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Brink

mnd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Brink

Bd. 1, Sp. 1144
Wossidia MeckWBNBrink selt. Pl. -er Reut. 4, 258, a. Spr. -e m. Rand eines Hügels, Hügel, Grenzhügel: 'dat wi de scheyde stede halden, wo se her Johan van Plesse mit den brinken bewiset' (RoRostock@RibnitzRibn 1336) UB. 8, 632; wofür eine spätere hd. umgeschriebene Fassung setzt: 'wie es mit uffgeworfenen Hugelen unterschieden ist' 168; 'also als it de brinke nu bewisen' 631; 'desse ganze schede myt eren brinken' (RoRostock@DoberanDob 1351) 13, 100; s. Neum. 63 und Scheid'brink; erhöhter Rand eines Ackers, erhöhter Rasenplatz: 'an horsten, an straten, an brynken' (WiWismar@SternbergSternb 1365) UB. 15, 529; gewöhnlich der gemeinsamen Nutzung unterworfen: 'Hölzung, Brinke und Moore' N. Strel. Anz. 1815, S. 47a; dienen als Weide: 'Ist die Weide von Brink- und andern guten Grunde' Bär. Gr.-Ges. 1075; 'Brinke oder Heiste nehmen den Samen von Klee, von Heuböden an' Schum. Vieh. 17; Gemeindeanger: 'Besonders ist in den Dörfern, die in einer dürren Gegend um einen Brink herum erbauet sind, auf dem Brink ein gemeinsamer großer, wohl ausgegrabener Brunnen mit einem Sothschwang und daran befestigten, gut beschlagenen Eymer versehen, fordersamst von der Dorfschaft zu machen' (1772) Bär. Ges. 4, 1, 407; auf ihm wurden Tagelöhner, Büdner als Brinksitter (s. d.) angesiedelt; Grasplatz Mi 11b; dicht bewachsener Rasen Jac. 1, 51; de Acker is all een Brink verqueckt Ha Hagenow@BelschBelsch; Richtstätte, ä. Spr.: to Brink kamen öffentlich hingerichtet oder anders gestraft werden, vgl. Mantz. 9, 34; in den meisten Dörfern der Tanzplatz der Jugend: Hier up dissen grönen Brink Treden wi all in den Krink so singt sie zum Reigen ebda; 'Hüppen, springn van Baven dahl ..., Bet dei greune Brinck würd kahl' (Ro 1712) Kohf. Hg. 11, 2; ick lat nich nah, un wenn de Seel fuurts up 'n Brink danzt Wa; willn noch eenen supen, un wenn de Seel up 'n Brink danzt Wa; woraus zu schließen, daß die Tanzlust mit einer jenseitigen Strafe bedroht wurde; eine solche stand nach dem Volksglauben den alten Jungfern nach dem Tode bevor, indem sie den Brink mit einer Nähnadel umgraben müßten Wa; der Platz für allerhand Verrichtungen, z. B. das Flachsbraken StaStargard@LindowLind; das Holzhauen Wa; auch zum Aufstellen von Holzklaftern; Brinke wurden auch bebaut: 'Man hat ... Äcker, die zum Heuwerben so gut gebraucht werden können, als zur Weide und zum Kornbau ... In Mecklenburg nennet man sie alsdann Brinke, wenn sie nur einen Raum von kleinem Umfange einnehmen und entweder mit reinem Acker oder Wiesen oder anderen Gründen umschlossen sind' Schum. Vieh. 21; Flachs wurde gern auf Brinke gepflanzt, die auf dem Dorfanger oder am Eingange des Dorfes lagen Monh. 13, 131a; vielfach in Reimen: sonn buntlings Ding (Storch) Stünn gistern Abend up unsern Brink Wo. V. 1, 161 e; Schit up 'n Brink heet min Kind; Koh schitt up 'n Brink Wo. V. 4, 716; im Abzählreim: Eine meine mink mank, Kauh geiht 'n Brink lank 1045; Ene mene minken manken, Köster lep den Brink entlanken 1047; übertr. rundes Schwad: de Rogg' liggt schön in 'n Brink HaHagenow@RedefinRed; der folgende Mäher mäht hinter einem so ungeschickten Mäher up 'n Brink Wa. FN.: Up 'n Brink; Bollands-, Born-, Botter-, Brügg'-, Buer-, Dänen-, Duben-, Galgen-, Hohen-, Iser-, Kapellen-, Kätel-, Kauh-, Kleewer-, Klocken-, Kreihen-, Middel-, Nedden-, Ossen-, Pasch-, Rad'-, Rosen-, Scheid'-, Schulten-, Smäd'-, Sot-, Staut-, Stein-, Sünnen-, Sweden-, Swinbrink; Brinkblockgoorden, -hoff, -kawel, -koppel, -kul, -soll, -weid'. — Mnd. brink m. — Bl. 2, 146b; Br. Wb. 1, 140; Dä. 55b; Me. 1, 522; Schu. 23.
3467 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brinkM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brink , M. nhd. „Brink“, Rand, Ackerrain, Ackerrand, Grenzland, Grenzhügel, Hügel, Rand eines Hügels, Abhang, erhöhte Ra…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brink

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    * Der Brink , des -es, plur. die -e, ein Niedersächsisches Wort, welches so wohl einen grünen, mit Gras bewachsenen Hüge…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brink

    Goethe-Wörterbuch

    Brink Name eines niederländ Soldaten in Egm 8,215,3 Egm II Rüdiger Welter R. W.

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brink

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Brink , in Niedersachsen ein beraster Platz, besonders ein Hügel, wo die Bauern zusammen kommen. Brinksitzer, die Besitz…

  5. modern
    Dialekt
    Brink

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Brink selt. Pl. -er Reut. 4, 258, a. Spr. -e m. Rand eines Hügels, Hügel, Grenzhügel: 'dat wi de scheyde stede halden, w…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brink

55 Bildungen · 39 Erstglied · 16 Zweitglied · 0 Ableitungen

brink‑ als Erstglied (30 von 39)

Brinkacker

MeckWB

brink·acker

Brinkacker m. Acker auf einem Brink, bebauter Brink N. Strel. Anz. 1820, S. 488 a .

Brinkblaum

MeckWB

brink·blaum

Brinkblaum f. Brinkblume 1. Gänseblume, bellis perennis Lu Stres .; E. Krüg. 19; Ro Klock ; Schill. Nachl. 2. Bovist Lu Lank .

Brinkblō¹me

WWB

brink·blome

Brink-blō¹me f. ⟨ Brink- ( Osn Koch 511), Brinks- ( Min Ha Hm) ⟩ Marienblümchen (Bellis perennis).

brinkblōm

KöblerMnd

brinkblōm , F. Vw.: s. brinkblōme*

brinkblōme

KöblerMnd

brink·blōme

brinkblōme , F. nhd. Gänseblume, Brinkblume ÜG.: lat. bellis perennis? E.: s. brink, blōme L.: Lü 66b (brinkblôm)

Brinkbrank

MeckWB

brink·brank

Brinkbrank Reimwort im Abzählreim: Ene mene Brinkbrank, Köster schet 'n Stinkstank Wo. V. 4, 1044; 1046 a; b.

Brinkdüᵉre

WWB

Brink-düᵉre f. Brinkdöre Tür zum Brink hin ( Asd Xy = Böck 176).

Brinkei

MeckWB

bri·n·kei

Brinkei n. Bovist Ha Red ; Sta Strel ; Ro Dob ; Meckl. 11, 3.

Brinkel

Wander

bri·n·kel

Brinkel Brinkel machen Brut, sagte der Bettler, da schüttelte, er seinen Sack in den Garten. ( Schles. )

brinkgras

KöblerMnd

brink·gras

brinkgras , N. nhd. Brinkgras E.: s. brink, gras L.: Lü 66b (brinkgras)

Brinkheu

MeckWB

brink·heu

Brinkheu n. Heu vom Brink, besonders geschätzt; für die Ochsen, solange sie im Herbst arbeiten, wenn Frost die Weide aufhebt Schum. Hak. 82;…

Brinkhöi

WWB

Brink-höi n. Brinkhai Heu vom Brink ( Nie Di).

brinkig

MeckWB

brinkig fest, trocken vom Boden: 'die brinkigten, flachen, sandigen Gegenden' Schum. Hak. 114; 'trockener und leichter Sand, ... der nicht g…

Brink II

WWB

Brink II ON, Ortschaft bei Westbevern. Ortsneckerei: „ De Brinker Ratten, / de ried’t up de Katten, / von de Katten up de Ko, / nao’n Düwel …

Brinkklwer

WWB

brink·klawer

Brink-klawer m. ⟨ mit ›-a-‹ ( Klo We , Tek Ib ), „ -kleewer “ SOldbg Huntem ) ⟩ Weißklee (Trifolium repens).

brinkköter

DWB

brink·koeter

brinkköter , m. brinksitzer, was angerhäusler, häusling, kötter, halbbauer, hintersasze.

Brinkligger

WWB

brink·ligger

Brink-ligger m. Brinkligger „ein Bauer, der nur in einem geheuerten Hause wohnt“ ( Osn Strodtm ); „geringer Kötter, der sich in neuern Zeite…

Brinkman

WWB

brink·man

Brink-man m. ⟨ Brinkem ( Hal Bh ), Brūimm ( Hfd Hi) ⟩ dass. wie Brinkligger, Brinksitter.

Brinkmann

RhWBN

brink·mann

Brink-mann m.: FamN. 1. in der RA.: De Br. es mi leiwer as de Hollmann Gummb-Stdt . — 2. Henkelgeschirr des Arbeiters Erk-Rickelr . — Wortsp…

brinkplacke

MNWB

brink·placke

° brinkplacke, f. : kleines Stück unbebautes Land, êne b.n genö̂mt de schü̂rstēde (Oldenb . Ub. 8, 309).

Brinkpütte

WWB

brink·puette

Brink-pütte m. Brinkpütt gemeinsamer Brunnen auf dem Brink ( Asd Böck 360).

Brinksaß

Campe

brink·sass

† Der Brinksaß , des — ssen, Mz. die — ssen, oder der Brinksitzer, des — s, d. Mz. w. d. Ez. N. D. ein Bauer, der keinen Ackerbau hat, sonde…

brink als Zweitglied (16 von 16)

anbrink

MNWB

anbrink (s. brink), m. , Aufstieg, clivus.

anebrink

KöblerMnd

ane·brink

anebrink , M. nhd. Aufstieg ÜG.: lat. clivus Hw.: s. amberch E.: s. ane (2), brink L.: MndHwb 1, 77 (anbrink), Lü 15b (anbrink)

gōsebrink

KöblerMnd

gōsebrink , M. nhd. Gänseweide, Gänsetrift E.: s. gōs, brink L.: MndHwb 1/2, 136 (gôsebrink)

gȫdingesbrink

KöblerMnd

gȫdingesbrink , M. nhd. Gerichtsstätte E.: s. gȫdinge, brink L.: MndHwb 1/2 130 (gȫdingesbrink) Son.: langes ö

hēitbrink

KöblerMnd

hēitbrink , M. nhd. Heidehügel (Flurname) E.: s. hēit, brink L.: MndHwb 2, 301 (hêitbrink)

Malbrink

DRW

mal·brink

Malbrink, m. zu Brink (I), Mal (I 1) aufgeschütteter Hügel als Grenzmal vgl. Malzeichen (I) es sollen auch die hauptleute und ober-foͤrster …

schēdebrink

KöblerMnd

schēdebrink , M. nhd. „Scheidebrink“, Scheideraum, durch Erdaufschüttung markierte Grenzlinie E.: s. schēde (1), brink L.: MndHwb 3, 61 (sch…

Straßenbrink

DRW

Straßenbrink, m., f.? die ¹Straße (III) begrenzendes Ackerland in dörflichem Gemeinbesitz vgl. Brink (II), Straßenrecht (III) [das dorf W.:]…

stēnbrink

KöblerMnd

stēn·brink

stēnbrink , M. nhd. steiniges Wiesenstück E.: s. stēn (1), brink L.: MndHwb 3, 462f. (stê[i]nbrēke/stê[i]nbrink) Son.: örtlich beschränkt