ausländisch zur chronolog Frequenz s Vorbem zu ‘Ausland’; häufig in Gegenüberstellung zu ‘inländisch’ a
einer anderen zeitgenöss europäischen Kulturnation angehörend (vereinzelt auch mBez auf den persischen Kulturkreis, s Ausland a); mehrf in Gegenüberstellung zu ‘vaterländisch’; iZshg mit dem Problem der eigenständigen Entwicklung dt Spr u Lit (einmal auch der Architektur), vor allem im Zuge der Befreiung von der Vorherrschaft der frz Kultur, meist im hist Rückblick (überwiegend zw 1812 u 1817) Denn die Bildung der höheren Classen durch fremde Sitten und a-e Literatur, so viel Vortheil sie uns auch gebracht hat, hinderte doch den Deutschen als Deutschen sich früher zu entwickeln GWB40,200,28 LiterarSansculottism Es drangen sich ihr [
der dt Spr] .. auch unzählige fremde Worte .. mit auf, und auch für schon bekannte Gegenstände ward man veranlaßt, sich a-er Ausdrücke und Wendungen zu bedienen. Der Deutsche .. begab sich bei den Franzosen in die Schule, um lebensartig zu werden, und bei den Römern, um sich würdig auszudrücken. Dieß sollte aber auch in der Muttersprache geschehen GWB27,72,13 DuW 7 Wie der einzelne Mensch so auch die Nation ruht auf dem Altvorhandenen, A-en oft mehr als auf dem Eigenen, Ererbten und Selbstgeleisteten; aber nur in so fern ein Volk eigene Literatur hat, kann es urtheilen und versteht die vergangene wie die gleichzeitige Welt GWB41
1,125,20 Urteilsworte frzKrit 1817 [
mBez auf das Straßb Münster] jene Baukunst .. Das Erste worauf ich drang war, daß man sie deutsch und nicht gothisch nennen, nicht für a., sondern für vaterländisch halten solle GWB28,98,19 DuW 12
uö iZshg mit G-s Interesse an einer allg ‘Weltliteratur’, häufig in verallgemeinernden Aussagen u im Hinblick auf die Übs-Tätigkeit (überwiegend ab 1826) [
der Übersetzer] fühlt streng den Unterschied zweyer Denckarten der A-en möchte er nichts vergeben die Inländische nicht verletzen .. Deshalb sich denn die ersten Übersetzungen einen bescheidenen Weg steckten, man fühlt daß nur durch Annäherung an das Heimische Beyfall zu erndten sey GWB53,394 SerbLieder Plp man kann seinen Antheil an einer a-en Dicht- und Sinnesart nicht besser ausdrücken, als wenn man sich derselben durch Übersetzen und Nachbilden anzunähern sucht GWB41
2,313,22 NationDichtk Illyr 1827 [
mBez auf den Übersetzer Streckfuß] die Milde eines poetisch-praktischen Sinnes, der gerade nicht Stoff und Gehalt aus sich selbst nehmen, sondern lieber dem vorhandenen a-en [> dem Auswärtigen GWBB43,89,10 R] eine vaterländische Form .. geben will GWBB43,337 Zelter 29.9.27 K
uö b
aus einem anderen Land stammend, in einem anderen Land lebend, befindlich die Hauptgewerken, a-e reiche Kaufleute GWBN9,148,7 ZinnwaldeAltenbg Beyträge .. deren Verwendung und resp. Vertheilung unter die inländischen und a-en Abkömmlinge [
der Dichterin JSBohl] zu besprechen seyn möchte GWBB24,200,19 Voigt 15.3.14
uö mBez auf Mineralien, Pflanzen, Tiere Auf Erkundigung erfuhren wir, daß diese Masse [
Sandstein] von Berneck aus dem Bayerischen hierher geschafft sey .. Wir freuten uns der geologischen Einsicht, daß wir diese Steinart sogleich a. angesprochen GWBN10,158,13 Üb:Keferstein hoch an Spalieren .. eine sorgsam gepflegte, sonst a-e Pflanzenart GWBB44,207,27 Beulwitz [18.7.28] GWBN6,229,6 PflKultWeim
uö idVbdg ‘aus- und inländisch’ A(Knittermeyer107) Färber 29.10.30
idVbdg ‘in- und ausländisch’ GWBB5,75,12 ChStein 11.3.81
uö c
einer anderen Staatsgewalt angehörend Möchten sie [
die Deutschen] .. in Wissenschaft und Kunst, nicht, wie bisher, einander ewig widerstrebend, endlich auch gemeinsam wirken, und, wie jetzt die a-e Sclaverey, so auch den inneren Parteisinn ihrer neidischen Apprehensionen unter einander besiegen GWBB24,161,12 Grotthuß 17.2.14 Wie bei ihrer ersten Entstehung, so auch in den spätern Zeiten, erfährt die Stadt [
Florenz] das Schicksal des übrigen Italiens, in so fern es durch in- oder a-e große Mächte bestimmt wird GWB44,337,25 CellAnh X GWB41
1,72,21 DonCiccio d
‘a-e Götter’: mBez auf die christl Mythologie in Klopstocks ‘Messias’ Klopstock will uns vom Pindus entfernen; wir sollen nach Lorbeer | Nicht mehr geizen, uns soll inländische Eiche genügen; | Und doch führet er selbst den überepischen Kreuzzug | Hin auf Golgatha’s Gipfel, a-e Götter zu ehren! GWB2,136 Die Kränze
vgl GWB
auswärtig zu a GWB
ausheimisch GWB
fremd Caroline VollmannC.
V.