersachsen e…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dummkopf

    Goethe-Wörterbuch

    Dummkopf in Jugendbr -Kopf a beschränkter, geistloser, stumpfer Mensch was unterscheidet den D. vom geistreichen Mensche…

  3. modern
    Dialekt
    Dummkopfm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Dumm-kopf m. : 'dummer, beschränkter Mensch', beliebtes Schimpfw., -kopp [verbr.]; dafür auch Dummann , Dummbeutel , Dum…

  4. Sprichwörter
    Dummkopf

    Wander (Sprichwörter)

    Dummkopf 1. Der Dummkopf, welcher schweigt, gilt für weise. 2. Dummköpfe lieben volle Töpfe. 3. Dummköpfe und Phantasten…

  5. Spezial
    Dummkopf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dumm|kopf m. (-[e]s, ...köpfe) tec m. , zücia (züces) m. , zucun (-s) m. , musciat (-ac) m. , capüc (-üc) m. , totl (-i)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dummkopf

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Zerlegung von dummkopf 2 Komponenten

dumm+kopf

dummkopf setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

dummkopf‑ als Erstglied (1 von 1)

dummkopfig

PfWB

dumm·kopfig

dumm-kopfig , dumm-köpfig Adj. : ' dumm ', dummkoppich, -keppich [KU-A'glan Patb Bedb Danner Penns 13]. — Abl. aus Dummkopf.