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Dürpel

nhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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3

Eintrag · Rheinisches Wb.

Dürpel

Bd. 1, Sp. 1582
Dürpel Rip von Prüm-Steffeln, Neuw-Dattenbg an dyr(ə)pəl, –ø- [Aach døləpər, auch in Köln neben dørpəl; Sieg-Thomasbg døləpəl]; SNfrk dør(ə)pəl, im selben Orte oft døləpər, das auch allein hier u. da gilt; Ruhr, Klevld drpəl, seltener dlpər; Pl. -ələ, –ərə, [-əlts, -ərs Nfrk]; Mosfrk, Rhfrk nicht bezeugt m.: 1. Türschwelle, der Türstein draussen, nur bei der Haustüre, nicht etwa bei einem Toreingang; dann auch die wenigen Treppenstufen, die von der Strasse ins Haus führen, steinerne Treppe; de stene D. (Foted. Heinsb-Wassenbg). RA.: Et geiht noch got, de D. wed geschort (gescheuert) Köln. Enge der D. aflaufe von Bittstellern stark in Anspruch genommen werden Aach, Allg.; de löf me den D. platt kommt öfter als mir lieb ist Sieg-ODollend. Ech betret dir den D. net mih! Sol, Allg. Den Foss üver den D. setze Allg.; du komms mech nit mehr ower den D.! du betrittst mir das Haus nicht mehr Klevld, Allg.; komm mer noch es üver den D.! Drohung Rip, Allg.; den kann nit ower den D. kommen nicht richtig auf Gang kommen Mörs; du gehs mek nit öwern D.! nicht hinaus Elbf; öwer den D. falle Duisb. He log op den D. war betrunken ebd. Der Frau ös alt jet om D. begent baldige Schwangerschaft nach der Heirat Bergh-Blatzh. De Spörkel sett (drift) de Kenger (au (alte) Wiver) op den D. Nfrk. De küt op de D. er wird bald sterben Bo. En Döppe op der D., sät e Wif, dat net wis Heinsb. Tösse Dör en D. wat säggen schnell, im Vorübergehen etwas sagen Klev-Calcar; so tösse Dör en D. alles opete zur ungelegenen Zeit allein oder alles allein aufessen Geld-Schravelen. En papiernen (hohen) D. häbbe Hypothek auf dem Hause Duisb. De hät kene D. en de Mul führt unflätige Reden Sieg-ODollend. — 2.a. das versetzbare, untere Brett am Scheunentor mSieg, MülhRh. — b. jede Erhebung kleinerer Art am Boden, z. B. an jeder Gosse gibt es zwei D. Eusk.
1862 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    DÜRPELm.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    DÜRPEL m. (1) ahd. durpil, mhd. dorpel. mnd. dörpel; anfrk. * durpil ( in duropelle ( lex salica ) MGH leges 1,4,2,170 )…

  2. modern
    Dialekt
    Dürpel

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Dürpel Rip von Prüm-Steffeln , Neuw-Dattenbg an dyr(ə)pəl, –ø- [ Aach døləpər, auch in Köln neben dørpəl ; Sieg-Thomasbg…

  3. Sprichwörter
    Dürpel

    Wander (Sprichwörter)

    Dürpel 1. Der Dürpel 1 ist der höchste Berg. – Lehmann, II, 66, 178; Eyering, III, 538; Tappius, 243 a . 1 ) Auch Dorpel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duerpel

15 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von duerpel 2 Komponenten

duer+pel

duerpel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

duerpel‑ als Erstglied (15 von 15)

dürpeln II

RhWB

dürpeln II -yrb- Koch-Lutzerath ; -yrp- Aden-Quiddelb schw.: ungeschickt, faltig nähen; s. zürpeln.

Dürpelsflar

RhWB

Dürpels-flar -flār Düss-Hucking f.: schwatzsüchtiges Weib, das ständig in andern Häusern liegt.

Dürpelsmagd

RhWB

duerpel·s·magd

Dürpels-magd -mait Klev f.: dass. Flarende (Flajende) Wiwer en D.maide dragen et Glöck üt et Hüs. — Dölpermad Tagelöhnerin Heinsb-Karken

Dürpelsmühne

RhWBN

Dürpels-mühne (s. S.) Bergh-Elsd f.: Klatschbase.

Dürpelsträger

RhWB

duerpel·s·traeger

Dürpels-träger -əl- Allg. m., -əš f.: Zwischenträger, Klatschmaul, das den Klatsch von Haus zu Haus trägt Allg.; auch einer, der im Geheimen…

Dürpelsweib

RhWB

duerpel·sweib

Dürpels-weib -wīf Allg. n.: 1. Frau, die gern an der Tür schwatzt; Klatschbase; Zwischenträgerin Allg.; Frau, die sorglos hin- u. herläuft, …