Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
beswer v. anom.
1. bitte, fordere feierlich auf, unter anrufung Gottes und der heiligen.
a. ohne object. swenne ein priester ein kint toufen wil, sô stêt er unde liset und liset unde beswert und beswert Bert. 32,37.
b. mit accus. wie in sîn vater besworen habete daʒ er imʒ tæte ze liebe Genes. D. 115,21. fundgr. 83,29. Odnâtus beswuor den kunic tiure daʒ er in ze einem fiure ê komen lieʒe kchron. D. 153,25. 134,26. vil tiure wart si aber besworn daʒ si sichs abe tæte a. Heinr. 1104. beswuor si vil verre ob ir iht ir herre die rede hæte ûʒ erdrôt das. 1073. — daʒ er (der priester) den touf segent unde den tiuvel beswert Bert. 32,39. daʒ sie des waʒʒers unde alsô gesegen kunden unde alsô tiefe beswern Mar. 148. — si beswuoren in bî gote und bî sînem gebote daʒ er si wiʒʒen lieʒe Gregor. 3313. 3416. ich beswere dich (teufel) bî gote und bî dem bibenden suontage (tremendo judicio), daʒ du vil ungetrûwe zage dich lâʒest hier gesihtlich sên Heinr. 2302. vgl. 2343. sô beswer ich dich bî dîner kraft Griesh. pred. 2,148. ich beswere dich in gote daʒ du mir sagest Pass. K. 203,56.
2. beschwöre mit zaubersprüchen. diu wort dâ mit man diu kräuter beswert und gesegent Megb. 380,3. dâ man die teufel mit beswert leseb. 1008,7. daʒ er die tûvele beswûr Pass. K. 158,18. — Clingesor beswûr des den tûfil, daʒ her quam Ludw. 12,2.