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bissig

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 16 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bissig

bissig

beißen Vb. ‘mit den Zähnen zupacken, die Zähne in etw. hineindrücken, scharf sein, brennen, ätzen’. Ahd. bīʒan ‘(hinein)beißen, stechen’ (8. Jh.), mhd. bīʒen, asächs. bītan, mnd. mnl. bīten, nl. bijten, afries. bīta, aengl. bītan, engl. to bite, anord. bīta, schwed. bita, got. beitan (germ. *bītan) gehören mit aind. bhinátti ‘spaltet, zerschlägt, durchsticht, bricht ein’ und lat. findere ‘spalten’ zu ie. *bheid- ‘spalten’, vielleicht eine Erweiterung der unter Beil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’. Eng verwandt mit dem gemeingerm. Verb sind die unter beizen und bitter (s. d.) genannten Formen. – Biß m. ‘Zugriff mit den Zähnen, durch Beißen entstandene Verletzung’, ahd. biz (mit ungeklärtem Lautstand z oder ʒ am Wortende, s. beizen) ‘das Beißen, Biß, Bissen, Brocken’ (9./10. Jh.), mhd. biʒ, biz, asächs. biti, mnd. bēte, mnl. bete, nl. beet ‘Biß, Bissen’, aengl. bite, engl. bit ‘Biß’. Gebiß n. ‘Gesamtheit der Zähne’, ahd. gibiʒ ‘Gebiß, Bissigkeit, Schärfe’ (10. Jh.), mhd. gebiʒ, mnd. (ge)bit(te), gebēte ‘Gebiß, Zaum’. bissig Adj. ‘schnell und scharf zubeißend, durch scharfe Worte verletzend’, seit frühnhd. Zeit, vom 15. bis 19. Jh. auch beißig, mhd. bīʒec, erhalten in bärbeißig (s. d.); vgl. ahd. bīʒīg, biʒʒīg (Hs. 12. Jh.). Bissen m. ‘was man auf einmal abbeißen und in den Mund stecken kann, Happen, kleine Mahlzeit, Imbiß’, ahd. biʒʒo ‘abgebissenes Stück, Bissen, Klumpen, Brocken’ (9. Jh.), mhd. biʒʒe, mnd. bēte, aengl. bita, engl. bit, anord. biti, schwed. beta ‘Bissen’. bißchen (16. Jh.), landschaftlich bissel (15. Jh.) Adv. Adj., meist ein bißchen, ein bissel ‘ein wenig, etwas’, eigentlich ‘ein kleiner Bissen’.
1673 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bissigadj., adv.

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Bissig , adj. u. adv. so viel als beißig. S. d.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bissig

    Goethe-Wörterbuch

    bissig 1 von einem beißwütigen Tier; in Anspielung auf den Fisch (Tob 6), der den Tobias verschlingen wollte 1) so solls…

  3. modern
    Dialekt
    bissig

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    bissig Band 2, Spalte 2,940f.

  4. Sprichwörter
    Bissig

    Wander (Sprichwörter)

    Bissig Der ist bissig, er stösst mit dem Arsche mehr um, als er mit den Händen macht. ( Wolfenbüttel. ) – Gebhard, Ms.

  5. Spezial
    bissig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    bis|sig adj. 1 che mord, mordënt (-nc, -a) 2 ‹fig› (verletzend) che ofënn, che fej me. ▬ bissig er Hund cian che mord ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bissig

5 Bildungen · 2 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bissig

biss + -ig

bissig leitet sich vom Lemma biss ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von bissig 2 Komponenten

bis+sig

bissig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bissig‑ als Erstglied (2 von 2)

Bißigel

PfWB

biss·igel

Biß-igel m. : ' bissiger Hund ', Bissiggel [ KL-Stelzbg ].

bissigkeit

DWB

bissig·keit

bissigkeit , f. der bissigkeit wegen bewohnt jedes von zwei rothkehlchen den halben bezirk einer stube. J. Paul herbstbl. 3, 145 ; nicht ohn…

bissig als Zweitglied (3 von 3)

überbissig

Idiotikon

überbissig Band 4, Spalte 1696 überbissig 4,1696