Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Düse f.
Düse f.
Düse f. ‘Rohrleitung mit sich verringerndem Querschnitt’, seit dem 16. Jh., zuerst als T(h)üsel ‘Mündung des Blasebalgs in den Schmelzofen’, in der dt. Bergmannssprache bezeugt und bislang auf tschech. duše ‘Atem, Seele, Leben, Herz, Höhlung, Geschützbohrung’ (vgl. aslaw. duša ‘Seele, Geist, Leben’) zurückgeführt. Doch stößt diese Herleitung auf lautliche und semantische Schwierigkeiten; vgl. Entlehnungen (1965) 27 und in: Muttersprache (1967) 377. Aus sachlichen Gründen (führende Rolle der Venezianer im Verhütten und Übereinstimmung der als T(h)üsel bzw. doccia bezeichneten technischen Vorrichtung) plädiert für Entlehnung aus ital. doccia ‘Röhre’, eigentlich ‘Wasserrohr’ (s. Dusche). Eher wäre dann aber wohl an die Entlehnung obital. Formen zu denken, wie sie sich in mlat. duza, duzza, doza spiegeln. – Düsenflugzeug n. mit Luftstrahltriebwerk angetriebenes Flugzeug (20. Jh.).