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ausgraben

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ausgraben

ausgraben

graben Vb. ‘Erde umwerfen, eine Vertiefung (im Erdboden) machen, einkerben, unter der Erde suchen, schürfen’. Das gemeingerm. Verb ahd. graban (um 800), mhd. graben, asächs. graƀan, mnd. mnl. grāven, nl. graven, afries. greva, aengl. grafan, engl. to grave, anord. grafa, schwed. gräva, got. graban (germ. *graban) gehört mit aslaw. grebǫ ‘rudere, grabe’, russ. grebú (гребу) ‘rudere, scharre zusammen’, älter auch ‘grabe, wühle, raffe an mich’, aslaw. pogrěbati, russ. pogrebát’ (погребать) ‘begraben, beerdigen’ zu einer Ausgangsform ie. *ghrebh-, die oft (wie bei Pokorny 1, 455) in zwei homophone Ansätze mit der Bedeutung ‘kratzen, scharren, graben’ sowie ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. grabbeln) aufgespalten wird, wobei zugegeben wird, daß zwischen beiden Ansätzen zum Teil nicht scharf zu trennen ist. Das Paradigma des germ. Verbs folgt nicht dem e-/o-Ablaut des ie. Ansatzes, sondern ist in die Ablautreihe germ. a/ō übergetreten. Zum Verb gehören Grab, Graben, Gracht, Grube; außerhalb der Ablautformen des Verbalparadigmas stehen die (zur alten ie. Ausgangsform stimmenden) Bildungen Gruft, Grubber und das Iterativum grübeln (s. d.). – ausgraben Vb. ‘durch Graben aus der Erde herausholen, durch Graben im Erdboden eine Vertiefung schaffen’, ahd. ūʒgraban (10. Jh.), mhd. ūʒgraben; dazu Ausgrabung f. ‘Freilegung (vor)geschichtlicher Funde’, Terminus der Archäologie seit dem 18. Jh. begraben Vb. ‘beerdigen, bestatten’, übertragen ‘aufgeben, nicht mehr davon sprechen’, ahd. bigraban ‘beerdigen’ (8. Jh.), mhd. begraben, auch ‘ziselieren, mit einem Graben umgeben’; Begräbnis n. ‘Bestattung, Beerdigung’, auch ‘Grabstätte, Gruft’, mhd. begrebnis(se) ‘Grabstätte’. Gräber m., häufig auch umlautlos Graber, ahd. grabāri (Hs. 13. Jh.), bigrabāri (10. Jh.) ‘Totengräber’, mhd. grabære, mnd. grāvēre; heute meist in Zusammensetzungen wie Gold-, Schatz-, Totengräber. Grabmal n. ‘am Grab aufgestelltes Erinnerungsmal’ (16. Jh.; zuerst in Luthers Bibelübersetzung), Zusammensetzung mit 2Mal (s. d.) in dessen Bedeutung ‘Zeichen’. Grabscheit n. ‘Spaten, Schaufel’, mhd. grabeschīt, seit dem Frühnhd. die fugenvokallose Form Grabscheit; zum Grundwort s. Scheit.
2169 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausgraben

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Ausgraben , verb. irreg. act. S. Adelung Graben . 1) Heraus graben, durch Graben heraus hohlen. Einen Baum, einen Stein …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ausgraben

    Goethe-Wörterbuch

    ausgraben 1 etw freilegen, (wieder-)entdecken a meist als term der Archäologie u Frühgeschichte Da der Mensch nicht imme…

  3. modern
    Dialekt
    ausgrabenst. u. schw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    aus-graben st. u. schw. : 1. wie schd.; die Worzel ausgrawe [allg.]. Die Kerb (Kerwe) a. 'die heimlich vergrabene Flasch…

  4. Spezial
    ausgraben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    aus|gra|ben vb.tr. 1 (ausschaufeln) ciavé fora 2 (in Bezug auf Leichen) ciavé sö, esumé (-mëia) 3 ‹fig› (ans Licht bring…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ausgraben

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ausgraben 2 Komponenten

aus+graben

ausgraben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ausgraben als Zweitglied (1 von 1)

Marksteinausgraben

DRW

markstein·ausgraben

Marksteinausgraben, substantivierter Infinitiv strafbares Beseitigen eines ¹Marksteins (I) bdv.: Markauswerfung, Marksteinausreißen vgl. aus…

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APA
Cotta, M. (2026). „ausgraben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ausgraben/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „ausgraben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ausgraben/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ausgraben". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ausgraben/pfeifer_etym.
BibTeX
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