Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
ächzen
ächzen
ach Interjektion Ausdruck unterschiedlicher Empfindungen (Betroffenheit, Verwunderung, Bedauern, Klage), ahd. ah (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. ach, schwed. ack, dän. ak. Zu vergleichen sind außergerm. Formen wie aind. ahō, lat. ā, āh, aha, lit. àk, russ. ach, och (ах, ох), poln. ach, och, ohne daß etymologische Verwandtschaft angenommen werden muß. Dazu die Substantivierung 1Ach n. ‘Klage, Leid, Weh’, mhd. ach; besonders in den Verbindungen Weh und Ach (mhd. ach unde wē, 12. Jh.), Ach und Krach (16. Jh.), mit Ach und Krach ‘mit Mühe und Not, gerade noch’ (18. Jh.). – ächzen Vb. ‘stöhnen, seufzen, (weh)klagen’ steht intensiv und iterativ (den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend) zu ach, eigentlich ‘vielmals ach sagen’, mhd. ach(z)en, echzen. Vgl. ahd. ahhizōt n. ‘das Ächzen’ (Hs. 12. Jh.), ferner ähnliche Ableitungen wie russ. áchat’, óchat’ (ахать, охать), griech. aiázein (αἰάζειν, zur Interjektion αἴ) ‘ächzen’.