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bewilligen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

bewilligen

Bd. 1, Sp. 1784
bewilligen , annuere, concedere, consentire. 11) ohne acc., intransitiv, willigen, einwilligen, in etwas willigen: in ein vertrag bewilligen oder darein gon, adire ad pactionem. Maaler 67a; und Mose bewilliget bei dem mann zu bleiben. 2 Mos. 2, 21; so bewillige nicht und gehorche im nicht. 5 Mos. 13, 8; du solt nicht gehorchen noch bewilligen. 1 n. 20, 8; und die priester bewilligeten vom volk nicht geld zu nemen. 2n. 12, 8; bewilligeten sie in den vertrag. 2 Macc. 14, 20; so bezeuget ir zwar und bewilliget in ewer vater werk. Luc. 11, 48; der hatte nicht bewilliget in iren rath und handel. 23, 51; behüte uns für des teufels eingeben, das wir nicht in hoffart und unser eigen wolgefallen und anderer verachtung bewilligen. Luther 1, 329a; so lange ich nicht bewillige der lust. 3, 101b; denn wer mit bewilliget, der fert auch mit inen zum teufel. 3, 125b; so werden sie gewislich in solchen mord bewilligen und in die faust lachen. 3, 385; so ir drein bewilliget. 3, 390b; darumb sol niemand drein bewilligen, noch inen folgen. 3, 523b; er (der lügengeist) bewilliget zum wenigsten drein. 4, 438a; mit schweigen drein bewilligen. das.; damit sie nicht in ir lesterliche greuwel etwa bewilligen. 5, 170b; wil sichs in keinen weg schicken, das ir dazu solt still schweigen oder drein bewilligen. 5, 327a; das ir in diesen iren thurst und frevel nie bewilliget habt, noch itzt drein bewilliget und nimmer mehr drein bewilligen wolt. 5, 327b; auf das sie nicht drein bewilligen. 6, 3b; böse bewilligete gedanken. 6, 517a; diese durften der busze nicht, denn was wolten sie berewen, weil sie in böse gedanken nicht bewilligten. 6, 518a; das er darein bewilligen würde. 8, 380a; sie wollen nicht bewilligen in gehorsam des concilii. br. 4, 457; dasz man in keine hülfe bewilligen wolte. Melanchth. 2, 410; das wir in die decreta nicht bewilligen noch wollen bewilligt haben. im corp. doctr. chr. 370; der könig befahl etlichen seines hofgesindes sich zu befleiszen, zu erfahren wer er (der fremde ritter) were, das sie zu thun bewilligten (der acc. das gehört zu thun, nicht zu bewilligen). buch d. l. 32, 2; diese widerwertigkeit hat uns geben der böse geist, dieweil wir nicht haben wollen bewilligen in seine böse anfechtung. 39, 2; sie wolt gern etwas heimlichs mit in reden, doch müsten sie in ir kammer kommen, darein sie denn gern bewilligten. 43, 2; ein biderfraw zu seinem mutwillen nicht wolt bewilligen. Frank weltb. 121a; kerr küng, ir sönd nit bwilligen drin. trag Joh. M 2; da fieng an zu bewilgen drein der grosze hauf. Alberus 82b; als wie sie selbst bewilligt hat. Ayrer 404b; darneben bewilliget, unser kriegsvolk auf anschlege und beute zu bekommen zu führen. Reutter kriegsordn. 71; der soldat resolviert sich und bewilliget in den vortrag. unw. doct. 720. Adelung meint irrig, dasz Luther nur einigemal den acc. auslasse; er thut es immer, und alle älteren schriftsteller mit ihm, bis ins 17 jh., wie der letzte beleg zeigt. auch nnl. gilt: in eene zaak bewilligen. 22) transitiv, mit einem davon abhängenden acc., und der bedeutung von concedere, zusagen, sich entschlieszen wird das verbum erst seit dem 18 jh. oft verwandt: einem eine gnade, eine bitte bewilligen; ich bewillige dir alles, was du willst; die stände bewilligen die steuer; was in Madrid der vater ihm verweigert, wird er in Brüssel ihm bewilligen. Schiller 282b; es sind ihm tausend thaler entschädigung bewilligt worden. Maaler 67a setzt schon: eim etwas gern bewilligen, eim gütigklich ze willen werden und thuon was einer begärt. 33) sich bewilligen hiesz früher gleichfalls einwilligen: andere so sich in des reichs rath bewilligen und geben werden. reichsabsch. von 1521 §. 27; so will ich mich jetzt bewilligt haben, die scherfe und strafe der rechten zu leiden. eidformel bei Luther 6, 5b; denn so fern hat er sich bewilliget und bewegen lassen. Luthers br. 3, 481; doch da sie sahe, dasz ihr mann das wolt haben und sie anders nicht thun mocht, sich bewilliget, wider ihren willen des mannes willen zu thun. Bocc. 2, 185a; es ist keiner, der sich bewillig wider [] den heiden zu streiten. Fierabr. a 4; also das ich mich bewilligt, so dem also seie, die sach in bedenken zu nehmen. Thurneisser nothg. schr. 3, 5; sobald er sich bewilligt het, alls volk von herzn sich frewen thet. Schmelzl zug. 2a. heute würde sich bewilligen nur ausdrücken können sich selbst überliefern, in den willen eines andern geben.
4471 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bewilligensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    bewilligen , sw. V. nhd. „bewilligen“, einwilligen Hw.: s. bewilligunge; vgl. mnd. bewilligen Q.: Lanc (1240-1250), , Ur…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bewilligensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bewilligen , sw. V. nhd. einwilligen, willig machen, bewegen, veranlassen Hw.: s. bewillen; vgl. mhd. bewilligen E.: s. …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bewilligen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Bewilligen , verb. reg. act. seinen Willen zu eines Verlangen geben. Seinen Freunden bewilliget er alles. Werden sie mir…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bewilligen

    Goethe-Wörterbuch

    bewilligen einmal ‘das Bewilligte’ A(Vogel 76) Votum 30.10.17 etw gewähren, genehmigen, zugestehen; meist kraft fürstl, …

  5. modern
    Dialekt
    bewilligen

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia bewilligen bewilligen, zustimmen, einverstanden mit etwas, häufig in Märchen und Sagen: se hett dat all bewilli…

  6. Spezial
    bewilligen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|wil|li|gen vb.tr. 1 (gewähren) conzede (-ed, conzedü) 2 azeté (-ta) 3 (genehmigen) autorisé (-sëia), dé la lizënza 4 …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bewilligen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bewilligen

be- + willigen

bewilligen leitet sich vom Lemma willigen ab mit Präfix be-.

bewilligen als Zweitglied (2 von 2)

einbewilligen

DWB2

ein·bewilligen

einbewilligen vb. in etwas einwilligen, etwas zugestehen: ⟨1498⟩ urk. gesch. schwäb. bund 1,252 K. 1623 rechtsqu. Bern II 1,2,107.

īnbewilligen

Idiotikon

īnbewilligen Band 15, Spalte 1323 īnbewilligen 15,1323