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betätigen

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

betätigen

betätigen

Tat f. ‘was ausgeführt worden ist oder werden soll, bewußte, gewollte (zweckgerichtete) Handlung, Leistung, Unternehmen’, ahd. (8. Jh.), mhd. tāt, asächs. dād, mnd. dāt, mnl. daet, nl. daad, aengl. (angl.) dēd, (westsächs.) dǣd, engl. deed, anord. dāð, schwed. dåd, got. gadēþs, germ. *-dēdi- führt als Abstraktbildung mit ie. ti-Suffix wie awest. niδātay- ‘das Nieder-, Ablegen’, lit. dė́tis ‘Last, Ladung, Fracht’, aslaw. blagodětь ‘Gnade, Wohltat, Dank’ auf ie. *dhēti-, neben *dhəti- in griech. thésis (θέσις) ‘das Aufstellen, Behauptung, aufgestellter Satz, Ausspruch’, lat. conditio ‘Gründung, Schöpfung, Stiftung, Werk’, eigentlich ‘das Zusammentun’, Bildungen zu der unter tun (s. d.) genannten Wurzel ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’. – Täter m. ‘wer eine Tat, besonders Straftat begangen hat’ (15. Jh.); vgl. mhd. übeltæter, missetæter, s. auch Wohltäter. tätig Adj. ‘beruflich arbeitend, sich betätigend, rührig, aktiv, tatkräftig’ (16. Jh.), zuvor in Zusammensetzungen wie ahd. ubil- (9. Jh.), missitātig (um 1000), mhd. übel-, missetætic. tätigen Vb. ‘aus-, durchführen, vollbringen, erledigen, verrichten’ (Anfang 18. Jh.), besonders als Wort der Kaufmannssprache in Wendungen wie einen Abschluß, Einkauf, ein Geschäft tätigen; dazu betätigen Vb. ‘in Gang setzen, bedienen, in die Tat umsetzen, verwirklichen’, reflexiv ‘tätig sein, sich beschäftigen, arbeiten’ (17. Jh.), aus der Kanzlei- und Geschäftssprache in die Allgemeinsprache eingegangen. tätlich Adj. ‘handgreiflich, gewalttätig’ (16. Jh.), mnd. dātlīk ‘tätlich, gewaltsam, tatsächlich’. Tatkraft f. ‘zum Handeln erforderliche Energie und Einsatzbereitschaft’ (18. Jh.). Tatsache f. ‘wirklicher, feststehender, unbezweifelbarer Sachverhalt, Gegebenheit, Fakt(um)’, nachgebildet (1756) von dem Theologen Spalding für engl. matter of fact, das seinerseits lat. rēs factī ‘eine wirklich geschehene Tat’ wiedergibt. Einen vereinzelten, jedoch zweifelhaften Frühbeleg (Mitte 15. Jh.) vermutet Stammler in: Spätlese d. Mittelalters 1 (1963) 73 und 112.
2022 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    betätigen

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Tat f. ‘was ausgeführt worden ist oder werden soll, bewußte, gewollte (zweckgerichtete) Handlung, Leistung, Unternehmen’…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    betätigen

    Goethe-Wörterbuch

    betätigen -thä-; von G ab 1805 mit reicher semant Nuancierung u zunehmender Frequenz (infolge der wachsenden Bedeutung d…

  3. modern
    Dialekt
    betätigen

    Elsässisches Wb.

    betätige n [pətátjə Bf. ; pətǽtjə Str. ] beschwichtigen, zum Schweigen bringen. ‘I ha ne (den Hunden) Babbeljodde hiengs…

  4. Spezial
    betätigen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|tä|ti|gen I vb.tr. 1 (in Gang setzen) mëte a jí, mëte en movimënt, mëte en aziun 2 realisé (-sëia) 3 lauré (laora) II…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit betaetigen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von betaetigen

be- + taetigen

betaetigen leitet sich vom Lemma taetigen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von betaetigen 2 Komponenten

beta+tigen

betaetigen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — betaetigen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.