Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bevallen stV.
1.1 ‘fallen’
1.2 ‘einfallen, zusammenfallen’
1.3 ‘gefallen’
2 tr.
2.1 ‘überfallen’
2.2 ‘auf jmdn. / etw. fallen, jmdn. befallen’
1 intr. 1.1 ‘fallen’ er gab oͮch wibin unde mannin einen uil genadichlihen trost, ob si bevallin in mennischlicher brôdicheit Spec 57,16; so ist ym uil beszer, daz er blibe / ane e, dan er also befalle [indem er Ehebruch begeht] EvStPaul 327 1.2 ‘einfallen, zusammenfallen’ ein sô armez hiuselîn / [...] daz was zevallen [La. bevallen ] , âne dach Greg 3035 1.3 ‘gefallen’ daz ne beviel uns niwit wale SAlex 5050; wiͤ wal si god bevallen, / si muͤzen under dinen vuͤzen sin MarlbRh 110,36 u.ö.; dat willen ich sagen den vrowen allen, dat si suͦlen iren vliz han wie si iren mannen wale bevallen Lilie 54,28 2 tr. 2.1 ‘überfallen’ der brûdere sal man nicht sparn / und der dûtschen allen, / wâ wir sie bevallen LivlChr 4726 2.2 ‘auf jmdn. / etw. fallen, jmdn. befallen’ hie beviel in der werde, / Êrec der wunderære [...] kniete im ûf die bruste Er 9307; do was velt und walt / mit snê gar bevallen StrKD 62,3; berge und steine, / bevallet uns algemeine HeslApk 12080 u.ö.; daz dyse Galiley [...] mit sunden weren so befallen EvStPaul 8461
MWB 1 731,27; Bearbeiter: Plate