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Donnerstag

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Donnerstag

Bd. 1, Sp. 1402
Donnerstag Rhfrk dunəršdāx, –dā; n. Mos bis Ahr, Neuw donərštiχ, –ĭštəχ (Pl. -ən), Gen. -dəs; dann weiter Malm, Monsch, Eup, Heinsb, MGladb, Kemp ebenso; Geld-Geld Wachtendonk Aldekerk dond(ə)riχ [den dondərəjə męrjən]; sonst donəšdāx; Klevld dǫndər- m.: 1. der Wochentag. Wie der Fregdig et well han, esu fängt den D. (Nömmeddag) et an Malm-Atzerath, Sülzt, Neuw; der D. beschliesst, wie der Fr. et ger hot Wittl; der Donneschtes Ongere (Nachmittag) es des Frides Weərmann Geilk-Üb. — An einem D. soll man die Volksfeste feiern, um Glück zu haben MGladb-Korschenbr; D.s darf Wäsche nicht gebaucht werden, das kostet ein Rind oder ein Kind Birkf; man darf keinen Roggen säen, sonst hackt ihn der Frosch ab Siegld-Afholderb; man darf nicht misten oNahe. Die dick Woch no Pingschte, wo drei D. drin sin niemals Saarbr; wenn zweimol zwei renerische (regnerische) D. in ener Woch sin Meis. — 2. besondere D. a. der grüne D. in der Karwoche, auch de goən (gute) D. Selfk. Geld. Grenen D. muss mer et Fettdigelehen ausbrennen Bitb-Dudeld. Die am gr. D. Geborenen sehen in die Zukunft, sie erkennen alle Geister u. finden alle Schätze MGladb-Korschenbr; Hühner, aus gr. D. gelegten Eiern ausgebrütet, ändern jedes Jahr die Farbe Simm-Schlierschd; verbr. ist der Genuss von grünem Gemüse (Spinat). — b. der D. vor Fastnacht, der Fuə D. Geilk; der schwere D. Kobl; der fetten D. Saar, Mos, Eif, Heinsb-Aphv Höngen; der decken D. Bernk (nach dem Hunsr zu). An diesem D. ziehen die Kinder, Gaben bettelnd, umher: Hauswäsje, wou seid er, geft es e Schäbbche (Schoppen) Buhne, Gott well et beluhne; geft es, geft es, losst es gohn, mer hon noch weider erom se gohn bis bei Pitter Porze Haus, do werfe se de Weck met Schaufele raus, mir ene, dir ene, anner Nobisch Kinner ene; stellt de Leter an de Wand, schneit e Steck Speck of siwe Elle langk! Bernk-Rachtig; et könnt en klen Nönnchen, et hescht Maisönnchen, göt em jet on lot et gohn, et hät der Heiser mih ze gohn! (von den Mädchen gesungen); et könnt en grussen Hond, en es net recht gesond; göt em en Steck Speck, dann geht en von der Dir eweck! (von den Knaben gesungen) Prüm (u. a. Var.); in Prüm-Burb singen Weiber an den Türen; sie erhalten Eier, Speck, Mehl; in Wittl-Monzel trugen an diesem Tage bis 1856 die Frauen Holzasche zusammen, verkauften diese für ein entsprechendes Quantum Wein u. hielten unter Musik u. Gesang, zuweilen in Maskenkleidung, einen Zug durchs Dorf; früher schenkte in Bernk-Wintrich an diesem Tage jede jung verheiratete Frau ihren weiblichen Verwandten einen Eierweck; abends zogen die Musikanten durchs Dorf, um die Frauen zu sammeln, die nun, mit Deckeln lärmend, durchs Dorf ins Wirtshaus zogen (s. Weiberfastelabend); der Hirte bekommt in jedem Hause Speck Trier-Euw Braunshsn, Merz-Morscholz; früher wurde an diesem Tage die Gehöfterschaftslohe versteigert Bernk-Dhron; bei den Schuljungen ist Knolldag, sie machen einen Knoten ins Taschentuch u. schlagen sich gegenseitig Bernk-Merschd; of f. D. darf mer siewenmol Zopp essen Bernk-Neumag; haut es f. D.; da muss mer siewenmol met der fettiger Maul zou der Fenster rauskucken Trier-OBillig; f. D. soll mer siewenmol met geschmilztem Maul zum Fenster erausgucken Saarbg-Wilting; f. D., do soll mer Fleisch essen, o su deck (oft) em Hond der Schwanz wäggelt Saarl-Hostenb. — Es werden Nonnebridercher, Nonneferzcher gebacken. — Auf Fue D. reiten die Burschen zu ihren Mädchen Geilk-Honsd, Heinsb-Höngen. — Fetten D. sei Broder der erste D. der Fastenzeit Bitb-NWeis. — 3. Fluch Allg. D. noch hinein! Saarbr; der D. noch! der Deuvel noch holl mech der D.! uWupp. — 4. do hösche D. langsamer, bedächtiger Mensch Bergh-Heppend.
3696 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Donnerstag

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Donnerstag , des -es, plur. die -e, der fünfte Tag in der Woche, der nach dem Muster der Lateiner, die ihn nach dem …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Donnerstag

    Goethe-Wörterbuch

    Donnerstag a als der regelmäßig wiederkehrende, mit best Beschäftigungen ausgefüllte Wochentag, auch in beispielhafter C…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Donnerstag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Donnerstag , der 5. Wochentag, einst so zu Ehren des Gottes Donar genannt.

  4. modern
    Dialekt
    Donnerstag

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Donnerstag Band 12, Spalte 1041 Donnerstag 12,1041

  5. Sprichwörter
    Donnerstag

    Wander (Sprichwörter)

    Donnerstag 1. Der Donnerstag ist wunderlich, der Freitag gar absunderlich. 2. Der Donnerstag kommt und die Woche ist vor…

  6. Spezial
    Donnerstag

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Don|ners|tag m. (-[e]s,-e) jöbia (-ies) f. ▬ Donnerstag vor Fastnacht jöbia grassa f. ; Gründonnerstag jöbia santa f. ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit donnerstag

20 Bildungen · 15 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von donnerstag 2 Komponenten

donner+stag

donnerstag setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

donnerstag‑ als Erstglied (15 von 15)

donnerstagnacht

DWB2

donnerstag·nacht

donnerstagnacht f. : 1720 Elisabeth Ch. v. Orléans br. 5,268 LV. 1966 spiegel 8,56. 2 etwas am donnerstag erscheinendes, stattfindendes u. ä…

donnerstagpost

DWB2

donnerstag·post

donnerstagpost , donnerstagspost f. : 1717 Elisabeth Ch. v. Orléans br. 3,105 LV. 1778 Mozart br. 4,3 Sch.

Donnerstagsheirath

Wander

donnerstags·heirath

Donnerstagsheirath Donnerstagsheirath – Glücksheirath. So heisst es in ganz Süddeutschland. Serbe und Wende dagegen hält den Donnerstag für …

Donnerstagspost

GWB

donnerstags·post

Donnerstagspost auch Getrenntschr mit der D. B30,68,10 TheaterKomm [23.10.98] B9,182,14 CarlAug 1.3.90 Christa Dill Ch. D.

Donnerstagssegen

Wander

donnerstags·segen

Donnerstagssegen Donnerstagssegen reicht nicht über den Fluss hinaus. So sagen die Römer von dem Segen, den der Papst am Gründonnerstage von…

donnerstagzeitung

DWB2

donnerstag·zeitung

donnerstagzeitung , donnerstagszeitung f. : 1671 dt. ztg. 17. jh. 174 Sch. 1721 d. neueste v. gestern 2,95 B. H. Rahnenführer

donnerstag als Zweitglied (5 von 5)

gründonnerstag

DWB

gruen·donnerstag

gründonnerstag , m. , in adject. form der grüne donnerstag bereits im hohen mittelalter, vgl. th. 2, 1252 f. und grün II A 1 b ( sp. 646), d…

Schaftdonnerstag

DRW

schaft·donnerstag

Schaftdonnerstag, m. oder Schaffdonnerstag? Tag nach Aschermittwoch, in Zürich der jährliche Termin, an dem der ²Schaft (II) entrichtet wird…