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bīē²n

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
17 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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16
Verweise raus
19

Eintrag · Westfälisches Wb.

bīē²n Adv.

Bd. 2, Sp. 464
bī-ē²n Adv. [verbr.] einer beim anderen; (nahe) zusammen. Se sind all binene nix wärt (Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestbevernWb). Dä sühst du alltemoal biäin (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@BodelschwinghBo). Do es wīer ne nette Klicke binain (Kr. IserlohnIsl El). Nu is ’t ganze Komplott binēne (Kr. SteinfurtStf Rh). Dai hiät de Duiwel op ter Schuifkaar bejnäin schuawen sagt man, wenn sich zwei Taugenichtse zusammentun (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || ähnl. mehrf.). Häw we all beneene de Ferken gehott? sagt man, wenn jmd. vertraulich werden will (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh = ROTTMANN 42). Bineine drüwet sei nich, un ut’neine müget sei nich von Geschwistern, sich zankenden Kindern usw. (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Bineene döggt se nich, un vaneene willt se nich von Kindern, die sich zanken, aber zusammenbleiben wollen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@KöckelwickKw). — Ra.: Se es guet biǟin sie ist gut entwickelt, gesund (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — In Vbdg. mit Verben: Well häw uh bineen doan? wer hat euch getraut (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl). Wenn uese Hiärguott en Narren hewwen well, dann dait (verheiratet) hai en ollen Käl un en jung Wuif buioin (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Bi diän kleinen Lüen, diän Küötters, Arbeers un diän anderen kleinen Prüöklers siet me wall: „Se het siek bieen edoan“ (geheiratet) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Beïēn gn gerinnen (von Milch, Butter) (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Ro). Buinoine gon schrumpfen, geringer werden (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Se geit nit biennein heiraten nicht (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RepeRp). Beu hiät ug binein gawt? (getraut, verheiratet) (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@MadfeldMf). Hei wöll dei Schoepe woel buineun hollen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe). De Frau häöllt dat Wiäk harre bineen die Frau ist sehr sparsam (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@EmsdettenEm || mehrf.). Iäd’n un Drinken hlt Līf un Sēil binēin (Kr. BeckumBek Vh || mehrf.). De holt bieneen äs Kattendriet sie halten sehr fest zusammen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@MetelenMe). Beïnäin harken (Kr. ArnsbergArn Mü). He häw alle sine Akten binene (Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestbevernWb). Hei hiät se nit aolle benein er ist nicht (recht) bei Verstand, verwirrt, zerstreut (Kr. BürenBür Kr. Büren@ThüleTh || verbr.). Entweder et klappt off et klappt bineene (Wortspiel) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Hä konn dat Geld nit biǟin krīgen (zusammenbringen) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). De Statrd kwamm binēin (Kr. BeckumBek Vh). Kuemt twe Wiwer bineen, wödd de Diärde in de Hiäkel nuomen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). Se sind telest doch noch biǟin komm’n (geheiratet) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Do leppert seck wat boinine (Kr. HöxterHöx Lü). Pack dīne Backebīärn biäin un māk, asse wech kömms (Kr. IserlohnIsl El). Dä baiden passet nit biǟin (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Biǟin reäken addieren (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Fi wett dat Geld biǟin schaiten (gemeinschaftlich zusammenbringen) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). De Appelen sind wān biǟin schrumpelt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). He simmelērt (grübelt) sick wat binēin (Kr. LüdinghausenLhs Dr). He sluch bāide Hän’ binēin (Kr. BeckumBek Vh). De Brocken binēn schmiten heiraten (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.).
2522 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BIEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    BANNE BIEN GEBANNEN banne; befehle unter strafandrohung. Gr. 1,933. Graff 3,124 f. Diefenbach g. wb. 1,298. 299. die dri…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bien

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    bien , mhd. praet. von bannen.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bien

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bien (franz., spr. bjāng), wohl, gut, sehr, viel; als Substantivum: das Wohl.

  4. modern
    Dialekt
    bi'en

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    bi'e n biegen s. beïen.

  5. Spezial
    bien

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    bien [bięn] m. (-s) Biennium n. , Zeitraum von zwei Jahren → bien nium .

Verweisungsnetz

35 Knoten, 40 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bien

332 Bildungen · 328 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

bien‑ als Erstglied (30 von 328)

Bien(e)

SHW

Bien(e) Band 1, Spalte 827-828

bien als Zweitglied (2 von 2)

Arābien

Adelung

ara·bien

Arābien , Genit. Arabiens, plur. car. der Nahme eines bekannten Landes in Asien. Daher der Araber, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Ar…

Gollubien

Wander

gollub·ien

Gollubien In Gollubien sönd de Tîn (Zäune) mit Bradworscht verflochte. ( Goldapp. ) – Frischbier 2 , 1330.

Ableitungen von bien (2 von 2)

biene

DWB

biene , f. apis, anderwärts beie sp. 1367, wo die älteren und urverwandten formen angeführt sind. so schön ihrer aller zurückführung auf den…

gebien

DWB

gebien , gebiene , s. gebühne .